Fußball

Vor Viktoria Köln Auswärtsauftritt: SV Wehen Wiesbaden will zurück zu alten Stärken

Nach zwei deutlichen Niederlagen fordert Trainer Daniel Scherning vor dem Gastspiel in Köln am Samstagnachmittag eine Rückkehr zu defensiver Stabilität und klaren Abläufen. Der SVWW müsse wieder jene Tugenden zeigen, die das Team lange ausgezeichnet haben.

Von: |Erschienen am: 11. April 2026 09:40|

Foto: Andreas Volz

Zum Abschluss der Englischen Woche steht für den SV Wehen Wiesbaden am 33. Spieltag der 3. Liga die Auswärtsaufgabe beim FC Viktoria Köln an. Anpfiff im Sportpark Höhenberg ist am Samstag, 11. April, um 14:00 Uhr. Nach zwei Niederlagen in Folge und insgesamt sieben Gegentoren fordert Cheftrainer Daniel Scherning im Spieltagsinterview eine deutliche Reaktion seiner Mannschaft. Personell kann er dabei wieder auf Justin Janitzek zurückgreifen, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Weiterhin verzichten muss der SVWW dagegen auf Gino Fechner, der mit einem Muskelfaserriss im linken Oberschenkel ausfällt.

Analyse der Rückschläge

Scherning macht keinen Hehl daraus, dass die vergangenen beiden Partien schmerzhafte Erkenntnisse geliefert haben. „Im Moment werden viele Fehler von uns direkt bestraft“, sagt der Trainer. Der Fokus liege nun darauf, zu den Grundtugenden zurückzukehren, die das Team über weite Strecken der Saison ausgezeichnet hätten: kollektives Verteidigen, Aggressivität in den direkten Duellen und ein aktives Gegenpressing. Besonders das Umschalten nach Ballverlust habe man in den Mittelpunkt der Analyse gestellt.

Aufarbeitung im Team

Die kurze Zeit zwischen den Spielen erschwert umfangreiche Trainingsarbeit, weshalb die Aufarbeitung vor allem in intensiven Gesprächen stattfand. „Die Mannschaft kann besser Fußball spielen, als sie es zuletzt gezeigt hat“, betont Scherning. Die defensive Instabilität, sieben Gegentore in zwei Spielen, sei ein Warnsignal. „Wir haben uns immer darüber definiert, eine der besten Defensivreihen der Liga zu sein. Ein Stück dieser Identität haben wir verloren.“ Gegen Köln müsse das Team wieder deutlich kompakter auftreten, fordert Scherning.

Hessenpokal bleibt wichtig – Liga hat Priorität

Trotz der aktuellen Lage bleibt der Hessenpokal ein zentrales Ziel. Das Halbfinale habe gezeigt, wie ernst der SVWW den Wettbewerb nehme. Gleichzeitig sei nach der Niederlage gegen Rostock der Traum vom Aufstieg „ein Stück weit geplatzt“, was man der Mannschaft angemerkt habe. Die Liga stehe nun im Vordergrund, das Pokalfinale in sechs Wochen sei aber weiterhin fest im Blick.

Blick auf den Gegner

Mit Viktoria Köln wartet eine spielstarke Mannschaft, die sich über Ballbesitz definiert und zuletzt nach vier Niederlagen wieder in die Spur gefunden hat. Besonders die vielen Hereingaben und die Kopfballstärke im Zentrum machen die Kölner gefährlich. Sein Team muss im defensiven Umschaltspiel besser sein, um dem Gegner ihre Ballbesitzphasen zu nehmen, so der Matchplan.

Ausblick auf die kommende Saison

Die aktuelle Phase sieht der Trainer auch als Standortbestimmung für die Zukunft. Wer Verantwortung übernimmt, wer Energie gibt, wer kommuniziert und all das fließe in die Kaderplanung ein. Zudem sollen junge Spieler weiterhin Einsatzzeiten erhalten, um ihre Rolle für die kommende Saison zu definieren. „Du siehst nicht nur in guten Phasen, was eine Mannschaft braucht, sondern auch in schwierigen, was ihr fehlt“, sagt Scherning. Daraus gilt es die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von Wiesbadenaktuell.de und folgen Sie uns auch auf Instagram sowie auf Threads!