Handball
Auswärtssieg aus der Hand gegeben: HSG Breckenheim Wallau/Massenheim belohnt sich nicht
Lange Zeit hatte das Regio-Team der HSG Breckenheim Wallau/Massenheim bei der HSG Groß-Bieberau/Modau alles im Griff. Doch eine schwache Phase nach der Pause und zu viele ausgelassene Chancen verhinderten die erhofften Punkte im direkten Duell der Tabellennachbarn.
Archivfoto: Daniel Becker
Mit einer engagierten Vorstellung und einer stabilen Abwehrleistung hat das Regio-Team der HSG Breckenheim Wallau/Massenheim am Freitagabend lange an einer Überraschung bei der HSG Groß-Bieberau/Modau geschnuppert. Vor allem in der ersten Halbzeit kontrollierte das Ländches-Team weite Strecken der Partie und nahm eine verdiente Führung mit in die Kabine.
Die Gäste erwischten den besseren Start und setzten sich früh mit 2:0 ab. In einer intensiv geführten Begegnung mit zwei starken Defensivreihen entwickelte sich anschließend ein ausgeglichenes Spiel. Groß-Bieberau fand zunehmend besser in die Partie, ohne sich entscheidend absetzen zu können. Die HSG blieb trotz zweier vergebener Siebenmeter im Spiel und drehte kurz vor dem Halbzeitpfiff einen 8:10-Rückstand. Lukas Crecelius, Simon Vormbrock und Lukas Kummerer sorgten mit ihren Treffern für die 11:10-Pausenführung.
Schwächephase bringt die Wende
Auch nach dem Seitenwechsel schien zunächst vieles für die Gäste zu sprechen. Lukas Crecelius erhöhte in der 35. Minute auf 12:10. In der Folge verpasste es die Mannschaft von Trainer Tobias Schimmelbauer jedoch, den Vorsprung auszubauen. Mehrfach scheiterten die HSG-Akteure am gegnerischen Torhüter oder leisteten sich einfache Ballverluste. Zudem blieb auch ein weiterer Siebenmeter ungenutzt.
Diese Phase nutzten die Gastgeber konsequent aus. Nach dem 12:12-Ausgleich gelang Groß-Bieberau ein 5:0-Lauf, der die Begegnung beim Stand von 17:12 (45.) kippte.
Aufholjagd bleibt unbelohnt
Dennoch gab sich das Regio-Team nicht geschlagen. Jonas Lange verkürzte mit zwei Treffern auf 17:14 und brachte seine Mannschaft noch einmal heran. Die Rote Karte gegen den Rückraumspieler in der 49. Minute erschwerte die Aufholjagd zusätzlich. Zwar gelang noch der Anschluss zum 18:16, doch in der Schlussphase fehlten die Kräfte, um das Spiel vollständig zu drehen.
So stand am Ende eine bittere 18:22-Niederlage, die vor allem aufgrund der ausgelassenen Möglichkeiten schmerzte. Während die Gastgeber alle drei Siebenmeter sicher verwandelten, traf die HSG nur einmal bei vier Versuchen. Die starke Defensivarbeit blieb dadurch letztlich unbelohnt.
Schimmelbauer sieht positive Entwicklung
Trainer Tobias Schimmelbauer sah trotz der Niederlage positive Entwicklungen: „Wir haben alles reingelegt. Leider sind wir in der Schlüsselphase nach der Halbzeit, in der wir etliche Male die Chance hatten, uns abzusetzen, entweder am gegnerischen Torhüter gescheitert oder haben einfache Fehler gemacht. Am Ende ist uns dann, auch durch die Rote Karte, die Kraft ausgegangen. Wir werden immer besser, aber uns fehlt noch, auch wegen mangelnder Erfahrung, der Killerinstinkt.“
Erfolgreichster Torschütze der HSG war Lukas Kummerer mit fünf Treffern. Simon Vormbrock steuerte vier Tore bei.
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InfoBox
HSG Groß-Bieberau/Modau- HSG Breckenheim Wallau/Massenheim 22:18 (10:11)
HSG: Ben Grosbach, Sebastian Schermuly, Dennis Quandt (Tor); Eric Schaeffter, Lukas Crecelius (3), Jannik Göttert (2), Simon Vormbrock (4), Malte Obergfell, Joshua Mester, Lukas Kummerer (5), Jakob Kiedrowicz, Julius Lunnebach (2/1), Levi Herbertz, Jonas Lange (2).
Tabelle
| Platz | Mannschaft | Spiele | Tore | Diff. | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | TV Groß-Umstadt | 8 | 261:230 | +31 | 12:4 |
| 2 | TSG Offenbach-Bürgel | 7 | 227:209 | +18 | 11:3 |
| 3 | HSG Groß-Bieberau/Modau | 6 | 200:166 | +34 | 10:2 |
| 4 | HSG Dotzheim/Schierstein | 7 | 209:198 | +11 | 10:4 |
| 5 | HSG Breckenheim Wallau/Massenheim | 7 | 196:169 | +27 | 9:5 |
| 6 | HSG Rodgau/Nieder-Roden II | 8 | 235:241 | −6 | 7:9 |
| 7 | HSG Pohlheim | 6 | 175:199 | −24 | 6:6 |
| 8 | TV Petterweil | 7 | 216:209 | +7 | 6:8 |
| 9 | GSV Eintracht Baunatal | 6 | 176:174 | +2 | 5:7 |
| 10 | TV Hüttenberg II | 6 | 169:171 | −2 | 4:8 |
| 11 | TSV Vellmar | 7 | 201:239 | −38 | 4:10 |
| 12 | TV Hersfeld | 6 | 169:202 | −33 | 2:10 |
| 13 | Obernburg | 7 | 200:227 | −27 | 2:12 |

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