Rollstuhlbasketball

Rhinos gewinnen intensiven Schlagabtausch in Wetzlar

Mit einem starken Auswärtssieg in Wetzlar holen am Samstagabend die Rhine River Rhinos einen wichtigen Prestigeerfolg. Vor allem defensiv überzeugt das Team und entscheidet das Derby im Schlussviertel klar für sich.

Von: |Erschienen am: 22. Februar 2026 21:44|

Foto: Ana Sasse

Vor über 1.500 Zuschauern in der Buderus Arena entwickelte sich am Samstagabend ein Derby zwischen dem RSV Lahn-Dill und den Rhine River Rhinos, das seinem Ruf gerecht wurde: intensiv, körperbetont und über weite Strecken völlig offen. Beide Teams suchten früh den Weg zum Korb, wechselten mehrfach die Führung und ließen kaum einfache Abschlüsse zu. Mojtaba Kamali übernahm im ersten Abschnitt Verantwortung im Abschluss, während Nico Dreimüller das Tempo klug steuerte.

Rhinos finden defensiv Zugriff – RSV bleibt gefährlich

Im zweiten Viertel gelang es den Rhinos, defensiv noch besser zu greifen. Ballgewinne, kontrollierte Angriffe und eine verbesserte Wurfquote sorgten für einen kleinen Lauf, der den Gästen zur Pause ein Polster verschaffte. Entscheidend waren in dieser Phase die konsequente Reboundarbeit und die Ruhe im Abschluss.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der RSV den Druck. Wetzlar verkürzte, zwang Wiesbaden zu Fehlern und neutralisierte die Rhinos-Offensive im dritten Viertel weitgehend. Beide Teams lieferten sich ein taktisch geprägtes Ringen, in dem jeder Punkt hart erarbeitet werden musste.

Crunchtime gehört den Rhinos

Erst im Schlussabschnitt kippte das Spiel endgültig. Wiesbaden fand zurück zu seiner defensiven Stabilität, ließ kaum noch freie Würfe zu und kontrollierte das Tempo. Kamali und Palmer setzten offensiv die entscheidenden Akzente, während das Team kollektiv die Intensität hochhielt. Punkt für Punkt setzten sich die Rhinos ab – und entschieden das Derby schließlich klar für sich.

Ein Sieg mit Signalwirkung

Der RSV präsentierte sich wie gewohnt strukturiert und abgezockt, blieb lange auf Augenhöhe und bestrafte Fehler konsequent. Umso höher ist die Leistung der Rhinos einzuordnen, die über 40 Minuten diszipliniert blieben und im entscheidenden Moment ihre Qualität ausspielten. Am Ende stand ein verdienter 57:42‑Erfolg für Wiesbaden.

Defensive war der Schlüssel zum Sieg

„Ein Sieg in Wetzlar ist immer etwas Besonderes. Wir waren variabler, konnten viele Spieler einsetzen und haben uns damit eine gute Ausgangslage im Kampf um Platz zwei erarbeitet“, sagt Nico Dreimüller. „Unsere Defensive war der Schlüssel. Den RSV bei so wenigen Punkten zu halten ist stark – jetzt wollen wir diese Energie ins Pokal Final Four mitnehmen“, so Headcoach Christopher Huber. „Wir haben konzentriert begonnen, eine Schwächephase überstanden und im letzten Viertel die richtige Antwort gezeigt. Der Sieg gibt uns viel Selbstvertrauen“, sagt Mojtaba Kamali.

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InfoBox

RSV Lahn-Dill – Rhine River Rhinos 42:57 (14:15 | 12:20 | 8:4 | 8:18).

RSV Lahn-Dill: Colin Higgins (16), Rose Hollermann (12), Julian Lammering (8), Jannik Blair (6).

Rhine River Rhinos: Mojtaba Kamali (22), James Palmer (8), Nico Dreimüller (8), Tim Diedrich (6), Kei Akita (6), Takuya Furusawa (4), Steven Elliott (2), Hannah Dodd (1).