Politischer Einschnitt

Nach massiven Anfeindungen: Volt-Frontfrau Moira Lüttich tritt sofort zurück

In Wiesbaden sorgt ein unerwarteter Schritt für Aufsehen: Eine zentrale Persönlichkeit der Volt-Partei zieht sich abrupt aus dem politischen Alltag zurück. Details, die hinter dieser Entscheidung stecken, bleiben aufgrund der aktuellen Ermittlungsphase vorerst offen.

Von: |Erschienen am: 22. April 2026 17:12|

Foto: Volt Wiesbaden

Die Volt-Politikerin Moira Lüttich, die gerade erst von ihrer Rathausfraktion zur Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde und stellvertretende Vorsitzende ihrer Partei in Wiesbaden war, legt mit sofortiger Wirkung all ihre Partei- und Fraktionsämter nieder.

Die Entscheidung folgt auf massive Hassnachrichten, die sie und ihre Familie über soziale Medien, insbesondere Instagram-Mitteilungen erreicht haben. Nach Angaben der Partei überschreiten Umfang und Inhalt dieser Angriffe deutlich das Maß dessen, was ehrenamtlich engagierten Kommunalpolitikerinnen zugemutet werden kann.

Reaktionen aus der Parteispitze

Edwin Meier, Co-Vorsitzender von Volt Wiesbaden, zeigt sich tief betroffen von den Vorfällen. „Wir sind zutiefst erschüttert vom Hass, den Moira Lüttich und ihre Familie in den letzten Wochen ertragen mussten“, erklärt er.

„Wir bedauern ihren Rücktritt zutiefst. Zugleich haben wir vollstes Verständnis, dass Moira ihre Kinder und ihre Familie über den Politikbetrieb mit all seinen Ämtern stellt. Wir werden sie auf diesem Weg bestmöglich unterstützen.“

Einschätzung aus dem Umfeld

Da Moira Lüttich derzeit keine Interviews gibt, hat sich die Redaktion an ihren Parteikollegen Philip Lanker, der als Ansprechpartner genannt wurde, gewandt. Er berichtet, dass sich die Situation in den vergangenen Tagen deutlich zugespitzt habe.

Ob die Hassnachrichten auf ein bestimmtes Thema zurückzuführen sind, ob einzelne Personen oder eine größere Gruppe dahinterstehen oder ob es sich um einen sogenannten Shitstorm handelt, könne aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt werden. Bereits im zurückliegenden Wahlkampf, bei dem Volt vier Mandate erringen konnte,  sei aufgefallen, dass vor allem Plakate mit ihrem Bild verstärkt Ziel von Zerstörungen waren.

Würdigung ihres Engagements

Nach dem Rücktritt wegen Hassnachrichten betont Volt Wiesbaden die große Wertschätzung für Moira Lüttichs Arbeit in den vergangenen Jahren. Besonders ihr Einsatz im Kommunalwahlkampf habe maßgeblich dazu beigetragen, dass die Partei in Wiesbaden Stimmen und Sitze hinzugewinnen konnte.

Innerhalb des Teams habe sie durch ihre herzliche, offene und humorvolle Art wichtige Impulse gesetzt und die gemeinsame Arbeit nachhaltig geprägt.

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