Rollstuhlbasketball
Rhinos erzwingen Overtime und feiern spektakuläre Aufholjagd gegen Hannover
Die Rhine River Rhinos haben am Sonntag im heimischen Dome ein emotionales Comeback hingelegt und Hannover United nach Verlängerung bezwungen. Trotz eines Rückstands von bis zu 18 Punkten drehte Wiesbaden die Partie mit unbändigem Willen und einer starken Defensive nach der Pause.
Foto: Ana Sasse
Die Rhine River Rhinos haben ihren Fans im Rhinos Dome einen Abend beschert, der lange in Erinnerung bleiben dürfte. In einem intensiven Duell gegen Hannover United setzte sich das Team von Headcoach Chris Huber nach einer dramatischen Schlussphase und einer dominanten Verlängerung durch. Der Weg dahin war jedoch alles andere als einfach.
Hannover diktiert die Anfangsphase
Die Gäste aus Niedersachsen erwischten den deutlich besseren Start. Hannover agierte abgeklärt, spielte seine Angriffe geduldig aus und traf hochprozentig, während die Rhinos offensiv nur schwer in die Spur fanden. Nach zehn Minuten lag Wiesbaden bereits 8:16 zurück.
Auch im zweiten Viertel blieb Hannover das tonangebende Team. Alexander Budde und Peter Berry setzten immer wieder offensive Nadelstiche und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich auf 18 Punkte aus. Zwar hielten Nico Dreimüller und Kei Akita die Rhinos mit wichtigen Aktionen im Spiel, dennoch ging es mit einem ernüchternden 23:37 in die Halbzeit.
Wiesbaden findet den Kampfgeist
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Rhinos wie ausgewechselt. Die Defensive wurde aggressiver, die Kommunikation stimmte, und offensiv fand das Team zunehmend seinen Rhythmus. Dreimüller übernahm Verantwortung, während Mojtaba Kamali und Akita wichtige Impulse setzten.
Punkt für Punkt kämpfte sich Wiesbaden zurück in die Partie. Der große Rückstand schmolz, die Energie im Dome wuchs – und plötzlich war das Spiel wieder völlig offen.
Ein Krimi in der Schlussphase
Im letzten Viertel entwickelte sich ein packender Schlagabtausch. Hannover verteidigte seinen Vorsprung lange, doch die Rhinos blieben hartnäckig und glaubten an ihre Chance. Rund eine Minute vor dem Ende sorgte Kei Akita mit einem nervenstarken Abschluss für den 64:64-Ausgleich – der Dome explodierte, die Verlängerung war perfekt.
Overtime: Rhinos übernehmen das Kommando
In der Extra-Spielzeit ließen die Rhinos keinen Zweifel mehr daran, wer den Abend für sich entscheiden würde. Mit einer bissigen Defensive, wichtigen Ballgewinnen und sicheren Freiwürfen setzten sie sich Stück für Stück ab. Vor allem Nico Dreimüller behielt an der Linie die Nerven und führte sein Team endgültig auf die Siegerstraße.
Nach 45 intensiven Minuten stand ein viel umjubelter 77:66-Erfolg auf der Anzeigetafel – ein Comeback, das die Fans im Rhinos Dome mit Standing Ovations feierten.
Stimmen zum Spiel
„Ein sehr hartes Stück Arbeit. Hannover war hervorragend eingestellt und hat uns alles abverlangt. Mit viel Herz und Rhino-Verteidigung konnten wir erneut einen großen Rückstand aufholen und das Spiel in die Verlängerung bringen. Ich bin sehr froh mit dem gezeigten Herz und Charakter“, sagt Chris Huber (Headcoach).
Nico Dreimüller (Top-Scorer): „Wir sind leider mit zu wenig Energie ins Spiel gestartet und haben in der Verteidigung nicht gut gespielt. Aber wir haben großes Vertrauen ineinander und wissen, dass wir jeden Rückstand aufholen können. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht vor dieser Kulisse – danke an alle Rhinos-Fans!“
Kei Akita: „Es war ein unglaublich hartes Spiel. Ich bin sehr froh, dass wir über die vollen 40 – und schließlich 45 – Minuten an uns geglaubt haben. Im nächsten Spiel wollen wir weiter Rhinos-Basketball spielen.“
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InfoBox
Rhine River Rhinos – Hannover United 77:66 (8:16| 15:21|23:14|18:13|13:2)
Rhine River Rhinos: Nico Dreimüller (31), Kei Akita (24), Mojtaba Kamali (11), Takuya Furusawa (7), James Palmer (4)
Hannover United: Peter Barry (19), Alexander Budde (16), Jan Sadler (12), Yoshinobu Takamatsu (10), Jakob Krömer (5), Tobias Hell (2), Oliver Jantz (2)

Die Wiesbadener Rhinos blicken auf ein intensives Final‑Four‑Wochenende zurück, an dessen Ende sie erstmals als […]

