Fußball

Erstes Heimspiel für Seitz: SV Wehen Wiesbaden will gegen Aachen nachlegen

Nach dem turbulenten Auswärtssieg in Ingolstadt empfängt der SV Wehen Wiesbaden am Mittwochabend Alemannia Aachen in der BRITA Arena. Für Trainer Jochen Seitz ist es das erste Drittliga-Heimspiel als Chefcoach. Er warnt davor, sich von der Aachener Heimklatsche gegen Viktoria Köln täuschen zu lassen.

Von: |Erschienen am: 13. Oktober 2026 23:46|

Archivfoto: Andreas Volz

Englische Woche in der 3. Liga, für den SV Wehen Wiesbaden geht es Schlag auf Schlag. Drei Tage nach dem Auswärtssieg in Ingolstadt kommt am Mittwoch, 14. Oktober, 19 Uhr, Alemannia Aachen in die BRITA Arena. Beim FC Ingolstadt gewann der SVWW mit 4:2, nachdem es zur Pause noch 0:0 gestanden hatte. Durch den Sieg steht der SVWW jetzt auf Platz 15 mit acht Punkten und 9:15 Toren. 

Spannendes Spiel bis zum Schluss

Spannend war das Seitz-Debüt bis zum Schluss. Die Wiesbadener führten bereits 2:0, kassierten dann innerhalb von zehn Minuten den Ausgleich und schlugen anschließend noch zweimal zu. „Die Mannschaft hat es 70 Minuten hervorragend gemacht, dann bekommen wir zwei dumme Gegentore. Viele Mannschaften würden dann zusammenbrechen. Wir haben es glücklicherweise geschafft, weiter daran zu glauben, den Siegtreffer erzielen zu können. Das 3:2 und das 4:2 haben wir wirklich hervorragend herausgespielt“, so Seitz im Spieltagsinterview. Der Sieg sei eine große Erleichterung gewesen, aufgrund der Tabellensituation. Die drei Punkte waren extrem wertvoll. Jetzt gilt es nachzulegen.

Trainer sieht noch keine Trendwende

Von einer Trendwende will der neue Trainer aber noch nicht sprechen. „Trendwende kann man nicht sagen. Wir sind ganz gut damit gefahren, von Spiel zu Spiel zu denken“, betont Seitz. Vier Tore und vier verschiedene Torschützen hätten gutgetan, trotzdem habe seine Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit „zwei, drei hundertprozentige Möglichkeiten“ liegen lassen. Ein extra Abschlusstraining war in der kurzen Woche keine Zeit, die Szenen wurden aber per Video aufgearbeitet. Dabei ging es auch um Umschaltmomente, in denen sein Team kurzzeitig in Überzahl waren und diese nicht gut ausgespielt haben.

Phase nach der 2:0 Führung aufgearbeitet

Auch die Phase nach der 2:0-Führung hat das Trainerteam analysiert. Ingolstadt habe alles nach vorne geworfen und zwei wuchtige Stürmer eingewechselt, worauf der SVWW kurzzeitig auf eine Fünferkette umstellte, um das Zentrum kompakter zu machen. „Beide Tore können wir verteidigen“, so das Fazit von Seitz. Beim zweiten Gegentor habe Obed Ugondu den Ball aber auch sehr platziert ins lange Eck geschossen. Erklärtes Ziel ist jedoch die Null zu halten.

Einige angeschlagene Spieler

Personell bleibt die Lage angespannt. Sinan Karweina (Muskelverletzung im Oberschenkel), Simon Stehle (Kreuzbandzerrung) und David Suárez (Knöchelverletzung) fehlen weiterhin, Tarik Gözüsirin ist gesperrt. Ob Noah Brdar (Entzündung am Fußnagel), Jordy Gillekens (muskuläre Probleme) und Philipp Hercher (Aufbau nach muskulären Problemen) dabei sein können, ist noch offen. Ob er die Startelf rotieren lässt, entscheidet Seitz erst kurz vor dem Spiel. „Wir haben eine sehr gut besetzte Bank, da ist immer etwas möglich. Es geht darum, eine frische Mannschaft auf das Feld zu bringen. Da geht es viel um Kommunikation, um Ehrlichkeit der Spieler und um das Auge des Trainers“, erklärt Seitz.

Aachen wird hoch motiviert sein nach deutlicher Heimpleite

Aachen kommt angeschlagen nach Wiesbaden. Am Sonntag verlor die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic vor eigenem Publikum mit 2:5 gegen Viktoria Köln, zur Pause stand es bereits 1:4. Beide Aachener Tore erzielte Lukas Scepanik. Seitz misst der Niederlage wenig Bedeutung bei: „Jedes Spiel beginnt bei 0:0. Aachen hat seine Fehler sicher analysiert und will sie korrigieren. Der Gegner ist hoch motiviert gegen uns zu gewinnen.“

Das Gästeteam beschreibt der Coach als aggressive Mannschaft mit hohem Angriffspressing und Manndeckung, die spielstark ist und mit vielen Spielern und Doppelpässen über das Zentrum kombiniert. Der Matchplan sieht eine gewisse Kompaktheit vor, dabei müssen die Abstände gut sein. Es gilt gut in die Zweikämpfe zu kommen, um an das Umschaltspiel zu kommen. Dabei gilt es die Leistung auf den Platz zu bringen, dann wird es schwierig, gegen uns zu gewinnen.

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