Verkehrsinfrastruktur
Fahrbahndeckenprogramm 2026: Stadt investiert 1,56 Millionen Euro in Wiesbadens Straßen
Weniger Schlaglöcher, glatter Asphalt und spürbar mehr Fahrkomfort für Autos, Busse und Radfahrer. Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat im laufenden Jahr rund 1,56 Millionen Euro in das städtische Fahrbahndeckenprogramm gesteckt. Während die Arbeiten in der Rheinstraße als letzte Baustelle des Jahres voraussichtlich am 7. November enden, stehen die Pläne für 2027 bereits fest. Doch der langfristige Sanierungsbedarf übersteigt das reguläre Budget bei weitem. Alle Zahlen, Hintergründe und betroffenen Straßen in unserem Bericht.
Symbolfoto
Ob auf dem täglichen Weg zur Arbeit, mit dem Bus oder auf zwei Rädern: Unebene Straßenbeläge und Flickenteppiche nagen an Nerven und Fahrzeugen. Um die Verkehrsachsen im Stadtgebiet gezielt fit für die Zukunft zu machen, hat die Landeshauptstadt Wiesbaden im Jahr 2026 insgesamt rund 1,56 Millionen Euro in das sogenannte Fahrbahndeckenprogramm investiert.
Die letzte Maßnahme des laufenden Baujahres befindet sich derzeit auf der Zielgeraden: Die Sanierung der viel befahrenen Rheinstraße soll nach aktuellem Zeitplan voraussichtlich am Samstag, 7. November, abgeschlossen werden.
Sechs Straßenzüge 2026 runderneuert
Im Rahmen des Programms erneuert das Tiefbau- und Vermessungsamt schrittweise Abschnitte, deren Beläge verschlissen sind. Im Jahr 2026 wurden dabei gleich mehrere wichtige Verkehrsadern in unterschiedlichen Stadtteilen angegangen:
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Berliner Straße
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Barbarossastraße
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Pfortenstraße
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Oberbergstraße
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Salierstraße
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Rheinstraße (Abschluss bis voraussichtlich 7. November)
Wiesbadens Verkehrsdezernent Marc Dahlen (CDU) erklärte am Freitag, 30. Oktober, den spürbaren Nutzen im Alltag für alle Verkehrsteilnehmer. „Die Menschen sollen im Alltag merken, dass sich etwas verbessert. Gute Straßen bedeuten mehr Fahrkomfort, weniger Unebenheiten und eine zuverlässige Infrastruktur für alle, die in Wiesbaden unterwegs sind – ob mit dem Auto, dem Bus oder dem Fahrrad. Unser Ziel ist es, den Zustand unserer Straßen nachhaltig zu verbessern und Schäden möglichst frühzeitig zu beheben“, so Dahlen.
Schneller und günstiger: Zehn Zentimeter statt Grundinstandsetzung
Das Prinzip des Fahrbahndeckenprogramms folgt einer klaren wirtschaftlichen Logik: Frühzeitig sanieren, bevor die Schäden die Bausubstanz im Untergrund zerstören.
Ist der Unterbau der Straße noch ausreichend tragfähig, reicht es aus, lediglich die obersten rund zehn Zentimeter Asphalt abzufräsen und neu einzubauen. Es werden sechs Zentimeter Binderschicht und weitere vier Zentimeter Deckschicht aufgetragen. Die tiefer liegenden Tragschichten bleiben intakt.
Der Vorteil: Die Baustellen können deutlich zügiger abgewickelt werden, Sperrungen fallen kürzer aus und das verfügbare Budget reicht für erheblich mehr Streckenkilometer. Müsste die Fahrbahn grundhaft bis zu 70 Zentimeter tief erneuert werden, wäre das ein Vielfaches aufwendiger und teurer.
„Wir wollen unsere Straßen erhalten, bevor aus kleineren Schäden große Probleme werden. Wer rechtzeitig saniert, spart langfristig Geld und sorgt dafür, dass die Menschen möglichst lange von intakten Fahrbahnen profitieren“, so Dahlen. Trotz kurzzeitiger Verkehrsbehinderungen zahle sich das Vorgehen aus: „Natürlich bedeutet eine Baustelle zunächst einmal eine Einschränkung. Aber am Ende steht eine bessere Straße, die wir im Alltag alle nutzen.“
Ausblick auf 2027 – Drei Projekte fest eingeplant
Auch im kommenden Jahr gehen die Fräs- und Asphaltiermaschinen wieder an den Start. Für 2027 stehen nach aktuellem Planungsstand drei Sanierungsprojekte auf der Agenda:
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Söhnleinstraße (Schierstein)
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Alt-Auringen (Auringen)
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August-Ruf-Straße (Biebrich)
Ab 2028 – Millionenbedarf für wichtige Hauptverkehrsachsen
Ab 2028 stehen zahlreiche weitere zentrale Verkehrsachsen auf der Wunsch- und Prioritätenliste der Stadt. Vormerkungen gibt es unter anderem für:
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Loreleiring und Äppelallee
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Kirschblütenstraße und Nordenstadter Straße
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Medenbacher Straße (K 657)
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Hagenauer Straße und Straße der Republik
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Weitere Abschnitte in den östlichen und südöstlichen Stadtteilen sowie Hauptrouten im übrigen Stadtgebiet.
Die dafür ins Auge gefassten Straßenabschnitte umfassen eine Fläche von insgesamt rund 66.600 Quadratmetern. Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei knapp acht Millionen Euro.
Demgegenüber steht ein reguläres städtisches Jahresbudget von etwa 1,0 bis 1,5 Millionen Euro. Da der Bedarf die regulären Mittel deutlich übersteigt, prüft die Landeshauptstadt ergänzende Finanzierungswege, unter anderem über das Sonderkonjunkturprogramm.
Verkehrsdezernent Dahlen appelliert: „Jeder rechtzeitig sanierte Straßenabschnitt ist ein Gewinn für die Menschen in unserer Stadt. Wir müssen deshalb kontinuierlich in unsere Straßen investieren, statt Schäden immer größer werden zu lassen. Dafür brauchen wir eine verlässliche Finanzierung.“
Mehr aktuelle Verkehrsnachrichten, Baustellenmeldungen und Infrastrukturberichte aus der Landeshauptstadt finden Sie täglich in unseren Rubriken auf wiesbadenaktuell.de.
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