Fußball / Gewinnspiel
Später Doppelpack in der Nachspielzeit: SV Wehen Wiesbaden gewinnt beim SC Verl
Der SV Wehen Wiesbaden bleibt unter Jochen Seitz ungeschlagen. Beim SC Verl setzten sich die Rot-Schwarzen am Samstagnachmittag in der Sportclub Arena durch. Lange war es eine enge Partie, in der die Gastgeber vor der Pause mehrfach die Führung auf dem Fuß hatten. Nach dem Führungstreffer in der zweiten Hälfte durch Marcus Müller machten die Joker Robin Kalem und Niklas May in der Nachspielzeit alles klar.
Foto: Andreas Volz
Nach dem historischen Heimsieg gegen Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach reiste der SV Wehen Wiesbaden mit breiter Brust nach Ostwestfalen. Seit Jochen Seitz das Traineramt übernommen hat, holten die Hessen in vier Ligaspielen zehn von zwölf möglichen Punkten und schoben sich von Platz 19 an die Top 10 heran. Der SC Verl wartete dagegen seit fünf Pflichtspielen auf einen Sieg und kam von einer 1:3-Niederlage bei Viktoria Köln.
Seitz vertraut der Siegerelf
Seitz schickte exakt dieselbe Startelf auf den Platz wie beim Kantersieg gegen Großaspach. Verzichten musste der SVWW auf Donny Bogicevic (leichte Muskelverletzung), Jordy Gillekens (muskuläre Probleme), Sinan Karweina (Muskelverletzung im Oberschenkel), Simon Stehle (Kreuzbandzerrung) und David Suárez (Knöchelverletzung). Verls Trainer Orest Shala nahm dagegen vier Änderungen vor. Rabihic, Wessig, Berner und Araoye rückten in die Startelf, Dennis Waidner führte die Gastgeber anstelle des verletzten Kapitäns Niko Kijewski als Spielführer aufs Feld.
Schleimer trifft aus dem Nichts
Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle, der SVWW zog sich tief zurück und machte die Räume eng. Die erste gute Gelegenheit für Verl hatte Rabihic, dessen Versuch SVWW-Keeper Florian Stritzel parierte (11.).
Mit der ersten echten Offensivaktion gingen die Gäste in Führung: Eine Flanke von Marcus Müller lenkte Verls Lehmann an den eigenen Innenpfosten, der aufgerückte Lukas Schleimer war hellwach und schob zum 1:0 ein (19.).
Mesanovic gleicht aus – Verl drückt
Verl ließ sich davon nicht beirren. Mesanovic verfehlte nach Brustablage von Heike nur knapp (22.). Auf der Gegenseite fehlte nicht viel zum 2:0: Roberto Massimo überwand Schlussmann Schlieck nach einem Heber-Zuspiel von Schleimer, doch Araoye klärte kurz vor der Linie (27.).
Wenig später belohnten sich die Gastgeber. Nach einer zunächst geklärten Hereingabe von Rabihic prallte der Ball von Max Brandt genau vor die Füße von Almin Mesanovic (30.), der zum 1:1 traf. Der 22-Jährige blieb der auffälligste Mann auf dem Platz. Erst klärte Brandt in höchster Not gegen ihn (32.), dann war Kapitän Florian Hübner im letzten Moment zur Stelle, als Mesanovic allein auf Stritzel zulief (34.). Kurz vor der Pause verpasste er erneut (41.). Massimo (35.) hatte auf der Gegenseite nach einem Konter die Chance zur erneuten Führung, ansonsten konnte der SVWW nur wenig offensiv Druck machen.
Müller bringt den SVWW wieder nach vorn
Nach dem Seitenwechsel blieb Verl zunächst spielbestimmend. Nach einer kurz ausgeführten Ecke verpasste Kaube am zweiten Pfosten nur knapp (49.). Dann wurde der SVWW mutiger und schlug prompt zu. Massimo schickte Raul Paula, der von rechts in die Mitte legte, wo Müller frei stand und zum 2:1 traf (53.). Kurz darauf hätte Paula erhöhen können, scheiterte nach einem langen Ball jedoch an Schlieck und übersah dabei den mitgelaufenen Massimo (57.).
Gegen den tiefen SVWW-Block fand Verl in der Folge immer weniger passende Lösungen. Verls Trainer Shala reagierte mit frischen Kräften, doch die Präzision ließ bei den Gastgebern nach. Leipold kam nach einer Flanke von Berner zum Kopfball, konnte den Ball aber nicht drücken (66.). Der eingewechselte Foti traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz (80.).
Die Joker entscheiden
In der Schlussphase musste der SVWW noch einmal zittern. Stritzel parierte einen Abschluss von Leipold, den Abpraller verpasste Japaur (90.). Zuvor hatte Japaur nach einem Kopfballduell mit Hübner vergeblich einen Elfmeter bei Schiedsrichter Simon Schreiner gefordert (88.).
In der Nachspielzeit schlugen die Joker zu. Robin Kalem (90.+2) nahm einen weiten Ball von Fabian Greilinger wunderbar herunter, ließ seinen Gegenspieler aussteigen und vollendete zum 3:1 . Den Schlusspunkt setzte Niklas May (90.+4.). Moritz Flotho wurde rechts ansgepsielt, legte die Kugel in die Mitte und May stand am zweiten Pfosten perfekt zum 4:1-Endstand (90.+4).
