Rollstuhlbasketball

Auswärtssieg im Krimi an der Mosel – Rhinos bestehen Härtetest gegen Trier

Die Rhine River Rhinos sind erfolgreich in das Pflichtspieljahr 2026 gestartet. In einer bis zur letzten Minute umkämpften Partie setzten sich die Wiesbadener am Sonntagnachmittag bei den Doneck Dolphins Trier mit acht Punkten Vorsprung durch. Dabei feierte Neuzugang Takuya Furusawa sein Debüt im Rhinos-Trikot.

Von: |Erschienen am: 18. Januar 2026 23:06|

Foto: Ana Sasse

Nach dem das erste Heimspiel in 2026 gegen Köln kurzfristig abgesagt wurde, stand am Sonntag das erste Pflichtspiel in 2026 an. Beim Auswärtsauftritt in Trier war man vorgewarnt. Spielertrainer Dirk Paßiwan und sein Team sollte man nicht unterschätzen.

Defensivstarker Beginn

Die Rhinos starteten konzentriert in die Partie in der Halle am Mäusheckerweg. Besonders die Verteidigung arbeitete zu Beginn effektiv und gestattete den Hausherren im ersten Viertel nur wenige einfache Punkte. Offensiv übernahmen früh Mojtaba Kamali und Nico Dreimüller Verantwortung, sodass die Gäste mit einer 14:9-Führung in die erste Viertelpause gingen. Das Team von Headcoach Christopher Huber versuchte, das Tempo zu kontrollieren und die starken Schützen der Trierer nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.

Trier schlägt zurück – Partie kippt

Im zweiten Viertel wendete sich das Blatt. Die Hausherren, angeführt von einem überragend aufgelegten Dirk Paßiwan, erhöhten den Druck und fanden nun häufiger Lücken in der Wiesbadener Zone. Die Rhinos hatten in dieser Phase Mühe, ihren offensiven Rhythmus beizubehalten. Trier entschied das zweite Viertel mit 20:14 für sich und ging folgerichtig mit einer knappen 29:28-Führung in die Halbzeitpause. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt völlig offen und entwickelte sich zum erwarteten Krimi.

Vorentscheidung nach der Pause

Die Halbzeitansprache von Coach Huber schien gefruchtet zu haben. Wie verwandelt kamen die Rhinos aus der Kabine und legten den defensiven Schalter wieder um. Im gesamten dritten Spielabschnitt ließen die Wiesbadener lediglich 6 Punkte der Dolphins zu. Gleichzeitig stabilisierte sich das Angriffsspiel. Tim Diedrich und Kei Akita streuten wichtige Punkte ein, und Neuzugang Takuya Furusawa fügte sich bei seinem Einstand gut in die Rotation ein. Mit einem 42:35-Vorsprung gingen die Rhinos in den Schlussabschnitt.

Crunchtime – Nerven behalten

Im letzten Viertel warfen die Dolphins noch einmal alles in die Waagschale und verkürzten den Rückstand, doch die Rhinos blieben in den entscheidenden Momenten cool. Nico Dreimüller und Mojtaba Kamali (beide 16 Punkte) behielten die Übersicht, während Steven Elliott und Teemu Partanen von der Bank wichtige Entlastung brachten. Trotz der 35 Punkte von Triers Topscorer Paßiwan brachten die Rhinos den Vorsprung über die Zeit und sicherten sich den verdienten 62:54-Arbeitssieg.

Dolphins verlangten die Rhinos alles ab

Die Doneck Dolphins Trier verlangten den Rhinos alles ab. Das Team um Spielertrainer Dirk Paßiwan zeigte, warum es vor heimischem Publikum so gefährlich ist. Paßiwan selbst war von der Wiesbadener Defense kaum zu stoppen und trug sein Team fast im Alleingang offensiv. Unterstützt wurde er von Alex Hummer und Patrick Dorner, die physisch dagegenhielten. Am Ende fehlte den Hausherren jedoch die Tiefe im Scoring, um die geschlossene Mannschaftsleistung der Rhinos zu knacken.

Nach Umstellung hat die Rhinos Verteidigung besser gegriffen

Headcoach Christopher Huber: „Wir sind froh erfolgreich in das neue Jahr gestartet zu sein. Wir haben heute den erwarteten Kampf gegen richtig starke Trierer, angeführt von Dirk – der ein großartiges Spiel hatte – gesehen. Nach der Umstellung von Ganz- auf Halbfeldverteidigung hat unsere Verteidigung besser gegriffen.  Ich glaube insgesamt können wir zufrieden sein Trier über 40 Minuten unter 60 Punkten halten zu können.“

„Es war ein sehr hartes Spiel und ich bin wirklich glücklich, dass wir als Team den Sieg holen konnten. Das war mein erster Einsatz in der Bundesliga und ich bin dankbar für das Vertrauen und die Unterstützung meiner Teamkollegen und Trainer. Ich habe noch viel zu lernen, aber ich werde weiter hart arbeiten, um dem Team zu helfen“, sagt Neuzugang #1 Takuya Furusawa.

„Es war gut, einen Sieg einzufahren und das Jahr mit einem Paukenschlag zu beginnen. Trier hat einige schwierige Würfe getroffen, aber wir haben uns an den Matchplan gehalten, was letztendlich zu diesem wichtigen Erfolg geführt hat“, so #7 Steven Elliott.

Thuringia Bulls kommt nach Wiesbaden

Mit diesem Erfolg im Rücken starten die Rhine River Rhinos positiv in das Jahr 2026. Der Sieg in Trier war ein Beweis für die mentale Stärke und die defensive Qualität des Kaders. Nun gilt es, die Abstimmung mit Neuzugang Furusawa im Training weiter zu verfeinern, um für die kommenden Aufgaben in der RBBL gerüstet zu sein. Schon nächstes Wochenende wartet mit den Thuringia Bulls der ungeschlagene Tabellenführer in heimischer Halle. Für die Rhinos wird dies der ultimative Härtetest, um zu sehen, wie weit die Mannschaft gegen die absolute europäische Spitze bereits ist. Die Fans dürfen sich im Rhinos Dome auf hochklassigen Rollstuhlbasketball und einen leidenschaftlichen Kampf um jeden Zentimeter Boden freuen.

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InfoBox

Doneck Dolphins Trier – Rhine River Rhinos 54:62 (9:14, 20:14, 6:14, 19:20)

Doneck Dolphins Trier: Dirk Paßiwan 35, Alex Hummer 6, Patrick Dorner 6, Walter Vlaanderen 4, Correy Rossi 2, Svenja Erni 1, Nathalie Paßiwan 0, Sylvana Van Hees 0.

Rhine River Rhinos: Mojtaba Kamali 16, Nico Dreimüller 16, Kei Akita 10, Tim Diedrich 8, Steven Elliott 5, Teemu Partanen 5, James Palmer 2, Takuya Furusawa 0, Hannah Dodd 0, Nicola Damiano 0, Geshnigani Hosseini 0.