Fußball
SV Wehen Wiesbaden vor Auswärtsspiel in Aue – Fokus auf Wettkampf und Stabilität
Am 35. Spieltag der 3. Liga tritt der SV Wehen Wiesbaden am Samstag bei FC Erzgebirge Aue an, wo die Gastgeber so gut wie abgestiegen sind. Cheftrainer Daniel Scherning fordert von seinem Team maximale Wettkampfhärte und eine deutlich stabilere Defensivleistung bei Standards.
Foto: Andreas Volz
Nach der Unentschieden gegen Waldhof Mannheim steht das vorletzte Auswärtsspiel der Saison an. Am Samstag, 25. April, gastiert der SVWW um 14:00 Uhr im Erzgebirgsstadion beim FC Erzgebirge Aue. Die Partie verspricht besondere Brisanz, denn die Gastgeber könnten im schlimmsten Fall bereits an diesem Spieltag absteigen, entsprechend emotional und intensiv erwartet Cheftrainer Daniel Scherning das Duell.
Gute Offensive, klare Defizite bei Standards
Im Rückblick auf das 3:3 gegen Waldhof Mannheim zeigte sich Scherning grundsätzlich zufrieden mit der spielerischen Leistung seines Teams, kritisierte jedoch die defensive Arbeit bei Standardsituationen. „Wir haben drei Tore geschossen und hätten noch mehr erzielen können. Aber wir haben die Standards nicht konsequent genug verteidigt“, betonte der Trainer. Vor allem das erste Gegentor, bei dem Mannheim unbedrängt zum Kopfball kam, ärgerte ihn. Die Fehler wurden intern klar angesprochen und sollen in Aue nicht erneut passieren.
Standards im Fokus und ein klares Bekenntnis zum Wettkampf
Standardsituationen stehen ohnehin regelmäßig auf dem Trainingsplan des SVWW. Verantwortlich dafür ist Co-Trainer Frank Steinmetz, der laut Scherning „einen sehr guten Job“ macht. Für die verbleibenden Saisonspiele brauche es keine zusätzliche Motivation. „Ich bin ein Wettkämpfer. Wir haben eine Verantwortung der Liga gegenüber und wollen jedes Spiel gewinnen“, so Scherning im Spieltagsinterview. Der Coach betont, dass der Wettkampf für ihn immer im Vordergrund steht.
Saisonendphase: Raum für Tests – aber mit klarer Zielsetzung
In der Schlussphase der Saison könne man taktisch und personell auch Neues ausprobieren, so Scherning. Dennoch bleibe das Ziel unverändert: „Wir wollen in erster Linie gewinnen. Alles andere ist Arbeit drumherum.“ Lobende, aber auch fordernde Worte fand Scherning für Lukas Schleimer. Der Offensivspieler habe eine wichtige Rolle im Team, müsse jedoch in puncto Effektivität zulegen: „Er hätte mehr Scorer machen können als die aktuellen sieben. Das erwarte ich von einem Spieler seiner Qualität.“
Für das Auswärtsspiel in Aue fehlen definitiv: Gino Fechner (Muskelfaserriss), Florian Hübner (leichte Gehirnerschütterung), Orestis Kiomourtzoglou (muskuläre Probleme). Fraglich sind die Einsätze von Ryan Johansson und Nassim El Ouarti.
Aue kämpft ums Überleben und kommt mit Rückenwind
Aue steht unter enormem Druck, kann aber auf ein Erfolgserlebnis bauen. Am Mittwoch zog das Team vor 15.000 Zuschauern ins Sachsenpokalfinale ein. Scherning warnt vor einer stabilen Mannschaft mit erfahrener Achse um Torwart Martin Männel, Ryan Malone, Julian Günther-Schmidt und Stürmer Marcel Bär. Besonders die Tiefe und Eins-gegen-eins-Stärke der Offensivspieler seien gefährlich. Seit dem zweiten Trainerwechsel wirke Aue „deutlich stabiler“.
Kompaktheit und Konsequenz
Für einen Auswärtssieg brauche es vor allem defensive Stabilität, insbesondere bei Standards, langen Einwürfen und Freistößen. Offensiv sieht Scherning sein Team gut aufgestellt: „Wir haben gegen Mannheim drei Tore erzielt und uns viele Chancen erarbeitet. Daran haben wir weitergearbeitet an Automatismen und an Räumen, die wir bespielen wollen.“
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Das Team von Daniel Scherning wollte am Sonntagabend gegen SV Waldhof Mannheim wieder ein Erfolgserlebnis, nach der […]

