Rollstuhlbasketball

Rhinos krönen starke Saison: Souveräner Heimsieg bringt historischen zweiten Platz

Mit einem klaren Heimerfolg am Sonntag gegen Trier sichern sich die Rhine River Rhinos erstmals den zweiten Platz der Bundesliga-Hauptrunde. Vor mehr als 500 begeisterten Fans zeigte das Team eine reife, geschlossene Leistung und schrieb damit Vereinsgeschichte.

Von: |Erschienen am: 12. April 2026 23:31|

Foto: Ana Sasse

Es lag etwas Besonderes in der Luft, als die Rhine River Rhinos am Sonntagnachmittag ihr letztes Heimspiel der Hauptrunde bestritten. Die Ausgangslage war klar, die Bedeutung groß und die Mannschaft zeigte von Beginn an, dass sie bereit war, diesen Moment zu nutzen.

Geduld statt Perfektion im ersten Viertel

Der Start in die Partie verlief jedoch nicht ideal. Trier fand früh seinen Rhythmus, spielte Angriffe konsequent aus und stellte die Rhinos vor Herausforderungen. In der Defensive fehlte zunächst die letzte Abstimmung, während offensiv einige gute Möglichkeiten ungenutzt blieben. Doch anstatt nervös zu werden, blieb Wiesbaden geduldig. Schritt für Schritt arbeitete sich das Team in die Begegnung, erhöhte die Intensität und fand bessere Wurfoptionen. Gegen Ende des ersten Viertels hatten die Rhinos das Tempo übernommen und das Spiel gedreht.

Mehr Kontrolle, mehr Tiefe, mehr Rhythmus

Im zweiten Abschnitt zeigte sich die große Stärke dieser Saison: Stabilität. Der Ball lief flüssiger, die Entscheidungen wurden klarer, und die Rotation funktionierte nahtlos. Frische Kräfte brachten Energie, ohne dass ein Bruch im Spiel entstand. Während Trier zunehmend Probleme hatte, das Tempo mitzugehen, agierten die Rhinos offensiv variabel und defensiv geschlossen. Der Vorsprung wuchs kontinuierlich, ein Zeichen der gewachsenen Reife.

Ein drittes Viertel als Statement

Nach der Pause setzten die Rhinos ein klares Ausrufezeichen. Die Defensive stand nun stabil, Ballverluste wurden minimiert und die Offense lief wie aus einem Guss. Immer wieder zwang Wiesbaden die Gäste zu schwierigen Abschlüssen und schaltete selbst schnell um. Besonders auffällig war die klare Entscheidungsfindung im Angriff, ob schnelle Transition-Punkte oder geduldig herausgespielte Würfe. Der Vorsprung wuchs auf über 20 Punkte an, und die Partie bekam eine eindeutige Richtung.

Rotation bleibt der Schlüssel

Auch im Schlussviertel blieb die Intensität hoch. Die Rhinos rotierten konsequent weiter, gaben Spielern aus der zweiten Reihe Verantwortung und hielten das Niveau stabil. Trier kämpfte bis zum Ende, konnte den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Wiesbaden kontrollierte die Partie souverän, spielte die Uhr klug herunter und durfte sich schließlich über einen deutlichen Erfolg freuen.

Ein Sieg mit Signalwirkung

Erst jetzt wurde die ganze Tragweite dieses Nachmittags sichtbar: Mit dem 77:60-Heimsieg sichern sich die Rhine River Rhinos erstmals in ihrer Vereinsgeschichte den zweiten Tabellenplatz nach der Hauptrunde. Ein Meilenstein, der die Entwicklung der vergangenen Monate eindrucksvoll unterstreicht.

Der Blick richtet sich nun nach vorne: Am 16. Mai steigt in Wiesbaden das Playoff-Halbfinale gegen Lahn-Dill oder Hannover. Zuvor wartet am 10. Mai noch das Auswärtsspiel des Playoff-Gegners inklusive organisiertem Fanbus, um auch dort auf lautstarke Unterstützung zählen zu können.

Palmer: Großartige Teamleistung

„Wir haben unser letztes Heimspiel der regulären Saison gegen die Trier Dolphins bestritten, angeführt vom erfahrenen Dirk Paßiwan, der defensiv unser Hauptfokus war. Es war eine großartige Teamleistung, jeder hat Spielzeit bekommen und seine Rolle erfüllt. Die Fans waren wie immer überragend und geben uns enorme Energie. Mit diesem Sieg haben wir uns erfolgreich den zweiten Platz gesichert. Jjetzt gilt der Fokus dem letzten Wochenende der Hauptrunde“, sagt Jim Palmer (Kapitän).

„Mental war dieses Spiel nicht einfach, weil wir durch den gestrigen Sieg von Trier bereits sicher Zweiter waren. Umso größer das Kompliment an alle für die richtige Einstellung. Wir hatten etwas zu viele Ballverluste, daran müssen wir vor EuroCup und Playoffs arbeiten. Glückwunsch an alle. Dieses historische Ergebnis ist das Werk des gesamten Clubs und unserer Fans“, so Nicola Damiano.

Korder: Platz zwei nach der Hauptrunde kaum in Worte zu fassen

„Vor einem Jahr wussten wir nicht, ob es überhaupt weitergeht. Heute stehen wir auf Platz zwei der Bundesliga-Hauptrunde, das ist kaum in Worte zu fassen. Unser Dank gilt dem gesamten Team, dem Staff und unseren starken Partnern. Besonders stolz macht uns nicht nur das Ergebnis, sondern die Art und Weise, wie es erreicht wurde. Wir hoffen auf die Unterstützung der gesamten Stadt beim Playoff-Halbfinale am 16. Mai“, sagt Mirko Korder (Geschäftsführer).

„Ein guter Sieg gegen einen sehr guten Gegner. Unsere Verteidigung hat Trier immer wieder zu schwierigen Abschlüssen gezwungen, das war der Schlüssel zu diesem klaren Ergebnis“, so Chris Huber (Headcoach).

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InfoBox

Rhine River Rhinos – Doneck Dolphins 77:60 (20:14 | 24:13 | 18:14 | 15:19)

Rhine River Rhinos: Mojtaba Kamali (24), Nico Dreimüller (21), Kei Akita (13), Hannah Dodd (4), Tim Diedrich (4), Steven Elliot (3), James Palmer (2), Takuya Furusawa (2), Nicola Damiano (2), Simon Dornieden (2)

Doneck Dolphins Trier: Dirk Paßiwan (22), Alex Hummer (10), Correy Rossi (9), Walter Vlaanderen (7), Nathalie Paßiwan (6), Linus Lenerz (2), Lukas Jung (2), Svenja Emi (2)