Neuer Kurs

Nach Lüttich-Rücktritt: Weber übernimmt Volt-Fraktionsspitze

In Wiesbaden ordnet Volt nach turbulenten Tagen seine Reihen neu und sendet deutliche Signale für die kommenden politischen Entscheidungen. Wer künftig Verantwortung trägt und welche Weichen jetzt gestellt werden, deutet sich an.

Von: |Erschienen am: 28. April 2026 15:27|

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Nach dem Rücktritt von Moira Lüttich infolge massiver Hassnachrichten hat Volt Wiesbaden die politische und organisatorische Neuaufstellung für die kommende Wahlperiode vollzogen. Details zu Art und Umfang der Anfeindungen wurden bisher nicht veröffentlicht.

Achim Sprengard rückt für Lüttich in die Stadtverordnetenversammlung nach, Daniel Weber übernimmt den Vorsitz der Fraktion. Zudem soll Christiene Jouaux-Frönd weiterhin als ehrenamtliche Beigeordnete im Magistrat tätig sein.

Solidarität nach Rücktritt von Moira Lüttich

Der Rückzug von Moira Lüttich hatte parteiübergreifend Betroffenheit ausgelöst. Volt betont erneut die große Unterstützung aus Politik und Stadtgesellschaft.

„Die vergangene Woche hat uns alle tief getroffen. Gleichzeitig zeigt die breite Solidarität aus den demokratischen Parteien, dass unsere Stadt zusammensteht, wenn es darauf ankommt. Hierfür möchte ich mich im Namen von Volt herzlich bedanken“, erklärt Edwin Meier, Co-Vorsitzender von Volt Wiesbaden.

Achim Sprengard übernimmt Mandat

Mit Achim Sprengard kehrt ein erfahrener Kommunalpolitiker in die Stadtverordnetenversammlung zurück. Der Wirtschaftsprüfer war bereits in der vergangenen Wahlperiode Teil der Volt-Fraktion und arbeitete vor allem in den Bereichen Finanzen, Beteiligungen und Revision. Diese Schwerpunkte will er auch künftig fortführen.

„Ich freue mich, Verantwortung zu übernehmen und die Arbeit in der Stadtverordnetenversammlung fortzusetzen. Gerade bei Finanzen und Revision braucht Wiesbaden klare Prioritäten, Transparenz und nachhaltige Entscheidungen“, so Sprengard.

Daniel Weber führt die Fraktion

Die Fraktion hat Daniel Weber zum neuen Vorsitzenden gewählt und setzt damit ein Signal für Geschlossenheit und Kontinuität. „Wir gehen geschlossen in die neue Wahlperiode. Unser Ziel ist klar: Wir wollen Wiesbaden aktiv mitgestalten und konstruktive Lösungen ermöglichen“, betont Weber.

Er verweist auf die Erfahrungen aus fünf Jahren Regierungsverantwortung und hebt die Bedeutung verlässlicher Zusammenarbeit, solider Finanzen und transparenter Politik hervor. „Auf dieser Grundlage sind wir offen für gute, demokratische Lösungen im Sinne unserer Stadt.“

Wiesbaden weiterentwickeln

Auch Parteichef Edwin Meier unterstreicht die gemeinsame Linie: „Volt hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass wir Verantwortung übernehmen und konstruktiv mitgestalten können. Diesen Weg wollen wir fortsetzen.

Unser Anspruch ist es, Wiesbaden gemeinsam mit anderen demokratischen Kräften zukunftsfähig weiterzuentwickeln, verlässlich, lösungsorientiert und mit einem klaren Blick für soziale Balance.“

Nominierung für den Magistrat

Im Zuge der anstehenden Wahl der ehrenamtlichen Beigeordneten hat Volt Wiesbaden seine Vorschläge eingereicht. Erneut nominiert ist Christiene Jouaux-Frönd, die bereits in der vergangenen Wahlperiode im Magistrat tätig war. „Mit unserer Liste setzen wir bewusst auf Erfahrung und Kontinuität. Die enge Abstimmung zwischen Partei und Fraktion zeigt, dass wir als Team handeln“, erklärt Edwin Meier.

Jouaux-Frönd selbst blickt der möglichen Wiederwahl mit großem Verantwortungsbewusstsein entgegen: „Ich danke Volt für das Vertrauen. Die Arbeit im Magistrat ist eine große Verantwortung, die ich weiterhin mit vollem Einsatz wahrnehmen möchte. Mein Ziel ist es, die Verwaltung transparent, effizient und bürgernah weiterzuentwickeln.“

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