Verkehr

Entwarnung auf der A643: Schäden an Behelfsbrücke repariert – Vollsperrung wird Donnerstagmorgen aufgehoben

Großes Aufatmen für Zehntausende Berufspendler im Rhein-Main-Gebiet. Das befürchtete tagelange Verkehrschaos auf der Autobahn 643 bleibt aus! Wie die Autobahn GmbH des Bundes mitteilt, konnten die Schäden an der Behelfsbrücke im Bereich Wiesbaden-Schierstein noch am Mittwochnachmittag erfolgreich repariert werden. Die Vollsperrung in Fahrtrichtung Wiesbaden/Frankfurt wird am Donnerstagfrüh, pünktlich zum Einsetzen des Berufsverkehrs, vollständig aufgehoben.

Von: |Erschienen am: 23. September 2026 20:01|

Foto: Die Autobahn GmbH des Bundes

Schneller Erfolg der Brücken- und Statikexperten in Wiesbaden. Die kurzfristig verhängte Vollsperrung auf der Autobahn 643 am Mittwochvormittag in Fahrtrichtung Wiesbaden/Frankfurt steht unmittelbar vor dem Ende.

Wie die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes am Mittwochabend offiziell bekanntgab, wird die Vollsperrung zwischen der Schiersteiner Brücke und dem Autobahnkreuz Schierstein am Donnerstag, 24. September, gegen etwa 5:00 Uhr morgens aufgehoben. Damit ist die wichtigste Pendlerachse zwischen Rheinhessen und der hessischen Landeshauptstadt pünktlich zum Einsetzen des morgendlichen Berufsverkehrs wieder voll befahrbar.

Schnelle Behebung – Material härtet über Nacht aus

Die kurzfristig festgestellten Schäden an dem Behelfsbauwerk konnten durch den konzentrierten Einsatz der Bautrupps bereits am Mittwochnachmittag vollumfänglich instandgesetzt werden.

Dass die Fahrbahn nicht bereits am Mittwochabend freigegeben werden konnte, hat rein bautechnische Gründe. Das frisch verbaute Spezialmaterial benötigt zwingend eine mehrstündige Aushärtezeit, um den massiven Gewichten des Schwerlast- und Pendlerverkehrs standzuhalten.

Ab Donnerstagfrüh um 5:00 Uhr stehen dem Verkehr wieder alle Kapazitäten uneingeschränkt zur Verfügung:

  • Drei reguläre Fahrstreifen in Fahrtrichtung Wiesbaden/Frankfurt auf der A643.

  • Sämtliche Verbindungsrampen im Autobahnkreuz Schierstein zur A66 (sowohl in Fahrtrichtung Frankfurt als auch in Fahrtrichtung Rüdesheim).

Bei einer Überprüfung wurden mehrere beschädigte Brückenlager festgestellt. Zudem hatten sich an der Stahlkonstruktion Schrauben gelockert. Die statischen Prüfungen und Schadensuntersuchungen vor Ort laufen derzeit auf Hochtouren.

Ursache für Brückenschaden

Die Brücke war erst kurz zuvor für den Baustellenverkehr freigegeben worden. Die Lockerung der Schrauben und Schäden an den Lagern traten offenbar unter dem immensen Druck von Lkw-Belastungen (Schwerlastverkehr) auf. Frühzeitige Entdeckung: Da solche Behelfsbauwerke in Baustellen engen Kontrollzyklen unterliegen, wurden die Mängel glücklicherweise frühzeitig bemerkt, bevor Schlimmeres passieren konnte.

Die Autobahn GmbH des Bundes betonte ausdrücklich, dass die eigentliche, neu gebaute Schiersteiner Rheinbrücke intakt ist. Das Problem betraf eine kleinere, provisorische Behelfsbrücke im Bereich der Hagenauer Straße, die während des laufenden sechsspurigen Ausbaus des Schiersteiner Kreuzes den Verkehr überbrückt.

Warum die Behelfsbrücke verstärkt werden musste

Die betroffene Behelfsbrücke überführt im Zuge des Autobahnbaus derzeit die Hagenauer Straße bzw. den Bereich Alte Schmelze in Schierstein. Die Autobahn GmbH stellte klar, dass ein solches Interimsbauwerk konstruktionsbedingt nicht mit einer regulären Massivbrücke vergleichbar ist.

Unter der realen Dauerbelastung des rollenden Verkehrs hatte sich herausgestellt, dass die Konstruktion an neuralgischen Punkten punktuell verstärkt werden musste. Glücklicherweise erwies sich das Ausmaß der notwendigen Nacharbeiten als deutlich geringer als zunächst befürchtet. Die Arbeiten konnten daher ohne Verzug in den Nachmittagsstunden des 23. September abgeschlossen werden.

Die Autobahn GmbH bedankte sich bei allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für die Geduld und das Verständnis für die unumgängliche Sicherheitsmaßnahme. Auch im Wiesbadener Stadtgebiet – insbesondere in den am Mittwoch massiv überlasteten Stadtteilen Schierstein und Biebrich – dürfte sich die Verkehrslage am Donnerstagmorgen wieder komplett normalisieren.

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