Fußball

SV Wehen Wiesbaden am Freitagabend beim Aufsteiger Würzburger Kickers

Der SV Wehen Wiesbaden reist nach der 1:3‑Auftaktniederlage in Münster mit klaren Erkenntnissen und frischem Selbstvertrauen zum Aufsteiger Würzburger Kickers. Trainer Daniel Scherning fordert am Freitagabend von seinem Team „brutale Energie“ und klare Abläufe, um die schwierige Aufgabe unter Flutlicht erfolgreich zu meistern.

Von: |Erschienen am: 14. August 2026 08:04|

Foto: Jan Hübner

Der SV Wehen Wiesbaden reist am Freitagabend, 19:00 Uhr, zum Auswärtsspiel nach Würzburg. Am vergangenen Wochenende verlor der SVWW das Auftaktspiel gegen Zweitligaabsteiger Münster.

Scherning: Ergebnis hat nicht zum Spiel gepasst

„Das Ergebnis hat für uns nicht zum Spiel gepasst“, sagte Daniel mit Blick auf die Auftaktniederlage nach der 1:3 Auftaktniederlage gegen Preußen Münster. Inhaltlich habe die Mannschaft viel umgesetzt, was sie sich vorgenommen habe. Statistisch hätte der SVWW drei Tore erzielen müssen, der Expected-Goals-Wert sei extrem hoch gewesen. Ärgernis bleibe dennoch, dass man ein solches Spiel nach dieser Leistung nicht gewonnen habe.

Zielstrebigkeit im Abschluss hat gefehlt

Aus der Analyse habe das Team gelernt, in beiden Strafräumen effektiver zu agieren. „Zwischen den Strafräumen haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht, wir waren dominant“, so Scherning. Was gefehlt habe, sei die letzte Zielstrebigkeit im Abschluss gewesen. Daran habe man in der Woche gearbeitet.

Bogicevic und Hübner müssen weiter passen

Personell müssen Daniel Bogicevic und Florian Hübner weiterhin passen. „Es werden aber auch die einzigen beiden Ausfälle sein“, betonte der Trainer. Der Kader stehe unverändert zur Verfügung. Für Tim Neubert, der gegen Münster nicht im Kader stand, gab es eine klare Einschätzung: Eine nicht ganz so gute Vorbereitung im Vergleich zu den anderen Spielern auf seiner Position sei der Hauptgrund gewesen. Zudem habe man mit David Suarez, Ben Nink und Gino Fechner genügend Alternativen in der letzten Linie gehabt.

Würzburg mit schnellem Umschaltspiel und Konter

Gegen Würzburg erwartet der SVWW-Trainer einen euphorisierten Aufsteiger im ersten Heimspiel. „Sie sind gut organisiert, stellen Umschaltspiel und Konter in den Mittelpunkt“, analysierte Scherning. Mit David Kinsombi und Ivan Franjic verfüge das Team über entwicklungsfähige Zentrumsspieler, mit Tarsis Bonga über einen für die Liga hervorragenden Stürmer. „Da geht’s darum, klare Abläufe zu haben, eine gewisse Ruhe, aber vor allem auch Ekeligkeit in den Zweikämpfen und einfach eine brutale Energie“, forderte Daniel.

Arbeit an der Boxbesetzung

Um Druckphasen besser in Tore umzumünzen, habe man in der Woche an Abläufen in der Boxbesetzung gearbeitet. „Räume besser attackieren, beweglicher im Einlaufverhalten sein“, waren die angestrebten Maßnahmen. Die Spieler müssten vorm Tor Entscheidungen treffen und Konsequenz in den Abschlüssen zeigen. „Da sind noch ein paar Prozent Entwicklungspotenzial“, so der Coach im Spieltagsinterview.

Scherning mag Flutlichtspiele

Das Freitagsspiel um 19:00 Uhr sieht der Trainer eher als Vorteil. „Flutlichtspiele mag ich sehr. Wenn das dann freitags ist, umso cooler“, sagte er. Man starte als einziges Spiel in den Spieltag, der Fokus liege auf diesem einen Spiel. „Und so freuen wir uns drauf: Flutlichtspiel in Würzburg gegen eine gute Mannschaft. Was gibt’s an einem Wochenende Schöneres?“

Gute Leistung bringen und auf drei Punkte gehen

Überraschen wolle man den Gegner nicht. „Es geht gar nicht darum, irgendjemand zu überraschen“, betonte Scherning. Beide Teams wüssten gut voneinander, wie sie spielen. „Da geht’s darum, am Freitag eine gute Leistung auf den Platz zu bringen, die uns dazu berechtigt, bei einem sehr, sehr schweren Auswärtsspiel auf drei Punkte zu gehen.“

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