Rollstuhlbasketball
Rhine River Rhinos feiern historischen Pokalerfolg und holen erstmals den Vize-Titel
Die Wiesbadener Rhinos blicken auf ein intensives Final‑Four‑Wochenende zurück, an dessen Ende sie erstmals als Vize-Pokalsieger hervorgingen. Nach einem starken Halbfinalauftritt gegen München lieferte das Team auch im Finale gegen die Thuringia Bulls einen leidenschaftlichen Kampf.
Foto: Ana Sasse
Ein historisches Wochenende liegt hinter den Rhine River Rhinos: Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte standen sie im Finale des RBD-Pokals – und präsentierten sich dort als ebenbürtiger Herausforderer eines europäischen Topteams. Der Weg ins Endspiel in Frankfurt am Main führte über ein überzeugendes Halbfinale gegen die RBB München Iguanas, in dem die Rhinos nach anfänglichen Schwierigkeiten zunehmend die Kontrolle übernahmen. Besonders ab dem zweiten Viertel stabilisierte sich das Spiel der Wiesbadener deutlich. Mit aggressiver Verteidigung, klarem Tempo und konsequent ausgespielten Offensivaktionen setzten sie sich immer weiter ab und entschieden die Partie am Ende souverän mit 69:44 für sich. Mojtaba Kamali, Takuya Furusawa, Nico Dreimüller und Tim Diedrich prägten das Spiel maßgeblich und sorgten dafür, dass die Rhinos mit breiter Brust ins Finale einzogen.
Offener Schlagabtausch im letzten Viertel
Dort warteten die RSB Thuringia Bulls – eines der stärksten Teams Europas und seit Jahren das Maß der Dinge im Rollstuhlbasketball. Die Bulls erwischten den besseren Start und erspielten sich früh eine zweistellige Führung, doch die Rhinos ließen sich davon nicht beeindrucken. Mit großem Einsatz kämpften sie sich immer wieder heran und verkürzten den Rückstand mehrfach. Besonders im letzten Viertel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Wiesbadener den Abstand zeitweise auf zwei Punkte reduzierten und die Bulls sichtbar unter Druck setzten. Trotz aller Bemühungen behielten die Thüringer in der Schlussphase die Nerven und nutzten ihre Chancen konsequent, sodass die Rhinos sich am Ende knapp mit 77:70 geschlagen geben mussten. Offensiv übernahmen erneut Kamali, Diedrich, Dreimüller und Kei Akita Verantwortung und hielten ihr Team bis in die Schlussminuten im Spiel.
Trotz Niederlage überwog Stolz
Trotz der Niederlage überwog nach dem Schlusspfiff der Stolz. Headcoach Chris Huber lobte die Geschlossenheit seines Teams, das sich sowohl im Halbfinale als auch im Finale als Einheit präsentierte und gegen die Bulls so nah an einem Sieg war wie kaum ein anderes Team in dieser Saison. Auch das Management zeigte sich begeistert vom Auftritt der Mannschaft, die eindrucksvoll bewiesen hat, dass sie mit den besten Teams Europas mithalten kann.
Heimspiel gegen Hannover
Für die Rhinos ist der Vize-Pokalsieg ein wichtiger Meilenstein.Die gezeigten Leistungen sind ein wichtiges Signal für den weiteren Saisonverlauf. Die Rhinos nehmen wertvolle Erfahrungen aus dem Pokalwochenende mit und wollen den Schwung nun in der Liga nutzen. Bereits am Sonntag, 15. März, steht das nächste wichtige Spiel an: Zu Hause empfängt das Team den Tabellennachbarn Hannover United – eine richtungsweisende Partie im Kampf um die oberen Plätze.
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InfoBox
Halbfinale RBB München Iguanas – Rhine River Rhinos 44:69 (13:14 | 8:17 | 8:17 | 15:21)
RBB München Iguanas: Sebastian Holzheu (17), Bastian Kolb (11), Gabriel Robl (6), Annika Sonnleitner (4), Josef Wernberger (3), Salih Sakak (2), Lukas Haider (1).
Rhine River Rhinos: Mojtaba Kamali (20), Nico Dreimüller (13), Takuya Furusawa (8), Kei Akita (7), Tim Diedrich (6), James Palmer (4), Geshnigani Seyedmehran Hosseini (4), Simon Dornieden (3), Hannah Dodd (2), Teemu Partanen (2).
Pokalfinale RSB Thuringia Bulls – Rhine River Rhinos 77:70 (21:18| 19:12 | 19:16 | 18:24)
RSB Thuringia Bulls: Joakim Linden (28), Vahid Gholamazad (18), Jordi Ruiz Jordan (14), Aliaksandr Halouski (9), Hubert Hager (8).
Rhine River Rhinos: Mojtaba Kamali (25), Kei Akita (16), Tim Diedrich (11), Nico Dreimüller (7), Takuya Furusawa (7), James Palmer (2), Hannah Dodd (2).

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