American Football / Fotostrecke
Wiesbaden Phantoms unterliegen im Halbfinale – Aufstiegstraum endet gegen Rostock
Die Wiesbaden Phantoms haben am Samstag den Einzug in den GFL2 Bowl verpasst und sind im Halbfinale an den Rostock Griffins gescheitert. Trotz zwischenzeitlichem Comeback und großem Kampf unterlag das Team von Patrick Griesheimer die Partie.
Fotos: Otto Witte
Im Halbfinale um den Einzug in den GFL2 Bowl haben die Wiesbaden Phantoms am Samstagnachmittag eine intensive und wechselhafte Partie gegen die Rostock Griffins erlebt. Die Gäste aus dem Norden, gespickt mit mehreren US‑Imports, erwiesen sich über vier Quarter als das konstantere Team und nutzten Fehler der Phantoms konsequent aus.
Frühe Führung, Rostock antwortet
Die Begegnung begann vielversprechend. Ein präziser 36‑Yards‑Pass von Lenny Turturica auf Anton Göbel brachte die frühe Führung, Leon Amberg verwandelte sicher den Zusatzpunkt. Rostock antwortete jedoch unmittelbar mit einem 80‑Yards‑Big‑Play von Quarterback Christofer Zellous auf Anthony Dixon. Ein misslungener Snap der Wiesbadener, der in der Endzone aufgenommen wurde, sowie ein 50‑Yards‑Interception‑Return‑Touchdown von George Hawkins ließen die Griffins davonziehen.
Phantoms zeigen Moral
Die Phantoms zeigten Moral und kämpften sich zurück. Ein weiterer Pass von Turturica auf Göbel verkürzte, Amberg traf erneut. Auch ein beinahe abgefangener Ball in der Endzone und der folgende Rostocker Touchdown durch Arthur Riemer brachten Wiesbaden nicht aus dem Konzept. Turturica fand Justin Schmitt zum 20:28, der PAT misslang jedoch. Kurz darauf fing Schmitt eine Interception, und Dwayne Milton trug die Conversion per Lauf in die Endzone.
Rostock mit der Pausenführung
Ein kurzer Onside Kick verschaffte Rostock jedoch eine ideale Ausgangsposition, die Zellous mit einem Pass auf Saint‑Jean nutzte. Kurz vor der Halbzeit gerieten die Phantoms erneut in Rückstand.
Griffins bringen Sieg über Ziellinie
Nach der Pause hatten die Griffins das Glück auf ihrer Seite. Ryan Gomes wurde mehrfach gestoppt, bekam den abprallenden Ball aber in die Hände und sprintete über das halbe Feld zum Touchdown. Wiesbaden verkürzte im Schlussviertel durch das dritte Zusammenspiel Turturica zu Göbel auf 35:41, doch Rostock antwortete sofort. Saint‑Jean fing seinen dritten Touchdown, die Phantoms stoppten zwar zweimal die Conversion, kamen aber selbst nicht mehr zu Punkten. Den Schlusspunkt setzte Jaeden Lewis kurz vor Ende der Partie.
Schmitt: Wir haben uns heute selbst geschlagen
Nach dem Abpfiff zeigten sich die Phantoms selbstkritisch, aber stolz. „Wir haben uns heute selbst geschlagen. Aber die Saison war schon erfolgreich…“, bilanzierte Justin Schmitt und auch Patrick Griesheimer sprach von zu vielen Fehlern und blank liegenden Nerven. „Nach dem ersten Quarter hatten wir eigentlich schon verloren.“ Gleichzeitig sprach er seinem Team – „einer sehr jungen Mannschaft mit Spielern aus dem Rhein-Main-Gebiet und nur zwei Imports“ – ein großes Lob für ihre Leistung aus. „Wir hatten eine super Saison… war spaßig.“ Anton Göbel hatte die Phantoms „nicht auf dem besten Niveau“ spielen und sie mit viel Pech agieren sehen.
Beeindruckendes zweites GFL2-Jahr
Trotz des verpassten Finaleinzugs bleibt die Saison ein starkes Ausrufezeichen. Die Phantoms wurden in ihrem zweiten GFL2‑Jahr nach dem Wiederaufstieg souverän Süd‑Meister (9:1 Siege), stellten die beste Offense und Defense ihrer Gruppe und kassierten ligaweit die wenigsten Gegenpunkte. Der Weg in die GFL ist vertagt, die Entwicklung der Mannschaft jedoch beeindruckend.
Eine Fotostrecke mit 228 Bildern gibt es hier
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