Rollstuhlbasketball

Rhinos bestehen Doppelprüfung und zeigen starke Nerven

Zwei Spiele in weniger als 24 Stunden stellten die Rhine River Rhinos vor eine außergewöhnliche Belastungsprobe. Mit viel Einsatz, taktischer Anpassungsfähigkeit und einem starken Kollektiv meisterten die Wiesbadener ein intensives Bundesliga-Wochenende.

Von: |Erschienen am: 23. März 2026 22:15|

Foto: Ana Sasse

Ein Doppelspieltag, zwei Gegner aus der oberen Tabellenregion und kaum Zeit zur Erholung: Die Rhine River Rhinos standen vor einem der anspruchsvollsten Wochenenden der bisherigen Saison. Zwischen Auswärtsfahrt, kurzer Regeneration und direktem Wiederanpfiff verlangte der Spielplan dem Team alles ab, körperlich wie mental. Doch die Rhinos zeigten, dass sie bereit sind, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Intensives Wochenende fordert das Team

Der Auftakt in Köln am Samstagabend war der erste Teil der Prüfung. Nach einer kräftezehrenden Partie blieb dem Team kaum Zeit, um durchzuatmen, bevor am Sonntag bereits das Heimspiel gegen den BBC Münsterland wartete. Die Rhinos wussten, dass sie an beiden Tagen maximale Konzentration und Energie benötigen würden.

Starke zweite Halbzeit in Köln bringt die Wende

In Köln erwischten die Gastgeber den besseren Start und erspielten sich früh leichte Vorteile. Die Rhinos brauchten einige Minuten, um ihren Rhythmus zu finden, hielten aber durch Einsatz und Reboundarbeit dagegen. Das zweite Viertel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, in dem Mojtaba Kamali und Kei Akita offensiv wichtige Akzente setzten.

Nach der Pause präsentierten sich die Wiesbadener deutlich stabiler. Nico Dreimüller übernahm mit mehreren Dreipunktewürfen Verantwortung und brachte sein Team erstmals spürbar in Führung. Gleichzeitig gewann die Defensive an Kontrolle, zwang Köln zu schwierigen Abschlüssen und dominierte zunehmend die Rebounds. Im Schlussviertel spielten die Rhinos ihre Stärke konsequent aus und bauten den Vorsprung Schritt für Schritt aus – der verdiente 58:72-Erfolg war die Folge einer starken zweiten Halbzeit.

Crunchtime-Qualitäten entscheiden das Heimspiel

Auch das Heimspiel gegen den BBC Münsterland am Sonntag entwickelte sich zu einer intensiven und umkämpften Begegnung. Nach einem guten Start der Rhinos blieb Münsterland über weite Strecken gefährlich und verkürzte den Rückstand immer wieder. Die Partie blieb eng, die Führung wechselte mehrfach, und beide Teams agierten mit hoher Intensität.

In den entscheidenden Momenten des vierten Viertels zeigten die Rhinos jedoch ihre Crunchtime-Qualitäten. Kei Akita, Takuya Furusawa und James Palmer trafen wichtige Würfe, während Mojtaba Kamali und Sven Diedrich defensiv entscheidende Rebounds sicherten. Trotz eines späten Dreiers der Gäste behielten die Wiesbadener die Kontrolle und entschieden das Spiel mit 62:54 für sich – ein Sieg, der vor allem aufgrund der hohen Belastung besonders wertvoll ist.

Headcoach Huber: müssen in bestimmten Phasen klar besser werden

„Gegen Köln haben wir eine Halbzeit gebraucht, um Zugriff zu bekommen, aber die Ganzfeldverteidigung hat uns zurück ins Spiel gebracht.“ „Gegen Münsterland war es ein offener Kampf, in dem wir alles geben mussten.“ „Mit den Ergebnissen sind wir zufrieden, aber wir müssen in bestimmten Phasen klar besser werden“, so Headcoach Chris Huber.

Furusawa: Zusammenhalt und als Mannschaft gekämpft

„In Köln hat man gesehen, wie stark unser Team zusammenhält.“ „Gegen Münsterland haben wir 40 Minuten lang gekämpft und uns den Sieg als Mannschaft verdient“, sagt Takuya Furusawa.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von Wiesbadenaktuell.de und folgen Sie uns auch auf Instagram sowie auf Threads!