Handball

HSG Breckenheim Wallau/Massenheim trotzt Personalnot – Starker Auswärtssieg in Obernburg

Trotz Mini-Kader hat die Ländches-HSG am Sonntag in Obernburg beeindruckende Widerstandskraft bewiesen und zwei wichtige Auswärtspunkte geholt. Mit kluger Taktik und großem Teamgeist trotzte das Schimmelbauer-Team allen Widrigkeiten.

Von: |Erschienen am: 1. Februar 2026 22:10|

Archivfoto

Die Voraussetzungen hätten kaum schwieriger sein können: Mit zahlreichen langfristigen Ausfällen und dem kurzfristigen Wegfall von Yannick Sinnecker reiste die HSG Breckenheim Wallau/Massenheim am Sonntag nach Obernburg. Auf der Bank standen lediglich drei Feldspieler bereit – eine Situation, die Trainer Tobias Schimmelbauer zu einer ungewöhnlichen Maßnahme zwang. Sowohl er selbst als auch der im Sommer eigentlich zurückgetretene Philipp Botzenhardt schlüpften erneut ins Trikot, um den Kader überhaupt spielfähig zu halten. Insgesamt standen nur elf Feldspieler zur Verfügung, darunter gleich drei Kreisläufer.

Knappe Halbzeitführung

Doch die personelle Notlage erwies sich nicht als Handicap. Die Ländches-HSG startete konzentriert in die Partie, ließ sich auch von einem zwischenzeitlichen Rückstand im ersten Durchgang nicht aus der Ruhe bringen und fand schnell wieder in die Spur. Nach einer Phase ausgelassener Chancen setzte das Team ein Ausrufezeichen: Vier Treffer in Serie brachten die Kontrolle zurück und ermöglichten eine knappe Halbzeitführung.

Rote Karte brachte Mannschaft nicht aus dem Konzept

Um Kräfte zu schonen, agierte das Regio-Team phasenweise mit sieben Feldspielern im Angriff und setzte auf lange, geduldige Ballbesitzphasen. Diese Strategie zahlte sich aus. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zunächst ausgeglichen, ehe sich die Ländches-HSG Schritt für Schritt absetzen konnte. Selbst die Rote Karte gegen Lennard Beer kurz nach der Pause brachte die Mannschaft nicht aus dem Konzept.

Verdienter Auswärtssieg

Im zweiten Durchgang übernahm vor allem der Rückraum Verantwortung. Spielmacher Simon Vormbrock führte klug Regie, setzte Akzente im Abschluss und hielt den Vorsprung konstant. Auf das sonst typische Tempospiel verzichtete die HSG bewusst und legte den Fokus auf Fehlervermeidung sowie einen stabilen Rückzug in die Defensive.

Am Ende stand ein verdienter Auswärtssieg, der weit mehr war als nur zwei Punkte. Er war ein Beweis für mannschaftliche Geschlossenheit, taktische Reife und außergewöhnliche Einsatzbereitschaft – und damit unter den gegebenen Umständen besonders hoch einzuschätzen.

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InfoBox

TuSpo Obernburg – HSG Breckenheim Wallau/Massenheim 28:32 (12:14)

HSG BWM: Schermuly, Quandt (beide Tor) – Kummerer (9 Tore), Vormbrock, Krawczak (6), Göttert (4), Gottron (3), Schaeffter, Beer, Botzenhardt, Lange (je 1), Schimmelbauer