Kriminalität

Skrupellose Betrugsmasche in Nordenstadt: Falsche Polizisten erbeuten hohe Bargeldsumme

Mit der bekannten Betrugsmasche falscher Polizeibeamter haben Täter in Wiesbaden-Nordenstadt eine ältere Dame um eine größere Summe Bargeld gebracht. Die Frau wurde über mehrere Tage angerufen und schließlich zur Übergabe an einen Abholer bewegt. Die Kriminalpolizei sucht Zeuginnen und Zeugen.

Von: |Erschienen am: 1. September 2026 15:20|

Symbolfoto

Ein besonders perfider Fall von Telefonbetrug hat sich über die vergangenen zwei Wochen im Wiesbadener Stadtteil Nordenstadt ereignet. Betrüger gaben sich gegenüber einer Bürgerin als angebliche Kriminalbeamte aus und brachten die Frau durch geschickte psychologische Manipulation dazu, am Montag, 31. August, gegen 12:30 Uhr eine größere Summe Bargeld an der eigenen Haustür zu übergeben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt die Bevölkerung eindringlich vor dieser Masche.

Über Tage unter Druck gesetzt – Geldübergabe in der Hunsrückstraße

Die Täter gingen äußerst methodisch und hartnäckig vor. Bereits seit Sonntag, 16. August, meldeten sich die vermeintlichen Ermittler wiederholt telefonisch bei der Nordenstadterin. Sie gaukelten vor, dass es in ihrer direkten Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen sei und ihre Ersparnisse akut in Gefahr seien. Um das Geld „in Sicherheit zu bringen“, müsse es vorübergehend der Polizei übergeben werden.

Die Anrufer traten derart überzeugend und autoritär auf, dass die Frau schließlich einwilligte. Am Montagmittag um etwa 12:30 Uhr erschien ein bislang unbekannter, schwarz gekleideter Mann in der Hunsrückstraße in Nordenstadt, nahm das Bargeld entgegen und verschwand. Erst im Nachhinein flog der Schwindel auf.

Zeugen gesucht – Wer hat den Abholer gesehen?

Die Polizei sucht Zeugen, die am Montagmittag, 31. August, gegen 12:30 Uhr im Bereich der Hunsrückstraßeverdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Beschreibung des Abholers: Komplett schwarz gekleidet.

Zeugenhinweise nimmt die Polizei Wiesbaden unter der Rufnummer 0611 / 345-0 entgegen.

Wichtige Präventionstipps – So schützen Sie sich vor falschen Polizisten

Die Polizei Wiesbaden gibt anlässlich des aktuellen Falls folgende dringende Verhaltensregeln:

  1. Die echte Polizei fordert niemals Geld: Beamte fordern Sie am Telefon niemals auf, Ersparnisse, Schmuck oder Kontodaten herauszugeben oder Bargeld an angebliche Kuriere zu übergeben.

  2. Aktiv und selbst auflegen: Beenden Sie verdächtige Telefonate immer aktiv selbst (Hörer richtig auflegen bzw. roten Button am Smartphone drücken). Vertrauen Sie nicht darauf, dass der Anrufer aufgelegt hat.

  3. Leitungsfalle vermeiden: Die Täter nutzen häufig den Trick, in der Leitung zu bleiben und ein Freizeichen zu simulieren. Wer dann sofort die 110 wählt, landet wieder bei den Kriminellen, die sich nun als „Notrufzentrale“ ausgeben. Erst nach dem vollständigen Auflegen die Nummer neu wählen!

  4. Gegenprüfung über Notruf: Wählen Sie nach dem Auflegen selbst die 110 oder die Nummer Ihrer bekannten, örtlichen Dienststelle, um Rücksprache zu halten. Nutzen Sie keine Nummern, die Ihnen die Anrufer genannt haben.

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