Verkehrsunglück
Mehrere Verletzte nach Auffahrunfall auf der A3 – Feuerwehr mit großem Einsatz bei Medenbach
Zwischen Niedernhausen und der Raststätte Medenbach kam es am Sonntagnachmittag zu einem schweren Auffahrunfall mit fünf Fahrzeugen. Neun Personen wurden verletzt, eine davon schwer. Im Rückstau ereignete sich ein weiterer Unfall.
Fotos: Daniel Becker
Auf der A3 in Fahrtrichtung Süden ereignete sich am Sonntag gegen 15:30 Uhr, etwa einen Kilometer vor der Raststätte Wiesbaden‑Medenbach, ein Auffahrunfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen. Nach ersten Erkenntnissen führte Unachtsamkeit bei hohem Verkehrsaufkommen und vermutlich überhöhter Geschwindigkeit zu der Kollision auf der linken Spur.
Neun Verletzte
Insgesamt befanden sich 16 Personen in den Fahrzeugen, darunter mehrere Kinder. Neun Menschen wurden verletzt, eine Beifahrerin eines Audi schwer. Sie wurde vor Ort notärztlich versorgt und anschließend in eine Wiesbadener Klinik gebracht. Auch eine Familie in einem weiteren Fahrzeug war betroffen: Mutter, Vater und ein über 18‑jähriger Sohn erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen. Der Sohn blieb unverletzt.
Autobahn voll gesperrt
Die übrigen Beteiligten wurden vor Ort untersucht und als leicht verletzt oder unverletzt eingestuft. Die Feuerwehr sperrte die Autobahn zunächst vollständig, um die Rettungsmaßnahmen zu ermöglichen. Die beschädigten Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Die Schadenshöhe steht zurzeit nicht fest.
Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr Wiesbaden sowie die Freiwilligen Feuerwehren Auringen und Naurod, unterstützt von vier Rettungswagenbesatzungen, zwei Notärzten und der technischen Einsatzleitung.
Zwei Spuren nach 75 Minuten geöffnet
Nach rund 75 Minuten konnten zwei Spuren wieder freigegeben werden. Der Rückstau reichte zu diesem Zeitpunkt bereits bis hinter Niedernhausen. Im stockenden Verkehr kam es zu einem weiteren Folgeunfall mit drei Fahrzeugen und drei verletzten Personen, die ebenfalls in Kliniken gebracht wurden. Wie die Feuerwehr Wiesbaden parallel mitteilte, waren neben den Wiesbadener Kräften auch Einsatzkräfte aus dem Rheingau‑Taunus‑Kreis und dem Main‑Taunus‑Kreis beteiligt.
Gaffer auf der Gegenspur behindern Verkehrsfluss
Auf der Gegenspur bildete sich durch Schaulustige ein sogenannter Impactstau in Richtung Norden, der ebenfalls zu erheblichen Behinderungen führte. Die Feuerwehr appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, bei solchen Einsätzen unbedingt die Rettungsgasse freizuhalten, um schnelle Hilfe zu ermöglichen. Im vorligenden Unfallgeschehen hatte dies sehr gut funktioniert, wie Feuerwehrkräfte vor Ort bestätigten.
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