Fußball

SV Wehen Wiesbaden empfängt Comeback-Spezialisten SG Sonnenhof Großaspach

Vier Spiele ohne Niederlage, zweimal zu null, der SV Wehen Wiesbaden geht am Samstag, 24. Oktober, mit Selbstvertrauen ins Heimspiel gegen SG Sonnenhof Großaspach. Gegen die Aufholjäger aus Baden-Württemberg fordert Jochen Seitz volle Konzentration bis zum Schluss.

Von: |Erschienen am: 24. Oktober 2026 08:38|

Archivfoto: Andreas Volz

Seit vier Pflichtspielen ungeschlagen, zuletzt zweimal ohne Gegentor in der Liga: Der SV Wehen Wiesbaden geht mit breiter Brust ins letzte Spiel der zweiten englischen Woche. Am Samstag, 14 Uhr, kommt Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach in die BRITA Arena. Die Gäste haben zuletzt zweimal ein 0:2 aufgeholt. Trainer Jochen Seitz warnt deshalb vor einem Gegner, der nie aufgibt.

Die Null als Fundament

Für Seitz steht fest, wo sein Team seit seinem Amtsantritt am meisten zugelegt hat. „Wir haben viel an unserem Defensivverhalten gearbeitet, gerade für die Phasen, in denen wir etwas tiefer stehen. Die Mannschaft hat das hervorragend umgesetzt.“ Das zeigen auch die Ergebnisse: Beim 4:2 in Ingolstadt gab es noch zwei Gegentore, gegen Aachen (3:0) und in Regensburg (0:0) stand hinten die Null. Die Defensive zu stabilisieren sei auch die schwierigste Aufgabe gewesen, die er vorgefunden habe. „Die sind wir direkt bei Beginn meiner Amtszeit angegangen“, so der Trainer im Spieltagsinterview.

Für Seitz ist das eine Aufgabe für die ganze Mannschaft. „Die Jungs merken, dass unsere Art, Fußball zu spielen, funktioniert. Das Schöne ist, dass das nicht nur an der Defensive hängt, sondern schon ganz vorne losgeht.“ Die Stürmer und Offensivspieler hätten ihren Anteil an den Zu-null-Spielen. „Wenn man hinten zu null steht, hat man mindestens einen Punkt. Und wir haben in der Offensive so viel Potenzial, dass wir jederzeit für ein Tor gut sind.“

Wenig Erkenntnisse aus Bornheim

Aus dem 3:1 im Hessenpokal bei der SG Bornheim will der Trainer nicht viel ableiten. „Es waren ganz schwierige Bedingungen auf dem Kunstrasen gegen eine Mannschaft, für die es das Spiel des Jahres war.“ Nach einer halben Stunde Eingewöhnung sei sein Team verdient weitergekommen, große Erkenntnisse für ein Drittliga-Spiel ließen sich jedoch nicht ableiten.

Hat sich jemand aus der zweiten Reihe empfohlen, etwa Doppelpacker Robin Kalem? Seitz will die Frage nicht an einzelnen Namen festmachen. „Bei mir gibt es keine A- oder B-Mannschaft, jeder ist wichtig.“ Gerade die Einwechselspieler könnten in der 3. Liga Spiele entscheiden. Kalem habe das schon in Ingolstadt bewiesen. Wer beginnt, hänge vor allem von der Frische ab.

Ein Gegner, der nie aufgibt

Großaspach steht wie der SVWW bei zwölf Punkten. Am vergangenen Wochenende drehte der Aufsteiger ein 0:2 gegen Preußen Münster noch in einen 3:2-Sieg. Unter der Woche holten die Gäste bei Viktoria Köln einen 0:2-Rückstand auf.: Fabian Eisele (70.) und Loris Maier (88.) trafen zum 2:2. „Das ist mit Sicherheit ein großer Pluspunkt bei ihnen. Wir müssen hellwach sein“, sagt Seitz. Großaspach ist eine spielerisch sehr gute Mannschaft und hat viel Potenzial nach vorne, so der Coach.

Sein Matchplan ist wieder hervorragend gegen den Ball zu arbeiten, möglichst die Null halten und über Umschaltaktionen zum Erfolg kommen. „Aber auch mit Ball wollen wir sie ärgern und unsere Stärken auf den Platz bringen.“

Gözüsirin nach Rotsperre zurück

Tarik Gözüsirin ist nach seiner Rotsperre in der Liga wieder spielberechtigt. Weiter fehlen Jordy Gillekens (muskuläre Probleme), Sinan Karweina (Muskelverletzung im Oberschenkel), Simon Stehle (Kreuzbandzerrung) und David Suárez (Knöchelverletzung).

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