Fußball
SV Wehen Wiesbaden reist mit klarem Auftrag nach Cottbus
Nach der bitteren Niederlage gegen Osnabrück fordert Cheftrainer Daniel Scherning am Samstag in Cottbus einen geschlossenen, widerstandsfähigen Auftritt. Im LEAG Energie Stadion wartet ein emotionales Duell gegen einen Gegner, der im Aufstiegsrennen unter Volldampf steht.
Archivfoto: Andreas Volz
Zum letzten Auswärtsspiel der Saison tritt der SV Wehen Wiesbaden am Samstag, 14:00 Uhr, beim FC Energie Cottbus an. Die Partie wird beim RBB im Free-TV übertragen. Zwei Spieltage vor Schluss wartet auf die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Scherning eine der anspruchsvollsten Aufgaben der Rückrunde. Ein Duell im ausverkauften LEAG Energie Stadion, in dem die Gastgeber im Aufstiegskampf unter enormem Druck stehen. Bei einem Sieg behält Cottbus den zweiten Tabellenplatz und hat dann die beste Ausgangslage für den letzten Spieltag. Am Freitagabend patzte Konkurrent MSV Duisburg beim feststehenden Absteiger FC Erzgebirge Aue. Es gab nur ein torloses Unentschieden. Für den SVWW geht es darum, nach zuletzt acht sieglosen Partien wieder Stabilität zu finden und ein Zeichen zu setzen. Die letzten drei Punkte datieren vom 7. März gegen VfB Stuttgart II.
Aufarbeitung der Osnabrück-Niederlage
Die späte 2:3-Niederlage gegen den VfL Osnabrück wirkt nach. Vor allem der Gegentreffer in der Nachspielzeit nach einer Standardsituation ärgerte Scherning nachhaltig. „Die Art und Weise tut weh“, sagte der Trainer rückblickend. Die besondere Atmosphäre mit vielen Gästefans, Platzsturm und hoher Emotionalität habe den Spieltag zusätzlich geprägt. In der Analyse rückte erneut die Standardverteidigung in den Fokus. Trotz sieben erzielter Tore in den vergangenen drei Partien holte der SVWW nur zwei Punkte. „Der Aufwand passt aktuell nicht zum Ertrag“, stellt Scherning fest.
Personal: Rückkehrer und Ausfälle
Niklas May kehrt nach seiner Gelb-Roten Karte zurück. Auch bei Orestis Kiomourtzoglou besteht Hoffnung auf einen Einsatz, nachdem der Mittelfeldspieler zuletzt muskuläre Probleme hatte. Dagegen fehlen Fabian Greilinger (Gelbsperre), Donny Bogicevic (Magen-Darm-Infekt) und Milad Nejad (Wadenprobleme). Weiterhin nicht einsatzfähig sind Gino Fechner (Muskelfaserriss), Florian Hübner (leichte Gehirnerschütterung) und Ryan Johansson (Adduktorenprobleme).
Cottbus: Heimstark, offensiv, emotional
Mit Energie Cottbus wartet ein Gegner, der im eigenen Stadion traditionell mit viel Druck nach vorne spielt. Die Lausitzer bestreiten ihr letztes Heimspiel der Saison. „Uns erwartet eine extrem intensive Partie. Für ein Auswärtsteam ist das keine einfache Aufgabe. Aber genau das muss uns auch motivieren“, betont Scherning. Rund 20.000 Zuschauer werden erwartet, die Atmosphäre dürfte entsprechend aufgeheizt sein.
Scherning: Brauchen Zusammenhalt und Energie
Scherning fordert von seiner Mannschaft einen geschlossenen, klaren und widerstandsfähigen Auftritt. „Wir müssen das Stadion kontrollieren über unsere Energie, unsere Lautstärke und unseren Umgang mit der Atmosphäre“, sagt Scherning im Spieltagsinterview. In Umschaltsituationen müsse der SVWW konsequent agieren, gleichzeitig gelte es, die gefährlichen Cottbuser Gegenangriffe zu unterbinden. „Wir brauchen Zusammenhalt und Energie. Wenn wir dort bestehen, gibt uns das für die restlichen Aufgaben viel Kraft.“, sagt der Trainer. Trotz der schwierigen Phase betont Scherning die Qualität seines Teams. „Wir sind eine gute Mannschaft. Das haben wir im Hinspiel und in vielen Spielen dieser Saison gezeigt.“ Entscheidend sei, dass dieser Glaube am Samstag sichtbar werde.
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