Vorbereitungen

Mit modernem Bodenaufbau zum PfingstTurnier 2027

Mit einer aufwendigen Bodensanierung erhält der Turnierplatz des PfingstTurniers Wiesbaden eine moderne Grundlage für kommende Veranstaltungen. Statt eines kompletten Neuaufbaus setzt der Wiesbadener Reit- und Fahr-Club auf eine nachhaltige Lösung, die Technik, Umwelt und den historischen Schlosspark gleichermaßen berücksichtigt.

Von: |Erschienen am: 27. Oktober 2026 17:50|

Foto: WFRC

Der traditionsreiche Turnierplatz im Schlosspark Wiesbaden-Biebrich wird derzeit umfassend modernisiert. Nach den Herausforderungen durch die starken Niederschläge beim PfingstTurnier 2025 entschied sich der Wiesbadener Reit- und Fahr-Club (WRFC), die Entwässerung und Belastbarkeit des Rasens grundlegend zu verbessern. Gemeinsam mit der Spezialfirma GREEN-CONSULT wurde ein Konzept entwickelt, das auf die gezielte Optimierung des vorhandenen Bodens setzt, anstatt die gesamte Fläche neu aufzubauen.

„Ein kompletter Neuaufbau wäre möglich gewesen“, erläutert Michel Poncelet von der Spezialfirma. „Wir haben uns jedoch bewusst dafür entschieden, den bestehenden Boden zu verbessern. Das war technisch anspruchsvoller, bot aber Vorteile bei Zeitplan, Nachhaltigkeit und vor allem beim Schutz der vorhandenen Bäume.“

Millionenfach perforiert

Die praktische Umsetzung übernahm WRFC-Greenkeeper Burkhard Selzer. Zunächst wurde der alte Rasen abgefräst und die Fläche mit Sand verbessert. Anschließend kamen verschiedene Spezialmaschinen zum Einsatz, die tiefe Schlitze und zahlreiche Löcher in den Boden einarbeiteten. Ziel war es, zusätzliche Wege für Wasser und Wurzeln zu schaffen.

Insgesamt entstanden so rund vier Millionen größere und kleinere Öffnungen im Turnierplatz. „Vereinfacht gesagt: Der Platz ist jetzt praktisch durchlöchert“, beschreibt Selzer die umfangreichen Arbeiten. Der eingebrachte Sand sorgt dafür, dass Niederschläge künftig deutlich besser versickern können und sich gleichzeitig ein stabiles Wurzelsystem entwickelt.

Bestehende Strukturen bleiben erhalten

Ein wesentlicher Vorteil des gewählten Verfahrens bestand darin, dass die vorhandene Rasentragschicht größtenteils erhalten werden konnte. Statt eines vollständigen Bodenaustauschs wurde die bestehende Struktur gezielt verbessert und mit Sand vermischt. Dadurch blieb auch das empfindliche Wurzelsystem der historischen Parkbäume weitgehend unangetastet.

„Wir wollten eine technisch überzeugende Lösung finden, die die besonderen Gegebenheiten dieses Platzes respektiert“, betont Poncelet. Vor Beginn der Arbeiten seien die Wurzeln der umliegenden Bäume detailliert untersucht worden, um Schäden zu vermeiden.

Pflege bis zum PfingstTurnier 2027

Bis zum nächsten PfingstTurnier steht nun die Entwicklung der neuen Rasenfläche im Mittelpunkt. Regelmäßiges Mähen, biologische Düngung sowie der Einsatz von Biostimulanzien sollen optimale Bedingungen schaffen. Auch die Entfernung von Laub, Eicheln und Kastanien gehört zu den laufenden Aufgaben.

Die Firma GREEN-CONSULT begleitet diesen Prozess mit einem pestizidfreien Pflegeprogramm. „Das Organisationskomitee war von diesem Ansatz sofort begeistert“, sagt Poncelet. Der Verzicht auf Pestizide komme nicht nur dem Rasen, sondern auch den vielen Besuchern des Schlossparks zugute.

Vorfreude wächst mit dem Grün

Für Selzer ist die Entwicklung der Fläche bereits sichtbar. „Der Rasen sprießt schon sehr schön grün“, sagt der Greenkeeper. Mit Blick auf das PfingstTurnier 2027 wächst seine Vorfreude von Woche zu Woche. „Man könnte sagen: Die Vorfreude auf das PfingstTurnier wächst mit dem Grün.“

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