Volleyball

Reaktion gefragt – VC Wiesbaden reist nach Erfurt

Der VC Wiesbaden will nach dem schwachen Heimauftritt in Dresden schnell wieder Tritt fassen und peilt beim Auswärtsspiel in Erfurt drei Punkte an. Gegen den direkten Tabellennachbarn soll am Freitagabend der nächste Schritt in einer intensiven Englischen Woche gelingen.

Von: |Erschienen am: 23. Januar 2026 07:55|

Foto: Detlef Gottwald

Der VC Wiesbaden reist nach Thüringen, wo am Freitag, 18:00 Uhr die Partie gegen Schwarz-Weiß Erfurt in der Riethsporthalle auf dem Spielplan steht. Drei Partien gilt es bekanntlich innerhalb einer Englischen Woche zu bestreiten. Nach dem Sieg gegen Borken (3:0) und der empfindlichen Niederlage gegen den Dresdner SC am Mittwochabend (0:3) peilen die Hessinnen nun weitere Punkte an, um als derzeit Siebter (17 Punkte) der 1. Volleyball Bundesliga Frauen den Anschluss an die Ladies in Black Aachen und den USC Münster möglichst zu verkürzen. In der Woche darauf reist man dann zum Liga-Neuling Binder Blaubären TSV Flacht nach Baden-Württemberg (Sonntag, 1. Februar, 18:00 Uhr). Auch dort ist ein Sieg eingepreist.

Neu justieren nach Dresden Heimpleite

Für die Mannschaft von Chefcoach Tigin Yağlioğlu und den Co’s Christian Sossenheimer und Scout Marcel Frisch gilt es, innerhalb von zwei kurzen Tagen den ernüchternden Auftritt gegen den souveränen DSC zu verarbeiten und sich neu zu justieren. Erfurt ist einer der Gegner, bei dem man sich auf Augenhöhe misst. Das Team von Neu-Trainer Pablo Sánchez (Spanien), auf Platz 8 liegend, wird sich freilich vor eigenem Publikum teuer verkaufen. In Stein gemeißelt ist nichts. Erfurts Geschäftsführer Florian Völker hatte vor Saisonbeginn bekräftigt: „Wir peilen einen Platz vor den Aufsteigern an und wollen den Abstand zu Spitzenclubs wie Aachen, Wiesbaden und Münster deutlich verkürzen.“

Erfurt mit Trainerwechsel

Nach einer enttäuschen Saison 2024/2025, als der Club unter Mateusz Żarczyński (Polen) gerade mal einen Sieg erringen konnte (ausgerechnet beim 3:0 gegen den VCW), hatte Florian Völker nach einem Coach gesucht, der international Erfahrung aufweist und eine klare Spielidee mitbringt. Die Wahl fiel auf den Madrilenen Pablo Sánchez. Dieser stand zuvor von 2018 bis 2022 beim Schweizer Team Viteos NUC in Neuchatel und danach beim französischen Team Volley Mulhouse als Assistenzcoach unter Vertrag. Und auch auf Nationalmannschaftsebene (Spanien 2019-2021, Kanada 2021-2022, Korea 2022-2024 und seit 2025 in der Schweiz) hat der 32-Jährige als Co-Trainer und Scout Spuren bereits hinterlassen.

Erfurt holte bereits vier Siege

In dieser Saison hat die Sánchez-Truppe nun schon vier Partien gewonnen (13 Punkte): wie geplant gegen die drei Neuen, also Flacht (3:0 und 3:0), ETV Hamburger Volksbank Volleys (3:1) und die Skurios Volleys Borken (3:0). Einen Punkt holte man zusätzlich beim 2:3 … in der Halle des VC Wiesbaden. Die Hessinnen sind also gewarnt. Sie werden sich vor allem auf die kroatische Diagonale Isabel Kovacic und die französische Zuspielerin Emilie Respaut einstellen. An erster Stelle im Liga-Ranking „Aufschläge mit Wirkung“ liegt Außenangreiferin Sina Siebert. Die 20-Jährige hat allerdings erst 16 Aufschläge überhaupt ausgeführt. Sie ist zudem in der Annahme eine Bank, ebenso wie ihre Positionskollegin Kinga Szücs (Ungarn). Bei den Blockpunkten liegt US-Mittelblockerin Elisabeth Sandbothe an sechster Stelle im Liga-Ranking.

Die besten Werte auf Wiesbadener Seite: Außenangreiferin Jordana Dordević (Erste bei „Quote Aufschlagpunkte“) und Diagonale Jimena Fernández Gayoso (Dritte bei „Aufschlagpunkten“ sowie Fünfte bei den „Angriffspunkten“).

Sechs Punkte aus den nächsten beiden Spielen holen

„Dresden ist ein sehr starkes Team. Dennoch hätten wir uns besser präsentieren können. Natürlich gab es eine ehrliche, strenge Nachbesprechung. Klar ist aber auch, dass wir in Erfurt eine andere Rolle haben. Unser Ziel ist, sechs Punkte aus den nächsten zwei Spielen in Thüringen und dann am Sonntag darauf in Flacht zu holen“, sagt VCW-Chefcoach Tigin Yağlioğlu.

„Es ist schon eine besondere Situation mit drei Spielen innerhalb einer Woche. Es gilt sich dann jeweils rasch auf den neuen Gegner einzustellen. Gegen Dresden haben wir jedenfalls noch nicht an Erfurt gedacht, wir waren schon konzentriert. Leider sind wir punktemäßig nicht an den DSC herangekommen. Für mich war es eine gute Erfahrung, beginnen zu dürfen und Spielpraxis zu gewinnen. Wir mussten das Spiel schnell abhaken, um fokussiert in die Begegnung gegen Erfurt zu gehen. Diese Mannschaft liegt uns besser. Wir wollen dort punkten und unsere Ziele weiterverfolgen“, so Hanna Weinmann (Zuspiel).

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von Wiesbadenaktuell.de und folgen Sie uns auch auf Instagram sowie auf Threads!