Volleyball / Fotostrecke

Vierter Sieg in Serie: VC Wiesbaden schlägt ETV Hamburger Volksbank Volleys klar

Der VC Wiesbaden bleibt in der Volleyball-Bundesliga der Frauen in Form. Gegen das Tabellenschlusslicht ETV Hamburger Volksbank Volleys gewann am Mittwochabend das Team von Trainer Paul Sens glatt in drei Sätzen. Es war der vierte Sieg in Folge.

Von: |Erschienen am: 28. Oktober 2026 21:22|

Fotos: Detlef Gottwald

Paul Sens hatte vor dem Spiel gewarnt, die Hamburgerinnen trotz ihres Fehlstarts zu unterschätzen. Seine Spielerinnen hielten sich am Mittwochabend in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit lange an diese Vorgabe. Nur im dritten Satz wurde es noch einmal eng.

Klarer Start mit zehn Satzbällen

Wiesbaden kam mit Rückenwind in die Partie. Am Samstag hatte der VCW bei den Roten Raben Vilsbiburg mit 3:2 gewonnen. Hamburg dagegen hatte in den ersten vier Saisonspielen erst einen Satz geholt. Dieses Kräfteverhältnis zeigte sich früh. Wiesbaden führte schnell mit 3:0, Hamburg ging nur kurz mit 7:6 in Führung. Danach zog der VCW mit mehreren Punkteserien über 10:7 und 15:8 auf 19:10 davon. Der neue ETV-Trainer Jakub Brečka nahm zwei Auszeiten und wechselte mehrfach, doch er konnte den Lauf der Gastgeberinnen nicht stoppen. Beim 24:14 hatte Wiesbaden zehn Satzbälle und nutzte den zweiten zum 25:16.

Im zweiten Satz hielt Hamburg länger mit. Mit drei Punkten in Folge zum 10:8 setzte sich der VCW aber ab und führte über 14:10 bald mit 18:12. Die Gäste verkürzten noch auf 18:22, mehr ließ Wiesbaden nicht zu und gewann den Satz mit 25:20.

Spannung im dritten Satz

Im dritten Durchgang zeigte Hamburg, warum Sens gewarnt hatte. Der ETV führte mit 10:7, und der VCW-Trainer nahm eine Auszeit. Sein Team kam zurück: Aus dem 12:13 wurde mit fünf Punkten in Serie ein 18:14. Die Gäste kämpften sich noch einmal auf 19:20 heran. Wiesbaden legte auf 23:19 vor, Hamburg verkürzte auf 22:23. Den zweiten Matchball verwandelte der VCW zum 25:23.

Vorteile in Angriff und Block

Die Spielstatistik zeigt deutlich, warum Wiesbaden gewann. Am Ende stand es nach Punkten 57:45 für den VCW. Hamburg griff mit 107 Angriffen deutlich öfter an als die Gastgeberinnen mit 93, war dabei aber viel weniger erfolgreich. Der VCW verwandelte 50,5 Prozent seiner Angriffe, der ETV nur 36,5 Prozent. Auch beim Block lag Wiesbaden mit sieben zu drei Punkten klar vorn.

Hinter López Rey (17 Punkte) kam Diagonalangreiferin Marharyta Geiko auf 14 Punkte. Die 20-jährige Ukrainerin hatte in Vilsbiburg noch 31 Punkte erzielt. Mittelblockerin Roos Wessels sammelte zehn Punkte, darunter drei Asse und vier Blocks. Bei Hamburg punkteten Sina Siebert (12), Tierney Danae Jackson (11) und Lina Köster (10) am besten.

Premiere für Breitenbach

Für Kathi Breitenbach war es ein besonderer Abend. Die Mittelblockerin stand zum ersten Mal für den VC Wiesbaden in der Startformation und freute sich über ihren Einsatz. Dafür durfte Kapitänin Rachel Gomez pausieren. Breitenbach kam auf sechs Punkte, davon fünf im Angriff und einen per Block.

Zwei Liberas als MVPs

Zu den wertvollsten Spielerinnen wurden zwei Liberas gewählt. Bei Wiesbaden bekam Rene Sain die Goldmedaille. Die Kroatin nahm 20 Aufschläge an und gab ihrem Team in der Abwehr viel Sicherheit. Bei Hamburg ging die Silbermedaille an Francesca Galuppi. Für die Italienerin war es schon die vierte Auszeichnung in dieser Saison. Für den ETV war es die fünfte Niederlage im fünften Spiel. Wiesbaden hat nun elf Punkte auf dem Konto.

Nächster Halt Stuttgart

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Am Samstag, 31. Oktober, um 19:00 Uhr spielt der VCW beim Spitzenteam Allianz MTV Stuttgart. Am Donnerstag, 5. November, empfängt Wiesbaden um 18.30 Uhr im Achtelfinale des DVV-Pokals den Dresdner SC in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit.

Eine Fotostrecke vom Spiel mit 25 Bildern gibt es hier

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InfoBox

VC Wiesbaden – ETV Hamburger Volksbank Volleys 3:0 (25:16, 25:20, 25:23)

VC Wiesbaden: López Rey (17), Geiko (14), Wessels (10), Murmann (6), Breitenbach (6), Konijnenberg (4), Sain (Libera, MVP), Burda, Dordević, Weinmann

MVP: Rene Sain (VC Wiesbaden), Francesca Galuppi (ETV Hamburg)

Zuschauer: 1.029

Tabelle:

Platz Team Spiele Siege Sätze Punkte
1 SSC Palmberg Schwerin 5 5 15:2 15
2 Allianz MTV Stuttgart 4 4 12:1 12
3 USC Münster 4 4 12:2 12
4 VC Wiesbaden 5 4 13:6 11
5 VfB Suhl Lotto Thüringen 5 3 10:6 9
6 Dresdner SC 4 2 7:7 6
7 Schwarz-Weiß Erfurt 4 2 6:8 5
8 Ladies in Black Aachen 5 2 7:11 5
9 Rote Raben Vilsbiburg 5 1 8:12 5
10 Binder Blaubären TSV Flacht 5 1 4:13 3
11 Skurios Volleys Borken 5 0 3:15 1
12 ETV Hamburger Volksbank Volleys 5 0 1:15 0