Nachruf

Handwerkskammer Wiesbaden trauert um prägenden Gestalter Bernhard Mundschenk

Bernhard Mundschenk, langjähriger Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden und eine der prägenden Stimmen des hessischen Handwerks, ist am Dienstag im Alter von 65 Jahren verstorben. Die Handwerkskammer und die Stadt Wiesbaden würdigen sein jahrzehntelanges Engagement und verlieren eine hochgeschätzte Persönlichkeit.

Von: |Erschienen am: 6. März 2026 07:33|

Foto: Handwerkskammer Wiesbaden (bearbeitet)

Die Handwerkskammer Wiesbaden nimmt mit großer Trauer Abschied von ihrem ehemaligen Hauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk, der am Dienstag, 3. März, im Alter von 65 Jahren verstorben ist. Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg hat er das Handwerk in Wiesbaden und in ganz Hessen maßgeblich geprägt und entscheidend weiterentwickelt.

Zehn Jahre Hauptgeschäftsführer

Der Jurist aus Mainz begann seinen beruflichen Weg im Handwerk 1992 als Referent bei der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern. Drei Jahre später wechselte er zur Handwerkskammer Wiesbaden, wo er zunächst die Leitung einer Hauptabteilung übernahm. Bereits 1997 wählte ihn die Vollversammlung zum Geschäftsführer, später zum stellvertretenden Hauptgeschäftsführer. Im Jahr 2015 folgte schließlich die Wahl zum Hauptgeschäftsführer – ein Amt, das er bis zu seinem Ruhestand im Mai 2025 mit großer fachlicher Kompetenz und menschlicher Integrität ausfüllte. Gemeinsam mit den Kammerpräsidenten Klaus Repp und später Stefan Füll repräsentierte er die Handwerkskammer nach innen wie nach außen.

Hessische Handwerkskammern geleitet

Seit 2016 führte Mundschenk zudem die Geschäfte der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern und des Hessischen Handwerkstages. In dieser Funktion vertrat er die Interessen von mehr als 78.000 Handwerksbetrieben in Hessen und setzte sich mit Nachdruck für deren Belange ein.

Für seine herausragenden Verdienste wurde er 2025 mit der Goldenen Ehrennadel der Handwerkskammer Wiesbaden ausgezeichnet. Zu seinen zentralen Anliegen zählten die Stärkung der Berufsorientierung – gerade auch an Gymnasien –, die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung sowie die Förderung der Betriebsnachfolge. Ebenso engagierte er sich für die Unterstützung junger Menschen auf dem Weg in die handwerkliche Selbstständigkeit und für den Abbau bürokratischer Hürden für Gründerinnen, Gründer und kleine Unternehmen.

Die Handwerkskammer Wiesbaden wird Bernhard Mundschenk ein ehrendes und dankbares Andenken bewahren.

Landeshauptstadt würdigt Lebensleistung von Mundschenk

Auch die Landeshauptstadt Wiesbaden würdigt die Lebensleistung des Verstorbenen. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende betont, Wiesbaden verliere „eine hochgeschätzte Persönlichkeit und einen Menschen, der über Jahrzehnte das Handwerk in Wiesbaden und Hessen geprägt“ habe. Bürgermeisterin und Wirtschaftsdezernentin Christiane Hinninger hebt die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit hervor: Mundschenk sei „ein kompetenter und empathischer Gesprächspartner“ gewesen, dessen Verlässlichkeit sowohl fachlich als auch menschlich herausragte.

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