Volleyball
Neues Kapitel beginnt in Münster: VC Wiesbaden startet in die Bundesliga-Saison
Mit einem neuen Trainer an der Seitenlinie startet der VC Wiesbaden am Sonntag in die Saison der Volleyball-Bundesliga. Beim USC Münster möchte das Team von Paul Sens nach einer gelungenen Vorbereitung direkt die ersten Punkte einfahren.
Foto: Detlef Gottwald
Für den VC Wiesbaden beginnt am Sonntag, 11. Oktober, die neue Spielzeit in der Volleyball-Bundesliga mit einem Auswärtsspiel beim USC Münster. Um 16:00 Uhr schlägt das Team von Cheftrainer Paul Sens in der traditionsreichen Sporthalle Berg Fidel auf. Nach einem Sommer des Umbruchs wollen die Wiesbadenerinnen zum Auftakt gleich ein Zeichen setzen.
Sens übernimmt an der Seitenlinie
Mit Sens steht dabei ein neuer Mann an der Seitenlinie. Der 39-Jährige wechselte nach elf Jahren beim deutschen Rekordmeister Schwerin nach Wiesbaden und soll dem VCW neue Impulse geben. Gemeinsam mit seinem Trainerteam Co-Trainer Jochen Schöps und Scout Marcos Fernández arbeitete er in den vergangenen Wochen daran, die zahlreichen neuen Spielerinnen zu einer schlagkräftigen Einheit zu formen.
Zahlreiche Neuzugänge
Testspiele verliefen positiv
Die ersten Eindrücke mit dem neuen Team fielen dabei positiv aus. Acht Testspiele absolvierte der VCW seit September, fünf davon im Ausland. Gegen den amtierenden deutschen Meister VfB Suhl Lotto Thüringen setzte es zwar eine 1:3-Niederlage, doch insbesondere Neuzugang Marharyta Geiko wusste mit 20 Punkten zu überzeugen. Noch erfolgreicher verliefen die Vergleiche in Tschechien, wo der VCW den Meister und Pokalsieger VK Šelmy Brno mit 3:1 bezwang und Vizemeister VK Dukla Liberec sogar mit 3:0 besiegte. Gegen den Europapokal-Teilnehmer VK Lvi Praha fiel die Entscheidung erst im Tiebreak.
Anschließend wartete in Frankreich mit Champions-League-Teilnehmer Levallois Paris Saint-Cloud ein echter Härtetest. Nach einem 0:4 im ersten Vergleich steigerte sich der VCW deutlich und erreichte im zweiten Aufeinandertreffen ein 2:2. Zum Abschluss der Vorbereitung traf die Mannschaft zweimal auf den SSC Palmberg Schwerin, den ehemaligen Arbeitgeber von Trainer Paul Sens. Beim 2:2 und einer knappen 1:4-Niederlage zeigte Wiesbaden über weite Strecken eine starke Leistung gegen einen der Topklubs der Liga.
Entsprechend zufrieden fällt das Fazit von Trainer Paul Sens aus. Die Mannschaft habe sich während der Vorbereitungsphase sichtbar entwickelt, wisse aber zugleich, in welchen Bereichen noch Verbesserungsbedarf bestehe. Die Partien gegen Münster und Aachen seien nun ein erster Gradmesser im Kampf um wichtige Punkte gegen direkte Konkurrenten.
Größere Verletzungssorgen bleiben aus
Besonders erfreulich verlief die Vorbereitung aus personeller Sicht. Größere Verletzungssorgen blieben aus, sodass Wiesbaden nahezu mit voller Kapelle in die neue Spielzeit gehen kann. Das erleichtert die Arbeit für den neuen Trainer, der möglichst früh Stabilität und Automatismen in sein Spiel bringen möchte.
Enge Duelle gegen Münster in der Vergangenheit
Die jüngste Vergangenheit zeigt zudem, wie eng die Duelle zwischen beiden Vereinen verlaufen. In der vergangenen Saison setzte sich der VC Wiesbaden in beiden Begegnungen erst im Tiebreak durch. Auch diesmal dürfte ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten sein, bei dem Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Erfolgreicher Start für weitere Entwicklung wichtig
Für den VCW geht es dabei nicht nur um die ersten Punkte der Saison. Nach dem personellen Umbruch und dem Trainerwechsel wäre ein erfolgreicher Start ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung der Mannschaft. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt ohnehin nicht: Bereits wenige Tage später steht mit dem Heimspiel am Mittwoch, 14. Oktober, gegen die Ladies in Black Aachen die nächste Aufgabe auf dem Programm, sowie am darauffolgenden Samstag, 17. Oktober, 17:15 Uhr ein Heimspiel gegen Skurios Volleys Borken (Doppelspieltag VCW 2 – Pink Crew München 20:15 Uhr).
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