Gesundheit

Abkochgebot in Wiesbaden: Weitere Stadtteile unauffällig – Neue Straßenliste und Regeln im Überblick

Wichtiges Update zum vorsorglichen Abkochgebot in Wiesbaden: Die nach dem Nachweis von „Pseudomonas aeruginosa“ rund um das Kurhaus veranlassten Kontrolluntersuchungen zeigen Wirkung. Während in der weiteren Umgebung der Innenstadt und in sämtlichen anderen Stadtteilen Entwarnung gegeben werden kann – alle dortigen Proben waren unauffällig –, bleibt das Abkochgebot für das Kerngebiet vorerst bestehen. Die Wasserversorgungsbetriebe, ESWE Versorgung und das Gesundheitsamt haben die Vorgaben und betroffenen Straßenbereiche präzisiert und spülen das Leitungsnetz intensiv.

Von: |Erschienen am: 28. September 2026 10:08|

Symbolfoto

Aufatmen für den Großteil der hessischen Landeshauptstadt, weiterhin erhöhte Wachsamkeit im direkten Umfeld des Kurhauses. Nachdem am Freitag, 25. September , bei Kontrollen das Umweltbakterium Pseudomonas aeruginosa im Trinkwassernetz festgestellt worden war, liegen nun erweiterte Laborbefunde vor.

Die wichtigste Nachricht vorweg: Sämtliche zusätzlich untersuchten Trinkwasserproben über das Wochenende in der weiteren Umgebung der Innenstadt sowie in allen anderen Wiesbadener Stadtteilen waren vollkommen unauffällig. Das Problem bleibt somit auf den eng umgrenzten Bereich rund um das Kurhaus beschränkt.

Dennoch bleibt die vorsorgliche Schutzanordnung des Gesundheitsamts für das definierte Kerngebiet bis auf Weiteres in Kraft. Die Wasserversorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (WLW) und der Netzbetreiber ESWE Versorgung rufen alle betroffenen Haushalte und Gewerbebetriebe weiterhin dazu auf, das Leitungswasser vor bestimmten Nutzungen abzukochen.

Was gilt für betroffene Haushalte?

Im betroffenen Straßenzug darf das Leitungswasser bis auf Weiteres nur in abgekochtem Zustand verwendet werden für:

  • das Trinken und die Zubereitung von Getränken,

  • die Zubereitung von Speisen,

  • das Zähneputzen,

  • die Wundreinigung und medizinische Zwecke.

Richtiges Abkochen: Das Wasser muss in einem offenen Gefäß – aus praktischen Gründen empfiehlt sich ein herkömmlicher Wasserkocher – einmal sprudelnd aufgekocht werden. Danach sollte es mindestens zehn Minuten langsam abkühlen, bevor es verwendet wird.

Besondere Schutzregeln für Risikogruppen

Für gesunde Menschen ist das Bakterium in der Regel ungefährlich. Für Personen mit Vorerkrankungen (chronische Haut- oder Atemwegserkrankungen wie COPD/Mukoviszidose, geschwächtes Immunsystem, Katheterträger oder offene Wunden) gelten jedoch strengere Vorsichtsmaßnahmen:

  • Risikogruppen sollten abgekochtes oder steril gefiltertes Wasser zusätzlich auch zum Händewaschen und zum Duschen verwenden.

  • Personen ohne Vorerkrankungen können das Leitungswasser weiterhin bedenkenlos für die tägliche Körperpflege, das Duschen und Händewaschen nutzen (Wunden sollten dabei wasserdicht abgedeckt werden).

  • Toilettenspülung: Kann von allen Bürgerinnen und Bürgern ohne jegliche Einschränkung regulär betrieben werden.

Ursachenforschung und Rohrnetzspülungen auf Hochtouren

Die Fachleute von WLW und ESWE Versorgung arbeiten in enger Abstimmung mit dem städtischen Gesundheitsamt mit Hochdruck an einer nachhaltigen Bereinigung:

  • In den betroffenen Leitungssträngen finden engmaschige Spülungen des Rohrnetzes statt.

  • An einer Vielzahl definierter Probenahmestellen werden mehrmals pro Woche Trinkwasserproben entnommen und mikrobiologisch analysiert.

  • Das Abkochgebot wird erst aufgehoben, sobald alle Kontrollbefunde über einen festgelegten Zeitraum hinweg wieder durchgehend negativ ausfallen.

Auf Großveranstaltungen hatte die Situation keine negativen Auswirkungen: Durch den vorsorglichen Einsatz spezieller, zertifizierter Filteranlagen an den Versorgungsstellen konnten das Stadtfest, der Herbstmarkt und das Erntedankfest am Wochenende reibungslos und sicher durchgeführt werden.

 

Neue Karten zum Herunterladen: Abkochgebot Wiesbaden 

Liste mit den Straßenbereichen zum Herunterladen: Trinkwasser Liste Der Betroffenen Gebiete

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