Volleyball

Jochen Schöps steigt beim VC Wiesbaden als Co-Trainer ein – Sossenheimer beendet lange Ära

Der VC Wiesbaden setzt mitten in der Saison ein starkes Zeichen und holt mit Jochen Schöps eine der prägendsten Figuren des deutschen Volleyballs als neuen Co‑Trainer. Gleichzeitig verabschiedet sich Christian Sossenheimer nach über 15 Jahren im Verein.

Von: |Erschienen am: 11. Februar 2026 23:16|

Foto: Conny Kurth (1,3); Detlef Gottwald (2)

Der VC Wiesbaden hat eine zentrale Personalentscheidung getroffen und sein Trainerteam hochkarätig verstärkt: Jochen Schöps, 42 Jahre alt und einer der erfolgreichsten deutschen Volleyballer der vergangenen zwei Jahrzehnte, übernimmt ab sofort die Rolle des Co‑Trainers der Erstligamannschaft. Er folgt auf Christian Sossenheimer (54), der den Verein auf eigenen Wunsch verlässt und damit eine Ära beendet.

Zusammenarbeit zunächst für die laufende Saison

Die Zusammenarbeit mit Schöps ist zunächst auf die laufende Saison ausgelegt. Über eine mögliche längerfristige Einbindung soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Bis zur Verpflichtung eines neuen Cheftrainers führt Sportdirektor Benedikt Frank weiterhin das Trainerteam an und verbindet damit sportliche Leitung und strategische Ausrichtung des Clubs.

Leistungsorientierung und höchste Ansprüche

Für den VCW ist die Verpflichtung des 318‑fachen Nationalspielers ein sportlicher Coup. Schöps, der in seiner aktiven Karriere unter anderem zwei Olympiateilnahmen, WM‑Bronze 2014, einen Champions‑League‑Titel sowie zahlreiche nationale Meisterschaften und Pokalsiege feierte, bringt internationale Erfahrung aus Russland, Polen, Frankreich und Katar mit. „Er steht für Leistungsorientierung und höchste Ansprüche. Seine Präsenz ist ein starkes Signal für unsere Mannschaft und für den Standort Wiesbaden“, betont VCW‑Co‑Geschäftsführer Thomas Utsch. Frank ergänzt: „Jochen bringt eine wertvolle Perspektive aus dem Männerbereich ein und erweitert unseren Blickwinkel in Training, Spielvorbereitung und individueller Entwicklung.“

Abschied nach 15 Jahren: Christian Sossenheimer geht

Mit dem Wechsel endet zugleich die langjährige Tätigkeit von Christian Sossenheimer, der seit 2010 in verschiedenen Funktionen für den VCW tätig war – als Co‑Trainer, Cheftrainer und zuletzt als Assistent unter Benedikt Frank und Tigin Yağlioğlu. „Mit Christian verlässt uns ein vertrautes Gesicht und ein Freund“, sagt Co‑Geschäftsführer Christopher Fetting. „Seine 15 Jahre beim VCW sind außergewöhnlich und mit vielen Höhepunkten verbunden – von den Pokalfinals 2013 und 2018 bis zur Bronzemedaille im CEV Challenge Cup 2023/24.“

Sossenheimer selbst blickt dankbar, aber entschlossen nach vorn: Nach vielen intensiven Jahren sei es der richtige Moment für einen persönlichen Schlussstrich. Die Gespräche mit dem Verein beschreibt er als offen und respektvoll. „Ich wünsche dem VCW sportlich und strukturell alles Gute und bedanke mich bei allen Wegbegleitern für die gemeinsamen Jahre.“

Schöps bringt Weltklasse-Erfahrung ein

Der in Villingen-Schwenningen geborene frühere Diagonalangreifer gilt als einer der erfolgreichsten Volleyballer Südbadens. Der Deutsche Volleyball-Verband bezeichnete ihn einst als „sanften Killer“ – eine Mischung aus technischer Präzision, Ruhe und Durchschlagskraft. Seit 2022 ist Schöps als A‑Lizenz‑Trainer aktiv und sammelte bereits Erfahrung im Nachwuchs- und Männerbereich, unter anderem bei den deutschen U17-, U22- und U23‑Nationalteams sowie der SSG Langen.

„Ich freue mich sehr darauf, meine Erfahrungen einzubringen und die Mädels zu unterstützen“, sagt Schöps. „Mir ist wichtig, die Freude am Volleyball zu vermitteln. So lässt es sich gut und hart zusammenarbeiten.“

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