Fußball
SV Wehen Wiesbaden peilt Wiedergutmachung an – Mannheim soll Wendepunkt werden
Das Team von Daniel Scherning empfängt am Sonntagabend den SV Waldhof Mannheim und will nach einer enttäuschenden Englischen Woche wieder ein Zeichen setzen. Der Coach setzt dabei auf einen klaren Reset und die Rückkehr zu den eigenen Stärken.
Foto: Jan Hübner
Der SV Wehen Wiesbaden will am Sonntagabend in der BRITA Arena ein Zeichen setzen. Nach einer ernüchternden Englischen Woche trifft die Mannschaft von Trainer Daniel Scherning am 34. Spieltag der 3. Liga auf SV Waldhof Mannheim und geht mit klarer Haltung in die Partie: Zurück zu den eigenen Stärken, zurück zur Intensität, zurück in die Spur nach dem die Aufstiegschancen abgeschrieben wurden. Die Gäste haben mit dem Auf- und Abstieg nichts mehr zu tun. Über 1.100 Fans aus Mannheim begleitet das Gäste-Team in die hessische Landeshauptstadt.
SVWW will Reset nutzen
Die vergangenen Tage waren für den SVWW alles andere als zufriedenstellend. Scherning spricht offen von einer „nicht guten Woche“, betont aber gleichzeitig, wie wichtig der interne Reset gewesen sei. Im Training setzte der Coach auf viele wettkampforientierte Elemente, Standards und Spielformen, die den Spielern wieder ein positives Gefühl vermitteln sollten. „Wir mussten uns neu fokussieren und uns an das erinnern, was uns lange ausgezeichnet hat“, sagt der Coach im Spieltagsinterview.
Inhaltlich arbeitete das Trainerteam an mehreren Stellschrauben. Scherning fordert ein deutlich aktiveres Verteidigen, mehr Konsequenz in den Zweikämpfen und klare Abläufe im Ballbesitz. „Wir wollen zurück zu den Stärken, die wir über Monate gezeigt haben“, erklärt er. Die Mannschaft habe in der langen Trainingswoche „gut gearbeitet“ und sei auf Mannheim vorbereitet.
Ohne Kiomourtzoglou und Fechner
Verzichten muss der SVWW am Sonntag auf Orestis Kiomourtzoglou. Der Mittelfeldspieler wird aufgrund muskulärer Probleme geschont. Auch Gino Fechner fällt weiterhin mit einem Muskelfaserriss im linken Oberschenkel aus.
Aufstiegschance abgehakt – Motivation bleibt
Die verpasste Möglichkeit, im Aufstiegsrennen noch einmal anzugreifen, war intern Thema. „Wir sind Profis. Das Thema ist abgeschlossen“, stellt Scherning klar. Stattdessen richtet sich der Blick auf die verbleibenden Aufgaben und die sind für den SVWW keineswegs bedeutungslos. Neben der Verantwortung gegenüber den Teams im Auf- und Abstiegskampf steht auch das Hessenpokal-Finale im Fokus, das den Weg in den DFB-Pokal ebnen soll. „Wir wollen neu angreifen“, betont Scherning.
Mannheim als spielstarker Gegner
Der Waldhof reist mit einer Mannschaft an, die laut Scherning viel Wert auf spielerische Elemente legt und im Ballbesitz variabel agiert. Besonders Felix Lohkemper hebt der Trainer hervor, als Zielspieler, als Tiefengefahr, als Standardwaffe. Dennoch sieht Scherning klare Chancen für sein Team. „Wir werden Räume finden, in denen wir ihnen wehtun können“, so der SVWW-Coach.
Das Hinspiel, Schernings Debüt, spielt für die Vorbereitung keine Rolle. Damals war der Platz in der Mitte gefroren, lange Bälle dominierten das Geschehen. „Das ist fünf Monate her. Im Fußball eine halbe Ewigkeit“, sagt der Coach.
Erfolgserlebnis erzwingen
Für den SVWW geht es am Sonntag vor allem darum, wieder ein positives Ergebnis nach vier Niederlagen einzufahren und Stabilität zurückzugewinnen.
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