Stadtentwicklung
Wohnzimmer für alle: Wie das Walhalla als „Dritter Ort“ Wiesbadens City beleben soll
Vom historischen Varieté-Theater zum pulsierenden Begegnungsort der Stadtgesellschaft: Das Wiesbadener Walhalla steht vor einer zukunftsweisenden Transformation. Unter dem Leitmotiv „Dritter Ort“ soll das geschichtsträchtige Areal am Mauritiusplatz zu einem offenen Wohnzimmer für Kultur, Austausch, Jugend und Inklusion werden. Am Donnerstag, 22. Oktober, diskutieren Experten der Körber-Stiftung, Planer und Projektpartner über die konkrete Vision – von der „Bibliothek der Dinge“ bis zum Maker Space. Der Eintritt ist frei.
Was braucht eine lebendige Innenstadt neben Einkaufsstraßen und Gastronomie? Orte, an denen man verweilen, lernen, kreativ sein oder sich einfach ohne Konsumzwang treffen kann – in der Soziologie als sogenannte „Dritte Orte“ (neben dem eigenen Zuhause und dem Arbeitsplatz) bezeichnet. Genau diese Rolle soll künftig das traditionsreiche Walhalla am Mauritiusplatz einnehmen.
Wie dieser Wandel konkret gestaltet wird, steht im Mittelpunkt eines hochkarätig besetzten Diskussionsabends am Donnerstag, 22. Oktober, um 19:00 Uhr in der Wiesbadener Mauritius-Mediathek, Hochstättenstraße 6–10. Die Veranstaltung unter dem Titel „Wohnzimmer der Stadtgesellschaft – Dritte(r) Ort(e) Walhalla“ bildet zugleich den feierlichen Abschluss der vielbeachteten Ausstellung „Stadtgestaltung und Transformation – Der Kulturort Walhalla“.
Rückenwind aus Berlin und von der Körber-Stiftung
Der Abend entsteht in enger Kooperation des städtischen Projekts Walhalla mit der renommierten Körber-Stiftung, die das Vorhaben in ihre bundesweite Bewegung für „Dritte Orte“ aufgenommen hat.
Eröffnet wird die Veranstaltung durch den Bundestagsabgeordneten Martin Rabanus. Als Mitglied des Kulturausschusses des Deutschen Bundestages setzt er sich auf Bundesebene seit Jahren intensiv für die Förderung und Etablierung solcher offenen Kultur- und Begegnungsstätten ein und wird über den bundespolitischen Rahmen berichten.
Wissenschaftliche und stadtsoziologische Einblicke steuern anschließend Sarah Schneider (Körber-Stiftung) und Dr. René Lehweß-Litzmann vom Soziologischen Institut der Universität Göttingen bei, die das Phänomen der Dritten Orte aus soziologischer Perspektive beleuchten.
Panel I – Was macht einen „Dritten Ort“ aus?
In der ersten Diskussionsrunde geht es um die theoretischen und gestalterischen Grundlagen: Was unterscheidet einen Dritten Ort von herkömmlichen Kulturzentren?
Auf dem Podium diskutieren neben Dr. Lehweß-Litzmann und Sarah Schneider:
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Silke Remmel und Nina Wronka (Interior Design / Raumkonzepte)
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Nicole Miller, die sich in ihrer Masterthesis intensiv mit der Konzeption und Wirkung Dritter Orte auseinandergesetzt hat.
Panel II – Konkrete Pläne für das Walhalla
Im zweiten Teil des Abends wird es greifbar für Wiesbaden: Projektleiterin Vanessa Remy gibt einen detaillierten Ausblick auf die Nutzungen, die das Walhalla künftig mit Leben füllen sollen. Gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern stellt sie die geplanten Bausteine vor:
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Bibliothek der Dinge: In Kooperation mit Dr. Wolfgang Runschke – ein Ort, an dem Werkzeuge, Geräte und Alltagsgegenstände gemeinschaftlich genutzt und geliehen werden können.
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Pop-up Maker Space: Gemeinsam mit Maria Weyer vom Medienzentrum Wiesbaden als kreative Werkstatt für digitale Medien, Technik und Selbermachen.
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Treffpunkt für Schülerinnen und Schüler: In Zusammenarbeit mit Johannes Jäger vom Jugendinformationszentrum (JIZ), um Jugendlichen am Nachmittag einen sicheren, offenen Raum zum Verweilen und Austauschen zu bieten.
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„Walhalla all inclusive“: Gemeinsam mit der städtischen Inklusionsbeauftragten Andrea Hausy wird dargelegt, wie Barrierefreiheit und soziale Teilhabe baulich wie konzeptionell für alle Bevölkerungsgruppen sichergestellt werden.
Freier Eintritt zum Ausstellungsfinale
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren und ihre Perspektiven auf die Zukunft des geschichtsträchtigen Gebäudes einzubringen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist kostenfrei. Vor Beginn bietet sich zudem die Gelegenheit, die Ausstellung zur Transformation des Kulturortes in der Mediathek zu besichtigen.
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InfoBox
Die Podiumsdiskussion im Überblick:
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Thema: „Wohnzimmer der Stadtgesellschaft – Dritte(r) Ort(e) Walhalla“
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Anlass: Finissage der Ausstellung „Stadtgestaltung und Transformation – Der Kulturort Walhalla“
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Datum & Uhrzeit: Donnerstag, 22. Oktober 2026, Beginn um 19:00 Uhr
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Ort: Mauritius-Mediathek, Hochstättenstraße 6–10, 65183 Wiesbaden
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Partner: Städtisches Projekt Walhalla & Körber-Stiftung
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Referenten & Gäste: MdB Martin Rabanus, Vanessa Remy (Projektleiterin), Sarah Schneider (Körber-Stiftung), Dr. René Lehweß-Litzmann (Uni Göttingen), Andrea Hausy (Inklusionsbeauftragte), Dr. Wolfgang Runschke, Maria Weyer, Johannes Jäger u. a.
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Eintritt: Frei

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