Stadtentwicklung
Weichenstellung für Wiesbaden 2040: Magistrat bringt Riesen-Flächennutzungsplan auf den Weg
Wie wächst Wiesbaden in den nächsten zwei Jahrzehnten? Wo entstehen dringend benötigte Wohnungen, wo neue Gewerbeflächen und wie werden Frischluftschneisen und Grünzüge geschützt? Der Magistrat hat am Dienstag den Vorentwurf für den neuen Flächennutzungsplan 2040 verabschiedet. 70 Flächen mit insgesamt 591 Hektar stehen im Fokus. Nach dem Votum der Stadtverordnetenversammlung am 30. September startet ab Ende des Jahres eine umfassende Bürgerbeteiligung.
Symbolfoto
Fundamentale Entscheidungen für das Stadtbild von morgen: Am Dienstag, 15. September, hat der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden den Vorentwurf des neuen Flächennutzungsplans 2040 (FNP) offiziell beschlossen. Damit biegt das wichtigste städtebauliche Steuerungsinstrument der Stadt in die nächste entscheidende Phase ein.
Als übergeordneter Rahmenplan legt der FNP fest, wie sich das Wiesbadener Stadtgebiet in den kommenden 15 bis 20 Jahren entwickeln soll. Die größte planerische Herausforderung besteht darin, Wohnungsnot und Gewerbeansiedlungen mit den drängenden Erfordernissen des Natur-, Klima- und Artenschutzes in Einklang zu bringen.
70 Planungsflächen auf 591 Hektar – Wohnen, Gewerbe und Freiraum
Der jetzt verabschiedete Vorentwurf umfasst insgesamt 70 konkrete Planungsflächen mit einer Gesamtgröße von rund 591 Hektar. Diese teilen sich auf in:
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Wohnbauflächen zur Schaffung von neuem, bezahlbarem Wohnraum,
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Gewerbliche und gemischte Bauflächen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts,
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Sonderbau- und Gemeinbedarfsflächen für Schulen, Kitas und soziale Infrastruktur.
Ein zentraler Baustein des Konzepts ist der integrierte Landschaftsplan: Er stellt sicher, dass überlebenswichtige Frischluftschneisen, Kaltluftentstehungsgebiete und ökologische Freiräume unangetastet bleiben, um das Stadtklima auch in Zeiten heißer Sommer zu sichern.
Stimmen aus dem Rathaus – Ausgleich zwischen Wirtschaft, Wohnen und Natur
Wiesbaden Bürgermeisterin und Planungsdezernentin Christiane Hinninger (Die Grünen) betont die Bedeutung der anstehenden Bürgerbeteiligung. „Bei den anstehenden Beratungen und Beschlüssen kann die Öffentlichkeit umfassend zu Wort kommen und sich aktiv zu den Planungen äußern. Diese Beteiligung ist unerlässlich, da die Anregungen aus der Bürgerschaft unsere Entscheidungsgrundlagen wertvoll anreichern. Sämtliche eingebrachten Hinweise und Stellungnahmen werden im Anschluss sorgfältig geprüft und fließen in die Erarbeitung des Flächennutzungsplan-Entwurfs ein. Nur so können wir am Ende fundierte Beschlüsse für die wichtigen Weichenstellungen der Stadtentwicklung in der Landeshauptstadt treffen“, so Hinninger.
Auch der Leiter des Stadtplanungsamtes, Camillo Huber-Braun, hebt den ganzheitlichen Ansatz hervor: „Mit dem Flächennutzungsplan 2040 sichern wir wichtige Optionen für die Zukunft Wiesbadens. Der Anspruch dieser stadtweiten Planung ist es, die Sicherung des lokalen Klimas, die Stärkung des Wirtschaftsstandortes und die Deckung der dringenden Wohnraumbedarfe in einen gerechten und zukunftsfähigen Ausgleich zu bringen.“
Der Fahrplan – Stadtparlament entscheidet Ende September – Bürgerdialog ab Dezember
Nach dem Magistratsbeschluss wandert das Papier nun in die politischen Gremien:
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Mittwoch, 30. September 2026: Die Stadtverordnetenversammlung berät und stimmt final über den Entwurf ab.
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Dezember 2026: Gezielt für die Bürgerinnen und Bürger veranstaltet die Stadt Informationsabende sowie eine begleitende Fachausstellung, um die Pläne transparent zu veranschaulichen.
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Januar 2027: Start der offiziellen, gesetzlich vorgeschriebenen frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung. Bürger, Verbände und Träger öffentlicher Belange können hier formell ihre Stellungnahmen und Änderungswünsche einreichen.
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InfoBox
Die Fakten zum Flächennutzungsplan 2040 im Überblick:
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Beschluss: Magistrat verabschiedet Vorentwurf am 15. September 2026
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Planungshorizont: 15 bis 20 Jahre (bis 2040)
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Flächenumfang: 70 Teilflächen mit insgesamt ca. 591 Hektar (Wohnen, Gewerbe, Mischgebiete, Gemeinbedarf)
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Schutzfunktion: Integrierter Landschaftsplan für Klima-, Freiraum- und Naturschutz
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Nächster Schritt: Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 30. September 2026
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Bürgerdialog: Info-Veranstaltungen und Ausstellung im Dezember 2026; formelle Beteiligung im Januar 2027


