Volleyball / Fotostrecke

Pokal-Sensation: VC Wiesbaden wirft Dresden raus und steht im Viertelfinale

Der VC Wiesbaden steht im Viertelfinale des zoi DVV-Pokals und hat dabei eine lange Durststrecke gegen Dresden beendet. Das Team von Trainer Paul Sens setzte sich am Donnerstagabend im einem spannenden Spiel im Tiebreak durch. Mit den Bundesliga-Partien war es der sechste Pflichtspielsieg in Serie.

Von: |Erschienen am: 5. November 2026 21:11|

Fotos: Detlef Gottwald

Paul Sens hatte vor dem Spiel klargemacht, wie er die Rollen verteilt sieht. „Wir sind Jäger der Großen“, sagte der VCW-Trainer im Vorbericht des Vereins. „Wir freuen uns aber, wenn wir auf unserem Weg dorthin schon jetzt dem einen oder anderen ein Bein stellen können.“ Nach dem 3:2 in Stuttgart ist das seinem Team nun auch gegen Dresden gelungen. Der siebenfache Pokalsieger galt vor der Saison als ernsthafter Kandidat für die Meisterschaft. Gegen Dresden hatte der VCW in der Vergangenheit viele umkämpfte Spiele verloren, darunter das Pokalfinale 2018 in Mannheim mit 0:3.

Aufholjagd im ersten Satz

Auch diesmal begann das Spiel schwer. Dresden führte schnell mit 9:6 und baute die Führung mit drei Punkten in Folge auf 16:11 aus. Danach kam Wiesbaden mit einem starken Lauf zurück. Mit drei Punkten in Serie verkürzte der VCW auf 16:17, ging mit 19:18 in Führung und holte sich beim 24:20 vier Satzbälle und nutzte den ersten.

Dresden dreht das Spiel

Im zweiten Satz machte Dresden zunächst Druck und holte fünf Punkte in Folge und lag früh mit 7:1 vorn. Der VCW kam wieder auf 11:12 heran. Danach setzten sich die Gäste aber wieder ab und gewannen den Satz mit 25:21.

Der dritte Durchgang war lange ausgeglichen. Wiesbaden führte mit 3:0 und 10:7, Dresden glich mit drei Punkten in Folge zum 11:11 aus. Ab dann wechselte die Führung mehrfach. Beim 23:23 bekam Dresdens Trainer Alexander Waibl eine Gelbe Karte und nahm eine Auszeit. Die Sachsinnen waren eiskalt und holten den Durchgang mit 25:23.

Klare Sache im Tiebreak

Wie schon in Stuttgart lag Wiesbaden nach Sätzen zurück, und wieder kam das Team zurück. Im vierten Satz führte der VCW mit 8:5 und 12:6, Dresden kam nicht mehr heran. Über 18:13 und 24:18 gewann Wiesbaden den Satz mit 25:19.

Auch im Tiebreak ließ der VCW nichts anbrennen. Beim 8:4 nahm Waibl eine Auszeit, doch Wiesbaden zog über 10:5 und 13:7 weiter davon. Beim 14:8 hatte der VCW sechs Matchbälle. Dresden nahm noch eine Video-Challenge, die aber keinen Erfolg hatte. Den ersten Matchball verwandelte Wiesbaden zum 15:8 und beendete damit die Niederlagenserie gegen die Sächsinnen.

López Rey holt 27 Punkte

Wiesbaden verwandelte 47,5 Prozent seiner Angriffe, Dresden 43,4 Prozent. Auch am Block war der VCW mit 13 zu elf Punkten besser. Insgesamt holte Wiesbaden 84 Punkte, Dresden 76. Die Gäste schlugen mit sechs Assen zu vier stärker auf, machten aber auch zwei Aufschlagfehler mehr (elf zu neun).

Die Spanierin Cayetana López Rey war mit 27 Punkten die beste Scorerin auf dem Feld. Sie traf 22-mal im Angriff, blockte viermal und schlug ein Ass. Hinter ihr kamen Marharyta Geiko (17), Julia Murmann (15) und Roos Wessels (14) zweistellig. Wessels holte allein fünf Blockpunkte.

Dresdens Stars treffen, aber nicht genug

Bei Dresden punkteten Morgan Geddes und Mackenzie Foley (je 18) am besten. Foley war in der vergangenen Saison mit dem VfB Suhl Meisterin geworden. Die US-Amerikanerin Maia Dvoracek kam auf 15 Punkte. Nationalspielerin Lena Kindermann, die aus der italienischen Serie A gekommen ist und sich die Diagonalposition mit Dvoracek teilt, wurde nur eingewechselt. Auf der Libera-Position musste die Kanadierin Katerina Georgiadis 52 Aufschläge annehmen. Sie war nachverpflichtet worden, nachdem sich Kapitänin Patricia Nestler einen Teilriss des Kreuzbands zugezogen hatte.

Zwei Zuspielerinnen als MVPs

Zu den wertvollsten Spielerinnen wurden die beiden Zuspielerinnen gewählt. Beim VCW bekam Sanne Konijnenberg die Goldmedaille. Die Niederländerin verteilte die Bälle so, dass vier Angreiferinnen zweistellig punkteten. Sie selbst holte sechs Punkte, davon vier im Angriff, einen per Block und einen mit einem Ass. Bei Dresden ging die Silbermedaille an Sarah Straube, die in diesem Spiel die Kapitänsbinde trug.

Nächstes Ziel Köln

Mit dem Sieg ist der VCW einen Schritt näher am Pokalfinale, das am 27. Februar 2027 erstmals in der Lanxess Arena in Köln stattfindet. Dort werden an einem Tag die Finals der Frauen und Männer vor 20.000 Fans ausgetragen. Wer der Gegner im Viertelfinale sein wird, steht aktuell noch nicht fest. Die weiteren Achtelfinalpartien werden am Wochenende ausgetragen.

Heimspiel gegen Schwerin

In der Liga geht es jetzt weiter. Am Sonntag, 15. November, empfängt der VCW um 15:30 Uhr den SSC Palmberg Schwerin, den langjährigen Verein von Paul Sens. Am Samstag, 28. November, um 17:15 Uhr gibt es in der Cyberport Arena das nächste Duell mit Dresden.

Eine Fotostrecke mit 25 Bildern gibt es hier:

 

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InfoBox

VC Wiesbaden – Dresdner SC 3:2 (25:20, 21:25, 23:25, 25:19, 15:8)

VC Wiesbaden: López Rey (27), Geiko (17), Murmann (15), Wessels (14), Konijnenberg (6), Gomez (5), Sain (Libera), Burda

MVP: Sanne Konijnenberg (VC Wiesbaden), Sarah Straube (Dresdner SC)