Fußball
Nur noch ein Sieg bis zum Hessenpokal-Finale – SV Wehen Wiesbaden reist nach Ober‑Roden
Der SV Wehen Wiesbaden will im Hessenpokal den Einzug ins Finale perfekt machen und trifft am Mittwochabend im Halbfinale auf Germania Ober‑Roden. Dort wartet bereits die SG Barockstadt Fulda‑Lehnerz, die sich im zweiten Halbfinale im Elfmeterschießen durchgesetzt hat.
Foto: Jan Hübner
Der SV Wehen Wiesbaden steht kurz vor dem großen Ziel: dem Einzug ins Hessenpokal‑Finale. Am Mittwochabend, 19:00 Uhr, gastiert der Drittligist beim Verbandsligisten 1. FC Germania 08 Ober‑Roden, der sich mit Leidenschaft und Pokalmentalität bis ins Halbfinale gespielt hat. Die Partie wird live auf dem YouTube‑Kanal des Hessischen Fußballverbandes übertragen.
Der mögliche Finalgegner steht bereits fest. Die SG Barockstadt Fulda‑Lehnerz setzte sich am Dienstagabend in einem spannenden Elfmeterschießen mit 3:2 gegen Kickers Offenbach durch. Für den SVWW ist das jedoch Zukunftsmusik. Zunächst gilt der volle Fokus dem Auftritt in Rödermark.
Vor dem Halbfinale betont Cheftrainer Daniel Scherning, dass seine Mannschaft die Aufgabe mit maximaler Seriosität angeht. „Die Vorbereitung ist genauso wie bei einem Drittligaspiel. Wir müssen mit vollem Fokus und Seriosität in das Spiel gehen. Wir wollen unbedingt eine Runde weiterkommen und am Ende im Finale stehen.“
Personal: Zwei Abstellungen in der Nationalmannschaft – drei Spieler fraglich
Nicht zur Verfügung stehen Ben Nink, der mit der deutschen U19 um die EM‑Qualifikation spielt, sowie Ibrahim Ati Allah, der bei der marokkanischen U20 weilt. Fraglich sind zudem die Einsätze von Gino Fechner, Fabian Greilinger und Florian Hübner.
„Florian Hübner schleppt noch ein paar Probleme aus dem Spiel gegen Rostock mit, Fabian Greilinger hat gestern im Training einen Schlag im Rippenbereich abbekommen und Gino Fechner ist ein bisschen kränklich“, erklärt Scherning. „Alle anderen sind am Start, so dass wir eine sehr große Auswahl an Spielern haben.“
Analyse des Gegners: Kompakt, emotional, gefährlich im Umschalten
Der SVWW hat Ober‑Roden intensiv beobachtet und mehrere Spiele analysiert. Scherning erwartet einen Gegner, der tief organisiert verteidigt und auf Umschaltmomente lauert. „Ober‑Roden wird sich kompakt aufstellen und versuchen, Umschaltmomente und Standardsituationen zu nutzen. Sie werden eine gewisse Emotionalität auf den Platz bringen, um so die nächste Überraschung zu schaffen.“ Gerade diese Emotionalität macht Pokalspiele unberechenbar und genau deshalb fordert Scherning höchste Wachsamkeit.
Lehren aus Fernwald: Warnsignal und Weckruf zugleich
Das Viertelfinale gegen den FSV Fernwald hat dem SVWW gezeigt, wie schnell ein Pokalabend kippen kann. „Wir haben nochmal darüber gesprochen, was nicht optimal funktioniert hat, aber auch, was wir sehr gut gemacht haben“, so Scherning. „Es ist wieder ein Pokalspiel, diesmal ein Halbfinale. Da ist es egal, ob du auf einen Sechstligisten oder Viertligisten triffst.“
Spielidee: Dominanz, Reife, klare Abläufe
Scherning erwartet, dass seine Mannschaft viel Ballbesitz haben wird, aber nicht ohne Gegenwehr. „Vielleicht werden sie uns gerade am Anfang situativ pressen. Wir wissen, was wir gegen die jeweilige Art tun müssen.“ Der Matchplan: Dominant auftreten, Zweikämpfe gewinnen, Umschaltmomente unterbinden, Standards vermeiden. „Wir wollen Klarheit in unserer Spielweise zeigen und 100 Prozent Leistung auf den Platz bringen.“
Ausblick: Der Weg zum Titel führt über Ober-Roden
Mit der SG Barockstadt Fulda‑Lehnerz wartet im Finale ein ambitionierter Regionalligist. Mit einem konzentrierten Auftritt will der Drittligist den Finaleinzug perfekt machen und dem Hessenpokal‑Titel einen großen Schritt näherkommen.
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