Verkehr
Freie Fahrt für Autos und Busse: Sanierung der Dotzheimer Straße in Rekordzeit beendet
Aufatmen für Autofahrende und Fahrgäste des Nahverkehrs in Wiesbaden. Die aufwendige Fahrbahnsanierung der Dotzheimer Straße ist abgeschlossen. Verkehrsdezernent Marc Dahlen gab den viel befahrenen Abschnitt am Donnerstag feierlich wieder frei – und das gleich anderthalb Wochen früher als ursprünglich anvisiert. Alle Hintergründe zur neuen, extrem hitzeresistenten Bauweise lesen Sie hier.
Fotos: Patrick Lambert
Eine Nachricht, die Pendlerinnen und Pendler, Anwohner sowie Gewerbetreibende gleichermaßen freuen dürfte: Die Dotzheimer Straße ist wieder uneingeschränkt befahrbar. Wiesbadens Verkehrsdezernent Marc Dahlen (CDU) hat die wichtige Verkehrsachse am Donnerstag, 22. Oktober, offiziell für den Verkehr freigegeben.
Besonders erfreulich: Statt der veranschlagten acht Wochen Bauzeit benötigten die Kolonnen lediglich sechseinhalb Wochen – die Baustelle wurde somit anderthalb Wochen vor dem Zeitplan fertiggestellt.
„Wir haben acht Wochen eingeplant und waren nach sechseinhalb Wochen fertig. Das ist eine starke Leistung, gerade bei den anspruchsvollen Bedingungen, die wir hier hatten“, lobte Dahlen bei einem Vor-Ort-Termin an der Kreuzung Dotzheimer Straße Ecke Klarenthaler Straße. „Wir geben Gas. Ich bin stolz darauf, ein so engagiertes Team zu haben. Mein besonderer Dank gilt Bauleiter Daniel Fäth und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich richtig reingekniet haben.“
Reaktion auf Extrem-Hitze – 1.300 Tonnen Asphalt und halbstarre Bauweise
Auslöser der grundlegenden Sanierung waren massive Hitzeschäden aus dem Juli 2025. Damals hatten sich Abschnitte des Asphalts unter der enormen Sonneneinstrahlung und den hohen Temperaturen um bis zu 24 Zentimeter verformt. Vor allem in den Busspuren wirken durch das ständige Abbremsen und Anfahren schwerer Gelenkbusse gewaltige Schub- und Scherkräfte auf die Fahrbahnoberfläche ein.
Um ein erneutes Aufweichen und Verformen künftig wirksam zu verhindern, setzte das Tiefbauamt auf Hightech im Straßenbau:
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2.600 Quadratmeter Fahrbahn wurden insgesamt von Grund auf erneuert.
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Rund 1.300 Tonnen Asphalt wurden in mehreren Schichten verbaut.
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Auf 1.300 Quadratmetern – vor allem in den hoch belasteten Haltestellen- und Fahrbereichen – kam eine sogenannte halbstarre Bauweise zum Einsatz. Dafür wurde zunächst das alte Basalt-Kopfsteinpflaster ausgebaut.
Das Verfahren kombiniert ein offenporiges, tragfähiges Korngerüst mit einer hochfesten, mineralisch gebundenen Mörtelfüllung. So entsteht eine extrem widerstandsfähige Fahrbahndecke, die weder bei tropischen Temperaturen Spurrillen bildet noch unter tonnenschweren Achslasten nachgibt.
„Wir haben nicht einfach nur den Schaden repariert. Wir haben gezielt eine Lösung umgesetzt, die den besonderen Belastungen an dieser Stelle besser gerecht wird. Das ist nachhaltige Infrastrukturarbeit“, unterstrich Dahlen.
Teerfund im Untergrund gemeistert
Der Bauablauf verlangte allen Akteuren höchste Präzision ab. Neben dem laufenden Verkehr auf Ausweichspuren und engen Platzverhältnissen für Materialtransporte sorgte der Baugrund für eine unliebsame Überraschung: Unter dem alten Natursteinpflaster stießen die Arbeiter auf hoch belasteten, teerhaltigen Altasphalt. Dieser musste unter strengen Umweltauflagen separat ausgebaut und fachgerecht entsorgt werden. Dennoch gelang es dank straffer Baustellenkoordination, die notwendigen Aushärtezeiten der neuen Fahrbahndecke einzuhalten und den Zeitplan sogar deutlich zu unterbieten.
Für Verkehrsdezernent Dahlen setzt das Projekt Maßstäbe für kommende Bauvorhaben im Stadtgebiet: „Eine Baustelle dieser Größenordnung läuft nicht von allein. Es braucht gute Planung, kurze Abstimmungswege und Menschen, die gemeinsam Lösungen finden, wenn etwas anders kommt als erwartet. Wir werden auch künftig sanieren und in unsere Infrastruktur investieren müssen. Aber wir müssen dabei die Belastungen für die Menschen so gering wie möglich halten. Wenn eine Baustelle früher fertig wird, ist das ein Gewinn für alle. Sechseinhalb Wochen statt acht, 2.600 Quadratmeter erneuert und eine widerstandsfähigere Fahrbahn geschaffen – das Ergebnis kann sich sehen lassen. Vielen Dank an alle Beteiligten – und weiter geht’s!“
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