Fußball
SV Wehen Wiesbaden zum Rückrundenstart in Ulm gefordert
Zum Start ins Fußballjahr 2026 wartet auf den SV Wehen Wiesbaden ein echter Härtetest in Ulm. Die Rot-Schwarzen haben im Winter Trainingslager Schwerpunkte auf Offensive und Defensive gelegt. Trainer Daniel Scherning fordert von seinem Team eine Top-Leistung, um erste Punkte in der Rückrunde zu holen.
Foto: Andreas Volz
Der SV Wehen Wiesbaden gastiert am 20. Spieltag der 3. Liga beim SSV Ulm 1846 Fußball – ein Auftakt am Samstag, 17. Januar, 14:00 Uhr, der es in sich hat. Während die Hessen mit einer intensiven, aber kurzen Vorbereitung aus der Winterpause kommen, hat sich der Tabellen-18. aus Ulm personell wie spielerisch neu aufgestellt.
Scherning über die Vorbereitung: „Gute Phase, aber keine klassische Wintervorbereitung“
Nach der kurzen Pause ging es Anfang Januar nach Spanien für den SVWW direkt ins Trainingslager. Dort wurde intensiv gearbeitet. Der Coach empfand die Vorbereitungszeit in der spielfreien Zeit in der 3. Liga nicht als große Wintervorbereitung. Sein Team hat aber einen Schritt nach vorne gemacht.
Zwei-Blöcke-Plan: Offensive und Defensive im Fokus
Im Trainingslager setzte der Cheftrainer klare Schwerpunkte in der Offensive. Dort wurden unter anderem Ablaufmuster, Boxbesetzung und Restverteidigung und Umschalten nach Ballverlust behandelt. Im zweiten Block wurde die Defensive behandelt, wie Pressing-Systematik und Boxverteidigung.
Besonders lobte Scherning die Geschlossenheit der Mannschaft: „Der Gewinner des Trainingslagers ist ganz klar die Mannschaft.“ Auch die U19-Spieler hätten sich „sehr gut präsentiert“.
Ulm mit neuem Gesicht
Die Ulmer stehen zwar auf Platz 18, haben sich aber im Winter massiv verstärkt. Mit Pavel Dotchev sitzt nun ein äußerst erfahrener Trainer auf der Bank. „Wir stellen uns personell auf eine andere Mannschaft ein als vor der Winterpause“, betont Scherning. Ulm habe trotz Niederlagen „gute Lösungen mit Ball“ gezeigt und sei besonders über Flanken gefährlich – auch aus dem Halbfeld oder mit dem falschen Fuß.
Der Plan für Ulm: Intensität, Laufstärke, Ruhe am Ball
Scherning fordert von seinem Team eine Top-Leistung: „Wir müssen intensiven Fußball spielen, sehr gut arbeiten und läuferisch wieder eine Top-Leistung abliefern.“ Mit Ball brauche es Ruhe und klare Lösungen, um die Trainingsschwerpunkte umzusetzen.
Für SVWW-Cheftrainer Daniel Scherning ist klar: „Wir wollen positiv in die Rückrunde starten – aber es wird eine brutal schwierige Aufgabe.“
Marschroute für 2026: Laufstärke halten, Defensive stabilisieren, Offensive weiterentwickeln
Der SVWW will an die positiven Entwicklungen der letzten Wochen anknüpfen. „Wir sind im läuferischen Bereich eine der Top-Mannschaften der Liga geworden. Das wollen wir in der Rückrunde halten“, erklärt Scherning. Gleichzeitig soll die Defensive stabil bleiben und die Offensive weiter zulegen. Der interne Konkurrenzkampf sei groß und gewollt.
Stimmen aus Ulm: Dotchev sieht sein Team „heiß auf den Rückrundenstart“
Ulm-Trainer Pavel Dotchev zeigt sich vor dem Duell selbstbewusst: „Wir sind gut vorbereitet, die Mannschaft brennt auf das erste Spiel.“ Die Neuzugänge hätten zusätzliche Optionen geschaffen, die Abstimmung sei verbessert.
Zum Gegner aus Wiesbaden sagt Dotchev: „Ein sehr ambitionierter Verein, sehr robust, sehr körperlich. Sie wollen oben angreifen.“ Er erwartet ein Duell auf Augenhöhe – und fordert von seinem Team Mut: „Wir spielen zu Hause und wir wollen gewinnen. Wir dürfen uns nicht kleinreden.“
Personal: Drei Ausfälle, ein Fragezeichen
Definitiv nicht zur Verfügung stehen Orestis Kiomourtzoglou und Florian Stritzel (beide Muskelverletzung im Oberschenkel) sowie David Suárez, der nach einem Teilriss des Innenbands im Knie noch nicht einsatzbereit ist. Suarez hat am Donnerstag teilweise mit der Mannschaft auf dem Platz gestanden. In der nächsten Woche soll er wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren, so der Coach.
Fraglich bleibt der Einsatz von Angreifer Nikolas Agrafiotis. Nach einer genähten Fußwunde aus dem Testspiel gegen Darmstadt konnte er zwar wieder auf den Platz zurückkehren, jedoch noch nicht voll trainieren.
Bei den Ulmern fehlen vier Langzeitverletzte mit Jonas David, Dominik Martinovic, Johannes Reichert und Marcel Wenig zum Rückrundenauftakt.
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