Handball
HSG Breckenheim Wallau/Massenheim nimmt einen Punkt aus Baunatal mit
Nach einer starken kämpferischen Leistung hat sich die HSG beim GSV Eintracht Baunatal trotz eines zwischenzeitlichen Fünf‑Tore‑Rückstands einen Punkt gesichert. Ein direkter Freiwurf mit der Schlusssirene verhinderte den Auswärtssieg und sorgte für das 20:20‑Ende einer intensiven Regionalliga-Partie.
Archivfoto: Daniel Becker
Die HSG erlebte in Baunatal einen Samstagabend, der von intensiver Abwehrarbeit, einer schwierigen Anfangsphase im Angriff und einer beeindruckenden Moral geprägt war. Co‑Trainer Klaus Fischer übernahm an der Seitenlinie die Verantwortung, da Tobias Schimmelbauer beruflich verhindert war und sah eine Partie, in der seine Mannschaft defensiv über weite Strecken überzeugte. In der 6:0‑Deckung attackierte die HSG den Baunataler Rückraum früh und konsequent, dahinter war zunächst Dennis Quandt ein sicherer Rückhalt. Später übernahm Sebastian Schermuly und knüpfte nahtlos an, unter anderem mit einem gehaltenen Siebenmeter in der Schlussphase.
Offensiv lief es zunächst jedoch nicht rund. Fehlwürfe, zu wenig Bewegung und ein statisches Angriffsspiel verhinderten, dass die starke Defensive belohnt wurde. Baunatal nutzte diese Phase konsequent und setzte sich über 7:5 und 10:6 bis auf 11:6 ab. Fischer reagierte und stellte auf sieben Feldspieler um – mit Wirkung. Julius Lunnebach übernahm Verantwortung und verkürzte mit drei Treffern in der Schlussphase der ersten Hälfte auf 9:11.
HSG nach der Pause deutlich verbessert
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die HSG deutlich verbessert. Nick Bürkle und Henry Gottron stellten auf 12:12, und fortan entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Baunatal legte immer wieder vor, doch die HSG blieb stabil und ließ sich nicht mehr abschütteln. Beim 18:18 durch Levi Herbertz war die Partie zwölf Minuten vor Schluss völlig offen.
HSG kassiert noch zwei späte Tore
In der Schlussphase schien die HSG das Spiel sogar drehen zu können. Lukas Kummerer traf zunächst zum 19:18 und erhöhte per Siebenmeter auf 20:18. Doch zwei Zeitstrafen gegen Henry Gottron und Lennard Beer brachten die Mannschaft in Unterzahl und erschwerten es, den Vorsprung zu verteidigen. Sebastian Schermuly parierte beim 20:19 noch einen Siebenmeter, die Partie blieb dramatisch.
Mit der Schlusssirene erhielt Baunatal schließlich einen direkten Freiwurf. Luke Meyners traf und sorgte für den Endstand, der aus HSG‑Sicht nach der starken Aufholjagd und der späten Zwei‑Tore‑Führung bitter ausfiel.
Fischer: Unglückliches Ende
Co‑Trainer Klaus Fischer zog dennoch ein differenziertes Fazit: „Unsere Abwehr war über das gesamte Spiel gut. Wir haben in der ersten Halbzeit elf und in der zweiten nur neun Gegentore bekommen. Vorne hatten wir gerade in der ersten Hälfte zu viele Fehlwürfe und waren gegen die offensive Deckung zu statisch. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann super zurückgekämpft und mehr Emotionen gezeigt. Wenn man sieht, dass wir kurz vor Schluss mit zwei Toren führen, ist es natürlich unglücklich, mit dem direkten Freiwurf noch den Ausgleich zu bekommen.“
Beste HSG‑Torschützen waren Lukas Kummerer und Julius Lunnebach mit jeweils fünf Treffern, Nick Bürkle steuerte vier Tore bei.
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InfoBox
GSV Eintracht Baunatal – HSG Breckenheim Wallau/Massenheim 20:20 (11:9)
HSG BWM: Quandt, Schermuly, Grosbach – Crecelius, Göttert, Vormbrock (2 Tore), Gottron (2), Obergfell (1), Beer, Bürkle (4), Kummerer (5/2), Lunnebach (5), Herbertz (1), Lange.

Die HSG Breckenheim Wallau/Massenheim feierte am Sonntagabend einen hochverdienten 33:24 Heimtriumph gegen die TuSpo […]

