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SV Wehen Wiesbaden siegt mit spätem Doppelpack gegen 1. FC Schweinfurt 05

Die Heimspielserie des SV Wehen Wiesbaden wird fortgesetzt. Am Samstagnachmittag sah es lange gegen den Tabellenletzten 1. FC Schweinfurt 05 nach einem Unentschieden aus. Ein Doppelpack kurz vor Ende sorgte für Begeisterung auf den Rängen. NLZ-Spieler Ibrahim Ati Allah erzielte einen Treffer bei seinem zweiten Kurzeinsatz für die Profis.

Von: |Erschienen am: 7. Februar 2026 15:56|

Fotos: Andreas Volz

Der SV Wehen Wiesbaden wollte am Samstag seine starke Heimserie von drei Siegen ausbauen. Nach dem 1:1‑Unentschieden am vergangenen Spieltag in Essen blieb das Team von Daniel Scherning weiterhin in Schlagdistanz zu den oberen Tabellenplätzen. Trotz der klaren Tabellenkonstellation warnte der Chefcoach eindringlich davor, das abgeschlagene Schlusslicht 1. FC Schweinfurt 05 zu unterschätzen.

Zwei Änderungen in der SVWW‑Startelf

Scherning nahm zwei Wechsel in der Anfangsformation vor: Nicolas Agrafiotis kehrte nach abgesessener Gelbsperre zurück, zudem begann Ryan Johansson von Beginn an. Weiterhin fehlten einige Spieler verletzungsbedingt: Orestis Kiomourtzoglou (Aufbautraining nach Muskelverletzung), Simon Stehle (Oberschenkelverletzung), Florian Stritzel (Aufbautraining nach Muskelverletzung) sowie David Suárez (Aufbautraining nach Innenbandteilriss). Bei den Gästen rückten Tim Latteier, Winners Osawe, Manuel Wintzheimer und Luca Zeller neu in die Startelf.

Torlose erste Hälfte

Pünktlich zum Anpfiff zeigte sich die Sonne über der BRITA‑Arena. Auf dem Platz bot sich jedoch zunächst wenig Spektakuläres. Der SVWW bestimmte das Geschehen, kam aber nicht zum Torerfolg. In der 13. Minute wurde SVWW-Kapitän Fatih Kaya nach Zuspiel von Mockenhaupt im Strafraum zu Fall gebracht, doch Schiedsrichter Justin Hansmann entschied gegen einen Elfmeter. Glück für die Gäste. Agrafiotis prüfte Weisbäcker in der 22. Minute mit einem platzierten Schuss aus 18 Metern, weitere Chancen kurz vor der Pause blieben ebenfalls ungenutzt.

Einwechslungen bringen Schwung

Ohne Wechsel ging es in die zweite Hälfte, in der die Rot‑Schwarzen den Führungstreffer früh auf dem Fuß hatten. Gözüsirin (49.) zog nach einer abgewehrten Flanke aus 18 Metern ab, doch erneut parierte Weisbäcker stark. Auf der Gegenseite verpasste Osawe (54.) die Gästeführung nach einem Pass.

Doppelpack kurz vor Schluss

Mit mehreren Einwechslungen erhöhte der SVWW den Druck. Mockenhaupt (72.) scheiterte aus spitzem Winkel erneut am gut aufgelegten Gäste‑Keeper. Es sah lange nach einem Unentschieden aus. Allerdings fiel die Entscheidung erst in der Schlussphase: In der 88. Minute traf Moritz Flotho nach einer Flanke von Greilinger zum erlösenden 1:0. Nur zwei Minuten später legte der 18‑jährige NLZ‑Spieler Ibrahim Ati Allah nach und verwertete eine Hereingabe von Flotho aus kurzer Distanz zum 2:0, sein erstes Profi-Tor im zweiten Kurzauftritt. Die fünfminütige Nachspielzeit überstand der SVWW souverän und baute seine Heimserie weiter aus.

Ati Allah zweijüngster Torschütze

Das erste Tor von U19-Spieler Ati Allah ist etwas besonderes. Mit 18 Jahren, 9 Monaten und 11 Tagen ist er der zweijüngste Torschützer im rot-schwarzen Dress. Marius Kleinsorge war ganze fünf Tage jünger. Er erzielte im Heimspiel gegen Borussia Dortmund II im August 2014 das entscheidende 1:0 in den Schlussminuten und ist damit bis heute Rekordhalter, wie der SVWW am Dienstag bekannt gab.

