Rollstuhlbasketball

Deutliche Niederlage bremst Rhinos aus

Nach dem Überraschungserfolg beim RSV Lahn-Dill konnten die Rhine River Rhinos in Warendorf nicht nachlegen. Bei Spinto Münsterland fanden die Wiesbadener nie richtig ins Spiel und mussten sich am Ende klar geschlagen geben.

Von: |Erschienen am: 4. November 2026 20:47|

Foto: Ana Sasse

Nach dem Auswärtssieg im Hessenderby gegen den RSV Lahn-Dill wollten die Rhine River Rhinos mit Selbstvertrauen in die Partie bei Spinto Münsterland gehen. Doch die Gastgeber erwischten den deutlich besseren Start und setzten die Wiesbadener von Beginn an unter Druck.

Während die Rhinos offensiv nur schwer in ihren Rhythmus fanden, nutzte Münsterland seine Chancen konsequent. Bereits nach dem ersten Viertel lag das Team von Headcoach Chris Huber mit 11:26 zurück. Auch im zweiten Abschnitt gelang es den Gästen nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Beim Stand von 22:42 aus Wiesbadener Sicht ging es in die Halbzeitpause.

Münsterland bleibt spielbestimmend

Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Rhinos kein Mittel, um das Spiel noch einmal spannend zu machen. Zwar versuchte die Mannschaft, mehr Stabilität in ihre Aktionen zu bringen und offensiv bessere Lösungen zu finden, doch Münsterland blieb treffsicher und kontrollierte die Begegnung.

Die Gastgeber bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus und ließen keine Aufholjagd der Wiesbadener zu. Trotz aller Bemühungen mussten die Rhinos die Überlegenheit des Gegners anerkennen und sich schließlich mit 55:82 geschlagen geben.

Huber vermisst Energie und Konstanz

Entsprechend enttäuscht zeigte sich Headcoach Chris Huber nach der Begegnung. „Heute sind wir alle enttäuscht über unsere eigene Leistung. Münsterland hat hervorragend gespielt und auch schwierige Würfe trotz guter Verteidigung gemacht. Unser Gegner hat heute vor allem mehr Energie und Intensität an den Tag gelegt“, erklärte der Coach.

Mit Blick auf die kommenden Wochen richtete Huber den Fokus bereits auf die Trainingsarbeit: „Wir wissen, dass wir besser spielen können und werden in den nächsten zwei Wochen hart daran arbeiten, über 40 Minuten ein konstant solides Level zu erreichen.“

Kampfgeist trotz klarer Niederlage

Auch Spieler Jim Palmer hob nach der Partie hervor, dass die Mannschaft trotz des deutlichen Rückstands nie aufgesteckt habe. „Wir sind offensiv nur schwer ins Spiel gekommen, während Münsterland von Beginn an sehr treffsicher war und dieses Niveau über die gesamte Partie gehalten hat. Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir trotz des Rückstands weitergekämpft und nicht aufgegeben haben“, sagte Palmer. Die Niederlage offenbare zwar noch einige Baustellen, liefere zugleich aber wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung der Mannschaft.

Blick nach vorn: Nächster Härtetest wartet

Nach drei Saisonspielen stehen für die Rhine River Rhinos nun ein Sieg und zwei Niederlagen zu Buche. Während der Erfolg gegen den RSV Lahn-Dill das vorhandene Potenzial des Teams zeigte, machte die Partie in Warendorf deutlich, dass es noch an der nötigen Konstanz fehlt.

Die zweiwöchige Spielpause kommt den Wiesbadenern nun gelegen. Bis zur nächsten Begegnung am Samstag, 14. November, bei den RSB Thuringia Bulls will das Team die richtigen Schlüsse aus der Niederlage ziehen und wieder an die stärkeren Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen.

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InfoBox

Spinto Münsterland – Rhine River Rhinos 82:55

Platz Mannschaft Spiele Siege Niederlagen Körbe Differenz Punkte
1 RSB Thuringia Bulls 3 3 0 283:150 +133 6:0
2 BBC Münsterland 3 2 1 218:178 +40 4:2
3 RSV Lahn-Dill 3 2 1 214:201 +13 4:2
4 RB Zwickau 2 1 1 110:112 −2 2:2
5 Rhine River Rhinos Wiesbaden 3 1 2 170:200 −30 2:4
6 Hannover United 2 1 1 100:133 −33 2:2
7 RBC Köln 99ers 1 0 1 67:85 −18 0:2
8 Trier Dolphins 1 0 1 66:98 −32 0:2
9 RBB München Iguanas 2 0 2 76:147 −71 0:4