Fußball

SV Wehen Wiesbaden gibt in Aue zweimalige Führung aus der Hand

Das Team von Daniel Scherning muss sich am 35. Spieltag trotz zweimaliger Führung mit einem Unentschieden beim FC Erzgebirge Aue begnügen. Der SVWW zeigte eine engagierte Leistung, verpasste aber in Unterzahl den möglichen Auswärtssieg. Aue muss mit dem Unentschieden den Gang in die vierte Liga antreten.

Von: |Erschienen am: 25. April 2026 23:53|

Foto: Andreas Volz

Nach dem unglücklichen 3:3 beim Heimspiel gegen SV Waldhof Mannheim stand die Auswärtsaufgabe bei FC Erzgebirge Aue an. Aus dem letzten Spiel hatte man sich mitgenommen besser bei Standards des Gegners zu verteidigen.

Stritzel kehrt ins Tor zurück

Im Vergleich zum letzten Heimspielspiel nahm der SVWW zwei Wechsel vor. Im Tor spielte Florian Stritzel nach langer Verletzungspause wieder im Tor, weiterhin rückte Robin Kalem in die Anfangsformation. Für das Auswärtsspiel fehlten Gino Fechner (Muskelfaserriss), Florian Hübner (leichte Gehirnerschütterung) und Orestis Kiomourtzoglou (muskuläre Probleme), sowie Ryan Johansson. Bei den Gastgebern gab es fünf Wechsel unter anderem auch auf der Torwartposition.

SVWW zunächst spielbestimmend

Der SV Wehen Wiesbaden erwischt im Erzgebirgsstadion den besseren Start und setzt früh die ersten Akzente. Bereits nach drei Minuten prüft Robin Kalem FCE‑Torhüter Louis Lord aus halblinker Position, nur wenig später vergibt Sascha Mockenhaupt die große Möglichkeit zur Führung, als er eine Kalem‑Flanke am zweiten Pfosten nicht über die Linie drücken kann (6.). Wiesbaden dominiert die Anfangsphase klar, bleibt aktiv und zwingt Aue immer wieder zu Fehlern. Ein Chip‑Versuch von Moritz Flotho aus rund 25 Metern nach einer unglücklichen Klärung von Lord wird jedoch abgeblockt (19.).

Flotho legt vor – Zobel gleicht aus

Aue meldet sich erstmals durch Marcel Bär, dessen wuchtigen Abschluss Florian Stritzel mit einer starken Flugparade entschärft (20.). Kurz darauf belohnt sich der SVWW für seinen mutigen Auftritt. Donny Bogicevic steckt rechts auf Mockenhaupt durch, der präzise in die Mitte legt. Flotho schließt mit dem ersten Kontakt ab und trifft ins linke Eck (24.) zum 0:1.

Die Freude währt jedoch nur kurz. Nach einem weit geschlagenen Freistoß bekommt Wiesbaden die Situation nicht bereinigt, Tristan Zobel trifft aus spitzem Winkel zum Ausgleich (27.). Aue wird in dieser Phase mutiger, zwingt Stritzel kurz vor der Pause erneut zu einer starken Parade gegen Erik Weinhauer (37.). Mit dem 1:1 geht es in die Kabinen.

Chancen auf beiden Seiten

Zur zweiten Hälfte kam Nink für Mockenhaupt in die Partie. Nach Wiederanpfiff setzt erneut Wiesbaden das erste Ausrufezeichen. Bogicevic dribbelt sich stark durch und zwingt Lord zu einer Glanzparade, der den Ball gerade noch über die Latte lenkt (47.). Auf der Gegenseite vergibt Zobel die große Chance zur Auer Führung, als er erst über den Ball tritt und anschließend nur das Außennetz trifft (51.).

Ampelkarte für May – Gözüsirin mit dem erneuten Treffer

Die Partie verliert im weiteren Verlauf an Tempo, viele kleine Unterbrechungen bremsen den Spielfluss. Zusätzlich schwächt sich der SVWW selbst. Niklas May sieht innerhalb von zwei Minuten Gelb‑Rot (69.). Trotz Unterzahl bleibt Wiesbaden mutig, kombiniert sich mehrfach vor den Strafraum und wird schließlich belohnt. Eine scharf getretene Ecke von Tarik Gözüsirin segelt an Freund und Feind vorbei und dreht sich direkt ins Tor (78.).

Aue gleicht erneut aus – Punkt in Unterzahl geholt

Doch auch diese Führung hält nicht bis zum Ende. Aue wirft in der Schlussphase alles nach vorne und kommt durch den eingewechselten Moritz Seiffert nach einer flachen Hereingabe zum 2:2 (85.). Kurz darauf trifft Jonah Fabisch aus dem Rückraum die Latte (87.). Wiesbaden hat seinerseits durch Flotho (90.) und Lewald (90.+1) noch zwei späte Möglichkeiten, doch Keeper Lord verhindert den möglichen Lucky Punch für die Gäste.

Am Ende steht ein intensives, umkämpftes Duell, in dem der SVWW trotz Unterzahl und starker Phasen ohne den erhofften Auswärtssieg bleibt.

Heimspiel gegen VfL Osnabrück

Am Sonntag, 3. Mai, steht das nächste Heimspiel an. Der SVWW empfängt den Tabellenführer VfL Osnabrück in der BRITA Arena. Die Partie wird um 16:30 Uhr angepfiffen.

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InfoBox

FC Erzgebirge Aue – SV Wehen Wiesbaden 2:2 (1:1)

FC Erzgebirge Aue: Lord – Barylla (61. Seiffert), Malone, Zobel, Collins – Schmid (83. Ocansey), Fabisch, Majetschak (76. Uhlmann), Weinhaur – Bär (61. Günther-Schmid), Bornschein.

SV Wehen Wiesbaden: Stritzel – Neubert (65. Lewald), Gillekens, Janitzek – Mockenhaupt (46. Nink), Bogicevic (82. Agrafiotis), Gözüsirin, May – Kaya (72. Greilinger), Kalem (65. Schleimer) – Flotho.

Tore:
0:1 Flotho (24.)
1:1 Zobel (27.)
1:2 Gözüsirin (78.)
2:2 Seiffert (85.)

Gelbe Karten:
– / Neubert

Gelb-Rote Karte:
May (69.)

Schiedsrichterin:
Davina Lutz

Zuschauer:
5.630

3. Liga Saison 2025/26
36. Spieltag | Sonntag, 3. Mai, 16:30 Uhr SVWW – VfL Osnabrück
37. Spieltag | Samstag, 9. Mai, 14:00 Uhr FC Energie Cottbus – SVWW
38. Spieltag | Samstag, 16. Mai, 13:30 Uhr SVWW – TSG Hoffenheim II

Hessenpokalfinale

Samstag, 23. Mai, SG Barockstadt Fulda-Lehnerz – SVWW in Offenbach