Fußball
„Auswärts müssen wir liefern“ – SV Wehen Wiesbaden vor Schlüsselspiel bei 1860 München
Der SV Wehen Wiesbaden reist am 29. Spieltag zum formstarken TSV 1860 München. Ein echtes Verfolgerduell im Kampf um die Spitzenplätze steht am späten Samstagnachmittag an. Trainer Daniel Scherning fordert nach zwei schwächeren Auswärtsauftritten eine klare Reaktion seiner Mannschaft.
Archivfoto: Andreas Volz
Der SV Wehen Wiesbaden steht am Samstag, 16:30 Uhr, vor einem richtungsweisenden Auswärtsspiel beim TSV 1860 München. Beide Teams gehören zu den stärksten Rückrundenmannschaften der Liga und liegen in der Tabelle eng beieinander. Ein Duell, das im Rennen um die Aufstiegsplätze große Bedeutung besitzt. Während die Löwen mit fünf Siegen in Serie ins Spiel gehen, fordert SVWW-Trainer Daniel Scherning nach zwei schwächeren Auswärtsauftritten eine klare Reaktion seiner Mannschaft.
Broll und Kalem wieder zurück – Bogicevic und Wohlers fraglich
Die Wiesbadener können wieder auf Torhüter Kevin Broll und Mittelfeldspieler Robin Kalem zurückgreifen. Fraglich bleiben Donny Bogicevic (muskuläre Probleme) und Ole Wohlers (Muskelfaseriss, die erst kurzfristig getestet werden. Sicher fehlen dagegen Simon Stehle, Florian Stritzel (beide Muskelverletzungen), sowie die gesperrten Florian Hübner (Gelbsperre) und Niklas May (Rotsperre). Besonders der Ausfall von Hübner trifft die Defensive hart, doch Scherning betont, dass die Führungsaufgaben im Abwehrverbund nun verteilt werden müssen.
Fokus auf Ballkontrolle, Umschaltverhalten und mehr Tiefe
In der Trainingswoche lag der Fokus auf Ballkontrolle, sauberem Umschaltverhalten und mehr Tiefe im eigenen Spiel. Zudem arbeitete das Team intensiv an Standardsituationen. Scherning zeigte sich trotz des jüngsten Heimsiegs gegen Stuttgart II selbstkritisch: Die zweite Halbzeit sei „zu unsauber“ gewesen, dennoch sei die Serie von sieben Heimsiegen in Folge ein wichtiges Zeichen.
1860 München „Team der Stunde“
Für Scherning ist 1860 München „das Team der Stunde“. Seit seinem Amtsantritt beim SVWW hätten die Löwen sogar einen Punkt mehr geholt als Wiesbaden. Besonders beeindruckt zeigt er sich von der Kompaktheit, der defensiven Stabilität und dem schnellen Umschalten der Münchner. Auch die Atmosphäre im Grünwalder Stadion sieht er als Herausforderung, die seine Mannschaft annehmen müsse.
Entscheidend werde das Auftreten von Beginn an. „In den letzten beiden Auswärtsspielen sind wir erst aufgewacht, als wir mit dem Rücken zur Wand standen. Wenn wir oben dranbleiben wollen, müssen wir auswärts punkten“, fordert der Trainer im Spieltagsinterview.
Die Löwen im Aufwind
1860 München geht mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Fünf Siege in Folge haben die Mannschaft von Markus Kauczinski in die Spitzengruppe geführt. Der Trainer vermeidet zwar bewusst das Wort „Aufstieg“, betont aber, dass seine Mannschaft die engen Spiele inzwischen annimmt und mit Leidenschaft entscheidet. Der Konkurrenzdruck im Kader ist hoch, die Stimmung entsprechend gut.
Kauczinski, der 2023 mit dem SVWW den Aufstieg in die 2. Liga feierte, blickt mit Respekt auf seinen Ex-Klub: Wiesbaden sei „ein Geheimtipp“, körperlich robust und offensiv stark. Personell muss er den gelbgesperrten Thore Jacobsen ersetzen, für den Damjan Dordan in die Startelf rückt. Ein weiterer Wechsel ist möglich, da Raphael Schifferl wieder einsatzfähig ist.
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