Seitz: „Wenn man momentan einen Lauf hat, gewinnt man so ein Spiel auch mal“
SVWW-Trainer Jochen Seitz sprach nach dem Spiel offen von extremen Problemen in den ersten 25 Minuten und einer absolut glücklichen Führung. „Die Umstellung auf die Viererkette zur Pause ist wunderbar aufgegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir kaum eine Torchance zugelassen. Wenn man momentan einen Lauf hat, dann gewinnt man so ein Spiel auch mal“, so der Trainer.
Shala: Ergebnis spiegelt das Spiel nicht wieder
Verls Trainer Orest Shala haderte: „Wir machen eine super erste Halbzeit, und dann fällt aus dem Nichts das 0:1. Das Ergebnis hat mit dem Spielverlauf nicht viel zu tun. „Den Unmut von Teilen des Publikums nach dem Abpfiff wies er zurück. „Die Jungs haben alles investiert“, so der Coach.
Sechs Pflichtspiele ohne Niederlage
Mit dem dritten Sieg in Folge in der Liga hat der SV Wehen Wiesbaden unter Jochen Seitz nun 13 von 15 möglichen Punkten gesammelt (plus Hessenpokalsieg) und springt vorläufig auf Rang vier. Weiter geht es am Samstag, 7. November, mit dem Heimspiel gegen den TSV Havelse. Anpfiff in der BRITA Arena ist um 14:00 Uhr.
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InfoBox
SC Verl – SV Wehen Wiesbaden 1:4 (1:1)
SC Verl: Schlieck – Lehmann (85. Bamba), König, Araoye, Berner (77. Japaur) – Waidner (c) (85. Yalcinkaya), Wessig (61. Foti), Kaube (62. Leipold), Mesanovic, Heike – Rabihic.
SV Wehen Wiesbaden: Stritzel – Nink, Hübner (c), Janitzek, Greilinger – Brandt (90.+1 Gözüsirin) – Massimo (69. May), Schleimer (90.+1 Schultz), Fechner, Paula (81. Kalem) – Müller (81. Flotho).
Tore:
0:1 Schleimer (19.)
1:1 Mesanovic (30.)
1:2 Müller (53.)
1:3 Kalem (90.+2)
1:4 May (90.+4)
Gelbe Karten:
König, Leipold / Schleimer, Flotho
Schiedsrichter:
Simon Schreiner
Zuschauer:
2.462
SVWW-Hinrunde Saison 2026 / 2027
12. Spieltag: SVWW – TSV Havelse (Samstag, 7. November, 14:00 Uhr)
13. Spieltag: 1. FC Saarbrücken – SVWW (Sonntag, 22. November, 16:30 Uhr)
14. Spieltag: SVWW – SV Meppen (Sonntag, 29. November, 16:30 Uhr)
15. Spieltag: Fortuna Düsseldorf – SVWW (4. bis 6. Dezember)
16. Spieltag: SVWW – VfB Stuttgart II (11. bis 13. Dezember)
17. Spieltag: TSG Hoffenheim II – SVWW (18. bis 20. Dezember)
18. Spieltag: SVWW – Viktoria Köln (15. bis 17. Januar)
| Platz | Mannschaft | SP | G | U | V | Tore | Diff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | FC Viktoria Köln | 12 | 8 | 2 | 2 | 31:15 | 16 | 26 |
| 2 | MSV Duisburg | 12 | 8 | 2 | 2 | 31:17 | 14 | 26 |
| 3 | Rot-Weiss Essen | 11 | 6 | 3 | 2 | 19:13 | 6 | 21 |
| 4 | SV Wehen Wiesbaden | 12 | 5 | 3 | 4 | 23:17 | 6 | 18 |
| 5 | FC Ingolstadt | 12 | 5 | 3 | 4 | 16:17 | -1 | 18 |
| 6 | 1. FC Saarbrücken | 11 | 5 | 2 | 4 | 26:20 | 6 | 17 |
| 7 | Alemannia Aachen | 11 | 5 | 2 | 4 | 17:17 | 0 | 17 |
| 8 | SV Waldhof Mannheim | 11 | 5 | 1 | 5 | 20:17 | 3 | 16 |
| 9 | TSG Hoffenheim II | 12 | 5 | 1 | 6 | 21:20 | 1 | 16 |
| 10 | Fortuna Düsseldorf | 12 | 4 | 4 | 4 | 12:14 | -2 | 16 |
| 11 | Hansa Rostock | 12 | 4 | 4 | 4 | 19:22 | -3 | 16 |
| 12 | SV Meppen | 12 | 4 | 3 | 5 | 16:17 | -1 | 15 |
| 13 | VfB Stuttgart II | 12 | 4 | 3 | 5 | 21:23 | -2 | 15 |
| 14 | Preußen Münster | 11 | 4 | 3 | 4 | 19:21 | -2 | 15 |
| 15 | Jahn Regensburg | 12 | 3 | 4 | 5 | 22:21 | 1 | 13 |
| 16 | SC Verl | 12 | 3 | 3 | 6 | 17:26 | -9 | 12 |
| 17 | SG Sonnenhof Großaspach | 11 | 3 | 3 | 5 | 13:25 | -12 | 12 |
| 18 | FC Würzburger Kickers | 11 | 3 | 2 | 6 | 15:23 | -8 | 11 |
| 19 | Fortuna Köln | 11 | 2 | 4 | 5 | 8:12 | -4 | 10 |
| 20 | TSV Havelse | 12 | 2 | 4 | 6 | 17:26 | -9 | 10 |


