Projekt

Drei Hühner, viele Begegnungen – Wie Daisy, Frieda und Rosi das Antoniusheim beleben

Seit Anfang April sorgen drei Hühner im Antoniusheim-Altenzentrum in Wiesbaden-Sonnenberg für spürbar mehr Leben, Austausch und Freude. Das tiergestützte Projekt zeigt eindrucksvoll, wie sehr Tiere den Alltag von Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitarbeitenden und Angehörigen bereichern können.

Von: |Erschienen am: 11. Juni 2026 20:57|

Fotos: Privat

Das Antoniusheim-Altenzentrum in Wiesbaden-Sonnenberg hat seit Anfang April drei besondere Gäste: Die Hühner Daisy, Frieda und Rosi sind im Rahmen eines tiergestützten Projekts erneut eingezogen und bleiben bis Mitte August auf dem Gelände. In Zusammenarbeit mit dem Hühnerverleih Taunushuhn verfolgt der Sozialdienst das Ziel, durch Tiere Nähe, Bewegung, Gespräche und Struktur in den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohnern zu bringen.

Viele Erinnerungen kehren zurück

Schon nach wenigen Tagen zeigte sich, wie groß die Wirkung der gefiederten Besucherinnen ist. Viele Bewohner erinnern sich an ihre Kindheit auf dem Land, andere erzählen, dass sie sich schon immer Hühner gewünscht hätten. Die Tiere werden schnell zu einem Ort der Begegnung: Menschen bleiben stehen, kommen ins Gespräch, teilen Erinnerungen oder beobachten gemeinsam das muntere Treiben im Gehege. Auch Mitarbeitende, die mit ihren Familien auf dem Gelände wohnen, nutzen die Gelegenheit für kurze Besuche, ein generationenübergreifender Austausch entsteht ganz nebenbei.

In die Tagesstruktur eingebunden

Für die Betreuung eröffnet das Projekt neue Möglichkeiten. Die Hühner werden bewusst in die Tagesstruktur eingebunden, etwa als Anlass für Bewegung, zur Förderung der Feinmotorik oder als emotionaler Impuls. Angehörige berichten ebenfalls von positiven Veränderungen. Eine Tochter erzählt: „Meine Mutter wirkt wacher, lebendiger. Sie hat mir heute am Telefon zum ersten Mal seit Wochen etwas von sich aus erzählt – über die Hühner.“

Hühner bis Mitte August noch vor Ort

Bis Mitte August bleiben Daisy, Frieda und Rosi noch zu Besuch. Doch schon jetzt ist klar: Ihr Einfluss auf das soziale Miteinander im Antoniusheim wird weit über ihren Aufenthalt hinaus spürbar bleiben. Eine Fortsetzung des Projekts ist ausdrücklich gewünscht, denn nachhaltige, verlässliche und regelmäßig wiederkehrende Angebote sind ein wichtiges Ziel der Einrichtung.

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