Bürgerinitiative

Wiesbaden vor Flächenfrage: Petition fordert Schutz von Luft, Wasser und Böden

Eine Petition zum Wiesbadener Flächennutzungsplan 2040 hat mehr als 4.000 Unterstützer gewonnen. Ende September sollen die Unterschriften im Rathaus übergeben werden, passend zur Beratung über die künftige Stadtentwicklung.

Von: |Erschienen am: 25. September 2026 15:35|

Symbolfoto: Daniel Becker

Die Petition „Wiesbaden – Grund zum Leben! Luft – Wasser – Nahrung – Wohnen“ hat nach Angaben der Initiative 4.140 Unterstützer erreicht. Die gesammelten Unterschriften sollen am Mittwoch, 30. September, an den Stadtverordnetenvorsteher Dr. Gerhard Obermayr (CDU) übergeben werden.

Die Initiative hat Obermayr nach eigenen Angaben bereits um einen Termin gebeten. Eine Rückmeldung des Stadtverordnetenvorstehers steht derzeit noch aus.

Forderung nach Freiraum

Mit ihrer Petition setzen sich die Initiatoren nach eigenen Angaben dafür ein, dass bei der weiteren Entwicklung Wiesbadens der Schutz von Frischluft, Trinkwasser und fruchtbaren Böden stärker berücksichtigt wird. Gleichzeitig fordern sie einen möglichst sparsamen Umgang mit bislang unbebauten Flächen.

Hintergrund ist der Vorentwurf des Flächennutzungsplans 2040. Nach Angaben der Stadt umfasst dieser insgesamt 70 Planungsflächen mit einer Gesamtgröße von rund 591 Hektar. Vorgesehen sind dort unterschiedliche Nutzungen, darunter Wohn- und Gewerbeflächen.

591 Hektar im Blick

Damit stellt sich nach Darstellung der Initiative für zahlreiche derzeit noch unbebaute Areale die Frage nach ihrer künftigen Nutzung. Konkret geht es darum, ob diese Flächen weiterhin als Freiraum erhalten bleiben oder perspektivisch für eine Bebauung vorgesehen werden.

Die Initiatoren der Petition verbinden damit die Forderung, zunächst vorhandene Möglichkeiten innerhalb bereits bebauter Bereiche stärker zu berücksichtigen, bevor weitere Freiflächen in Anspruch genommen werden.

Bezahlbarer Wohnraum

Tatjana Wink von „Wiesbaden – Grund zum Leben“ verweist zugleich auf den Bedarf an Wohnraum. Sie sagt: „Wir brauchen bezahlbare Wohnungen. Aber wir dürfen dafür nicht so planen, als wären frische Luft, Wasser und fruchtbare Böden beliebig ersetzbar“, sagt Tatjana Wink von „Wiesbaden – Grund zum Leben“. „Bevor neue Flächen in Anspruch genommen werden, müssen wir die Möglichkeiten auf bereits bebauten Flächen ernsthaft nutzen.“

Damit stellt die Initiative den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum den von ihr genannten Belangen des Umwelt- und Flächenschutzes gegenüber. Ihre Petition richtet sich insbesondere auf die Berücksichtigung dieser Aspekte bei der weiteren Planung der Stadtentwicklung.

Beratung im Rathaus

Am Mittwoch, 30. September, steht der Vorentwurf des Flächennutzungsplans 2040 auch auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung. Die Sitzung findet im Rathaus Wiesbaden statt und beginnt um 16:00 Uhr.

Die Initiative weist darauf hin, dass die Sitzung öffentlich ist. Bürger können daran teilnehmen und sich dabei über die weitere Beratung sowie die geplante Richtung der Wiesbadener Stadtentwicklung informieren.

Kontakt zur Initiative

Für weitere Informationen zur Petition „Wiesbaden – Grund zum Leben! Luft – Wasser – Nahrung – Wohnen“, die den genannten Flächennutzungsplan und Stadtentwicklung im Fokus hat, steht Tatjana Wink als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Kontakt: Tatjana Wink, „Wiesbaden – Grund zum Leben“
E-Mail: fnp2040@gmx.de

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