Rollstuhlbasketball

Rhinos halten lange dagegen – Hannover setzt sich erst spät ab

Die Rhine River Rhinos haben Hannover United in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga lange Paroli geboten. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer Aufholjagd im Schlussviertel mussten sich die Wiesbadener am Ende geschlagen geben.

Von: |Erschienen am: 20. Oktober 2026 23:45|

Foto: Joshua Ziss

Die Rhine River Rhinos haben am Sonntag Hannover United einen harten Kampf zum Saisonauftakt in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit geliefert. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Begegnung, in der beide Mannschaften mit hoher Intensität verteidigten. Freie Würfe waren Mangelware, jeder Punkt musste hart erarbeitet werden.

Die Rhinos fanden zunächst besser ins Spiel, agierten konzentriert in der Verteidigung und nutzten ihre Chancen effizienter als die Gäste aus Niedersachsen. Die Belohnung war eine verdiente 11:8-Führung nach dem ersten Viertel.

Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel umkämpft. Hannover erhöhte zwar den Druck und fand offensiv etwas besser seinen Rhythmus, doch die Wiesbadener hielten dagegen. Zur Pause lag das Team von Headcoach Chris Huber knapp mit 19:18 in Front.

Hannover dreht nach dem Seitenwechsel auf

Nach der Halbzeit kippte die Partie allmählich zugunsten der Gäste. Hannover spielte seine Angriffe geduldiger aus, bewegte den Ball besser und kam häufiger zu guten Abschlüssen.

Die Rhinos verloren dagegen etwas den offensiven Faden und konnten sich nicht mehr dieselbe Anzahl hochwertiger Wurfmöglichkeiten erarbeiten wie noch in der ersten Hälfte. Das dritte Viertel ging mit 19:13 an Hannover, das sich damit einen 37:32-Vorsprung vor dem Schlussabschnitt erarbeitete.

Dalton führt die Aufholjagd an

Wer jedoch glaubte, die Partie sei entschieden, wurde eines Besseren belehrt. Die Rhinos kämpften sich noch einmal eindrucksvoll zurück.

Nach einem Korbleger von James Palmer übernahm Lachlin Dalton Verantwortung. Mit einem Mitteldistanzwurf und anschließend einem wichtigen Dreier verkürzte er den Rückstand. Als Mojtaba Kamali nach Zuspiel von Tim Diedrich 6:17 Minuten vor dem Ende auf 41:43 stellte, war die Begegnung wieder völlig offen.

Die Halle wurde lauter, das Momentum schien auf die Seite der Gastgeber zu kippen.

Hannover bleibt cool in der Crunchtime

Doch genau in dieser Phase fehlte den Rhinos die notwendige Konsequenz im Abschluss. Mehrere gute Wurfchancen blieben ungenutzt, auch zweite Möglichkeiten nach Offensivrebounds konnten nicht verwertet werden.

Hannover bestrafte die ausgelassenen Chancen konsequent. Angeführt von Amit Vigoda und dem treffsicheren Oliver Jantz starteten die Gäste einen entscheidenden 11:0-Lauf und sorgten damit für die Vorentscheidung. Zwei Auszeiten von Chris Huber konnten den Rhythmus der Gäste nicht mehr durchbrechen.

Den letzten Korb der Partie erzielte Teemu Partanen eine Sekunde vor der Schlusssirene nach Vorarbeit von James Palmer zum 43:54-Endstand.

Gelungener Spieltag abseits des Parketts

Trotz der Niederlage war die Stimmung in der Halle ausgezeichnet. Die Fans unterstützten ihr Team lautstark und sorgten über die gesamte Spielzeit hinweg für Bundesliga-Atmosphäre.

Für Unterhaltung abseits des Spielfelds war ebenfalls gesorgt. Eine Kinderbetreuung ermöglichte Familien einen entspannten Basketballnachmittag, während Gewinnspiele mit Partner Globus für zusätzliche Abwechslung sorgten.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Debüt der „Rhino Rebels“. Die neuen Cheerleader feierten ihren ersten Auftritt und wurden vom Publikum begeistert empfangen.

Derby gegen Lahn-Dill wartet bereits

Auch wenn die Enttäuschung über die Niederlage groß war, konnten die Rhinos über weite Strecken mit einem der stärkeren Teams der Liga mithalten. Vor allem die Defensive funktionierte lange Zeit auf hohem Niveau, und die Aufholjagd im Schlussviertel unterstrich einmal mehr den Charakter der Mannschaft.

Viel Zeit zum Nachdenken bleibt allerdings nicht. Bereits am Freitag, 23. Oktober, 19:30 Uhr wartet die nächste Herausforderung: Dann gastieren die Wiesbadener beim RSV Lahn-Dill und wollen im Hessenderby den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen.

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