Zusammenarbeit
Für ein starkes Ländchen: FWG Breckenheim und Wallau ziehen an einem Strang
Die Freien Wählergemeinschaften aus Breckenheim und Wallau haben ihre ortsübergreifende Kooperation weiter vertieft und informierten am Samstag vor dem REWE-Markt in Breckenheim über ihre Ziele zur Kommunalwahl. Im Mittelpunkt standen Nahmobilität, Nahversorgung und regionale Infrastrukturprojekte, die beide Ortsteile gleichermaßen betreffen.
Foto: Privat
Die Freie Wählergemeinschaft Wiesbaden e. V. und die Freie Wählergemeinschaft Hofheim e. V. arbeiten bereits seit Juni 2024 eng zusammen – insbesondere über die Ortsbeiräte in Breckenheim und Wallau. Am Samstag trafen sich Vertreter beider Gruppen vor dem REWE-Markt in Breckenheim, um Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld der Kommunalwahl über ihre Positionen zu informieren. Der Standort war bewusst gewählt: Der Markt dient als gemeinsamer Versorgungsort für Menschen aus beiden Ortsteilen und symbolisiert die enge Verbindung im Ländchen.
Neue Buslinie gefordert
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Verbesserung der Nahmobilität. Die FWG setzt sich dafür ein, die Idee einer neuen Buslinie voranzubringen, die Bremthal, Wildsachsen, Medenbach, Langenhain, Breckenheim und Wallau miteinander verbinden könnte. Eine solche Verbindung würde nicht nur die Erreichbarkeit der Nahversorger im Wallauer Gewerbegebiet verbessern, sondern auch älteren Menschen ohne Auto den Zugang zu wichtigen Einrichtungen erleichtern. Die enge Verzahnung von Nahversorgung und Mobilität sei ein entscheidender Faktor für die Lebensqualität im Ländchen, betonten die Vertreter.
Belastung durch Stromtrassenprojekt gering halten
Auch das geplante Stromtrassenprojekt Rhein-Main-Link spielte eine wichtige Rolle. Die mögliche Trassenführung im Bereich Breckenheim und Wallau berührt sensible Natur- und Landschaftsräume sowie landwirtschaftliche Flächen. Zudem stehen Fragen zu Netz- und Konverterstandorten im Raum. Die Freien Wähler vor Ort unterstrichen, dass der Ausbau der Stromnetze ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende sei. Gleichzeitig müsse die konkrete Planung so gestaltet werden, dass Belastungen für Natur, Landwirtschaft und die betroffenen Ortsteile möglichst gering ausfallen. Transparenz, frühzeitige Information und die Berücksichtigung regionaler Belange seien dabei unverzichtbar.
FWG Nordenstadt unterstützte Veranstaltung
Unterstützung erhielt die Veranstaltung auch von der FWG ZfN Nordenstadt. Deren Vertreter betonten die Bedeutung einer Verkehrspolitik, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und in enger Abstimmung mit den Nachbarorten entwickelt wird. Ein Beispiel dafür ist die Wallauer Spange, deren Umsetzung sich deutlich verzögert. Das Genehmigungsverfahren wurde 2025 gestoppt und muss neu aufgesetzt werden; ein Baustart ist frühestens 2027 realistisch, zudem ist die Finanzierung noch nicht abschließend gesichert. Trotz der Verzögerungen gilt das Projekt weiterhin als wichtig für die Region.
Infrastrukturprojekte wichtig für die Region
Die Freien Wählergemeinschaften aus Breckenheim, Wallau und Nordenstadt sind sich einig, dass Infrastrukturprojekte für die Zukunftsfähigkeit der Region notwendig sind. Gleichzeitig müsse stets darauf geachtet werden, die Interessen der betroffenen Ortsteile sowie den Natur- und Landschaftsschutz angemessen zu berücksichtigen. Die Entwicklungen rund um die Wallauer Spange wollen sie daher weiterhin aufmerksam begleiten.
Gerade auf Ebene der Ortsbeiräte sehen die Freien Wähler ihre Aufgabe darin, Entwicklungen konstruktiv zu begleiten und sich für praktikable, ortsverträgliche Lösungen einzusetzen. Sie betonen ihre Unabhängigkeit von übergeordneten Parteistrukturen und ihren Fokus auf kommunale Themen – frei von Fraktionszwang und ausschließlich dem Wohl der lokalen Gemeinschaft verpflichtet.
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