Fußball

Tivoli-Flutlicht – Der SV Wehen Wiesbaden will das Momentum zurück

Der SV Wehen Wiesbaden gastiert am Ostersonntag beim formstarken TSV Alemannia Aachen. Cheftrainer Daniel Scherning erwartet ein intensives, atmosphärisch aufgeladenes Flutlichtspiel und sieht seine Mannschaft bereit für die entscheidende Saisonphase.

Von: |Erschienen am: 4. April 2026 16:14|

Foto: Andreas Volz

Nach der Länderspielpause wartet auf den SV Wehen Wiesbaden am Ostersonntag (5. April, 19:30 Uhr) ein echtes Highlight. Das Auswärtsspiel beim TSV Alemannia Aachen, der aktuell zu den heißesten Teams der 3. Liga zählt. Im Tivoli werden rund 21.000 Zuschauer erwartet, darunter etwa 250 aus Wiesbaden. Für den SVWW gilt es nach der Niederlage im direkten Duell gegen Rostock möglichst drei Punkte zu holen, um noch im Aufstiegsrennen noch ein Fuß in der Tür zu haben.

Intensive Vorbereitung seit Dienstag

Cheftrainer Daniel Scherning zeigte sich im Spieltagsinterview zufrieden mit der Vorbereitung. Die drei trainingsfreien Tage hätten der Mannschaft gutgetan, betont er um komplett rauszukommen und Energie zu tanken. Seit Dienstag sei das Team wieder voll im Fokus mit intensiven Einheiten und klarer Ausrichtung.

Der Finaleinzug im Hessenpokal sowie der couragierte Auftritt beim Test in Karlsruhe zeigten, dass die Mannschaft auch in ungewohnten Konstellationen stabil bleibt. Zudem sammelten Orestis Kiomourtzoglou, Simon Stehle und Keeper Florian Stritzel wichtige Einsatzminuten.

Den Coach erfreut es, dass die Nationalspieler Ibrahim Ati Allah und Ben Nink gesund und mit breiter Brust zurückkehrten. Nink absolvierte zwei komplette Spiele für die deutsche U19, Ati Allah sammelte wertvolle Erfahrungen beim U20-Weltmeister.

Einziger personeller Wermutstropfen muss der Trainer hinnehmen. Gino Fechner fällt mit einem Muskelfaserriss im linken Oberschenkel aus.

Aachen mit Heimstärke und Selbstbewusstsein

Die Gastgeber, die Alemannia, hat sich seit der Winterpause eindrucksvoll stabilisiert. Sechs Siege aus den letzten sieben Spielen, dazu drei Heimsiege in Serie. Trainer Mersad Selimbegovic sieht sein Team auf dem richtigen Weg, warnt aber vor Übermut. „Wir arbeiten weiter ruhig und haben einen klaren Plan“, betont er. Der Klassenerhalt ist rechnerisch noch nicht fix, könnte aber an diesem Spieltag gelingen.

Aachen überzeugt derzeit vor allem durch Intensität, Zweikampfstärke und gefährliche Umschaltmomente. „Sie stressen ihre Gegner mit vielen Zweikämpfen und zweiten Bällen. Diese Kombination macht sie zur Mannschaft der Stunde“, sagt Scherning. Besonders in und um die Box sieht er große Qualität beim Gegner.

Gute Restverteidigung und konsequentes Gegenpressing

Für den SVWW wird es entscheidend sein, Aachens Tempo und Umschaltspiel zu kontrollieren. Scherning fordert klare Strukturen, gute Restverteidigung und konsequentes Gegenpressing. Gleichzeitig müsse seine Mannschaft mutig bleiben und die eigenen Stärken auf den Platz bringen.

„Es ist ein schönes Spiel, fast schon ein Topspiel für den Moment. Zwei richtig gute Mannschaften mit viel Selbstvertrauen treffen aufeinander. Die Zuschauer können sich auf ein geiles Spiel freuen“, so der SVWW-Coach.

Scherning: Noch Chancen in der Endphase

Für die verbleibenden acht Saisonspiele setzt Scherning auf ein klares Mindset. Positivität, Gier und die Bereitschaft, in engen Momenten zuzuschlagen. „Wir haben uns seit November toll entwickelt, viele Spiele gewonnen und sehr viele Punkte geholt.  s ist wichtig gierig zu bleiben. Diese Gier auf Siege hat uns in den letzten Monaten ausgezeichnet. Wir haben es geschafft, in Spiele wieder reinzukommen, auch wenn sich die Tür nur kurz geöffnet hat. Wir haben noch alle Chancen in der Endphase dieser Saison. Darauf müssen wir Lust haben“, so der Trainer abschließend.

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