Fußball

Gegen den Letzten nicht nachlassen: SV Wehen Wiesbaden will gegen Havelse die Serie fortsetzen

Der SV Wehen Wiesbaden geht als Tabellensechster mit breiter Brust am Samstag ins Heimspiel gegen das Schlusslicht TSV Havelse. Trainer Jochen Seitz warnt trotzdem davor, den Gegner zu unterschätzen, denn Havelse ist seit vier Spielen ungeschlagen.

Von: |Erschienen am: 7. November 2026 08:51|

Foto: Andreas Volz

Die Rot-Schwarzen wollen ihren Lauf in der 3. Liga fortsetzen. Am Samstag, 7. November,  um 14:00 Uhr empfängt er zum 13. Spieltag, dem Nachbarschaftsspieltag, den TSV Havelse in der BRITA Arena. Zuletzt gewann der SVWW mit 4:1 beim SC Verl. Das war der vierte Sieg im fünften Spiel unter Cheftrainer Jochen Seitz. In der Tabelle steht Wiesbaden damit auf Platz sechs.

Umstellung zur Pause

In Verl lief zunächst wenig zusammen, zur Halbzeit stand es 1:1. „Wir haben uns in der Kabine auch angeschnauzt“, sagte Stürmer Marcus Müller nach dem Spiel am Mikron von MagentaSportTV. Das Trainerteam stellte in der Pause von der Fünfer- auf die Viererkette um. „Wir sind nicht richtig in die Aggressivität und in die Zweikämpfe gekommen, und der Rückraum war schlecht besetzt. Mit einem Spieler mehr im Zentrum hat es wesentlich besser funktioniert“, erklärt Seitz.

Joker stechen erneut

Entschieden wurde die Partie wieder von der Bank. In der Nachspielzeit trafen die eingewechselten Robin Kalem und Niklas May, das vierte Tor bereitete der ebenfalls eingewechselte Moritz Flotho vor. „Es ist nie eine Entscheidung gegen die Spieler, die draußen sitzen, sondern für die erste Elf“, sagt Seitz. „Zur Crunchtime kommen die Jungs von der Bank rein und müssen sofort funktionieren. Oft sind sie es, die ein Spiel entscheiden.

Mit May haben inzwischen elf verschiedene Spieler für den SVWW getroffen. „Jeder kann Tore erzielen, auch als Innenverteidiger. Das schweißt die Mannschaft zusammen, weil jeder sein Erfolgserlebnis hat. Ob es so weitergeht, muss man schauen, aber es ist eine tolle Momentaufnahme“, so Seitz im Spieltagsinterview.

Schmaler Grat

Das Selbstvertrauen sei zuletzt gestiegen, an der Stimmung habe sich aber wenig geändert. Der Zusammenhalt sei vom ersten Tag an stark gewesen. „Es ist ein schmaler Grat zwischen Selbstbewusstsein und Überheblichkeit. Deswegen müssen wir von Spiel zu Spiel denken“, sagt Seitz. Auch das Zielbild 2. Bundesliga, das der Verein auf der Mitgliederversammlung im Rahmen der Strategie 2030 erneut vorgestellt hat, bringt ihn nicht aus dem Konzept. „Wenn man drei Spiele verliert, ist man gefühlt abgestiegen, wenn man drei gewinnt, muss man aufsteigen. Die Fans dürfen träumen, wir kümmern uns ums Tagesgeschäft“, so der Trainer.

Warnung vor dem Schlusslicht

Auf dem Papier ist der SVWW gegen den Tabellenletzten der Favorit. Seitz hält dennoch dagegen: „Die Tabelle ist sehr eng, und Havelse hat die letzten vier Spiele nicht verloren.“ Zuletzt schlug Havelse die Spitzenmannschaft aus Saarbrücken. Seitz beschreibt den Gegner als „gut strukturiert“ und „sehr kampfstark“, außerdem suche er spielerische Lösungen. Besonders aufpassen müsse seine Mannschaft bei Standards. Wiesbaden will mit Zweikampfstärke und schnellem Umschalten dagegenhalten. „Wir stellen uns auf einen harten Kampf ein. Unser Ziel ist, die drei Punkte bei uns zu behalten und das Punktekonto aufzustocken“, erklärt der Coach.

Gillekens und Stehle trainieren wieder mit

Jordy Gillekens und Simon Stehle trainieren wieder teilweise mit. Ob es für einen Kaderplatz gegen Havelse reicht, ist offen. Spätestens nach der Länderspielpause sollen beide wieder eine Option sein. Weiter ausfallen werden Donny Bogicevic (leichte Muskelverletzung), Sinan Karweina (Muskelverletzung im Oberschenkel) und David Suárez (Knöchelverletzung).

Fan-Mosaik soll am Spieltag entstehen

Rund um das Spiel gibt es eine besondere Aktion. Gemeinsam mit Team-Partner Brickonas bauen die Fans ein 2 x 2 Meter großes Klemmbaustein-Mosaik im SVWW-Design. Mitmachen kann man ab der Stadionöffnung um 12:30 Uhr bis etwa 15 Minuten vor Anpfiff, entweder in der eSports-Area hinter der Osttribüne oder unter der Westtribüne am Mundloch W2. Das Motiv bleibt bis dahin geheim, das fertige Mosaik bekommt einen festen Platz in den Räumen des Vereins.

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