Schweinfurts Trainer  Kleinhenz enttäuscht

Gäste-Coach Viktor Kleinhenz zeigte sich tief enttäuscht darüber, erneut ein Spiel in der Endphase aus der Hand gegeben zu haben. Er lobte den aufopferungsvollen Einsatz seiner Mannschaft und betonte, dass Schweinfurt über weite Strecken „richtig gut Fußball gespielt“ habe. Allerdings fehle weiterhin der letzte Punch im Angriff. Bis kurz vor Ende der Partiee habe er zudem „keine klaren Torchancen von Wehen Wiesbaden“ gesehen.

Geduld war gefragt – Einwechselspieler haben Impulse gegeben

SVWW-Trainer Daniel Scherning betonte, dass seine Mannschaft von Beginn an auf Geduld eingestellt war – notfalls bis weit in die Schlussphase hinein. Die Einwechselspieler hätten erneut „einen riesigen Impact“ gehabt, weshalb er bewusst mutig und offensiv gewechselt habe, um das Momentum zu erzwingen. Gleichzeitig sprach er offen die Phasen an, in denen sein Team „zu träge und behäbig“ agierte. Dennoch habe er stets das Gefühl gehabt, dass sein Team jederzeit ein Tor erzielen könne. Der Sieg sei am Ende nicht unverdient gewesen.

Matchplan aufgegangen

Sascha Mockenhaupt hob hervor, dass der Matchplan des Trainers exakt aufgegangen sei: lange geduldig bleiben. Das Tor kann auch spät fallen und dank der Qualität im Kader durch späte Einwechslungen nachlegen. „Es ist ein typisches, intensives Drittliga-Spiel gewesen, das man nur mit großem Aufwand gewinnen kann. Der aktuelle Lauf hilft dabei, solche Partien auf die eigene Seite zu ziehen“, so Mockenhaupt. Besonders betonte er die Bedeutung der Breite im Kader und die Rolle der Bank. Mit diesem Pfund kann man auch zum Ende des Spiels noch neue Impulse setzen.

Heimspiel gegen Duisburg

Am Samstag, 14. Februar, steht bereits das nächste Heimspiel an. In der BRITA‑Arena wird die Partie gegen den MSV Duisburg um 14:00 Uhr angepfiffen.

Eine Fotostrecke mit 136 Bildern vom Spiel gibt es hier

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InfoBox

SV Wehen Wiesbaden – 1. FC Schweinfurt 05 2:0 (0:0)

SV Wehen Wiesbaden: Brdar – Gillekens, Hübner, Janitzek – Mockenhaupt, Gözüsirin, Bogicevic (61. Kalem), May (68. Greilinger) – Kaya (83. Ati Allah), Johansson (68. Schleimer) –  Agrafiotis (61. Flotho).

1. FC Schweinfurt: Weisbäcker – Trslic, Geis (c), Krätschmer – Langhans, Osawe, Angleberger, Zeller (68. Meißner) – Latteier (68. Forkel) – Shuranov (77. Grimbs), Wintzheimer (77. Müller).

Tore:
1:0 Flotho (88.)
2:0 Ati Allah (90.)

Gelbe Karten:
Mockenhaupt, Kaya, Amsif (Torwarttrainer), Greilinger / Geis, Wintzheimer

Schiedsrichter:
Justin Hasmann

Zuschauer:
3.592

3. Liga Saison 2025/26 – Hinrunde
Winterpause 
24. Spieltag | Samstag, 14. Februar, 14:00 Uhr: SVWW – MSV Duisburg
Hessenpokal Viertelfinale Mittwoch, 18. Februar, 19:00 Uhr: FSV Fernwald – SVWW
25. Spieltag | Samstag, 21. Februar, 19:30 Uhr: Jahn Regensburg – SVWW
26. Spieltag | Samstag, 28. Februar, 14:00 Uhr: SVWW – FC Ingolstadt 04
27. Spieltag | Mittwoch, 4. März, 14:00 Uhr: 1. FC Saarbrücken – SVWW