Volleyball / Fotostrecke
VC Wiesbaden unterliegt Ladies in Black Aachen trotz starker Phasen – VCW II holt Tiebreak-Sieg
Zwei Spiele, zwei Geschichten – ein Verein: Der VC Wiesbaden verpasste am Sonntag gegen Aachen trotz starker Phasen knapp den Tiebreak, auch weil der verletzungsbedingte Ausfall von Libera Rene Sain zum Ende des zweiten Satzes schwer ins Gewicht fiel. Der VCW II hingegen setzte ein Ausrufezeichen: Nach einem intensiven Schlagabtausch rang die Zweite den TV Holz im Tiebreak nieder.
Foto: Detlef Gottwald
Das Team von Tigin Yaglioglu ist am Sonntag in die Rückrunde in die Hauptrunde gestartet. Gegen die Ladies in Black Aachen sollte ein Sieg her, um gut ins neue Jahr zu starten.
Wiesbaden dominiert den ersten Satz
Der VCW erwischte einen nahezu perfekten Auftakt. Mit druckvollen Aufschlägen, stabiler Annahme und klaren Angriffslösungen setzte sich Wiesbaden früh ab. Nach 20:8 Führung ließen die Wiesbadenerinnen nach. Aachen verkürtze auf 16:22, allerdings brachte das Wiesbadener Team mit 25:18 nach Hause.
Aachen dreht das Spiel – VCW verliert Rhythmus
Im zweiten Satz kippte die Partie. Aachen stabilisierte die Annahme, erhöhte den Aufschlagdruck und zwang Wiesbaden zu Fehlern. Der VCW blieb zwar bis Mitte des Satzes dran, verlor aber in der Crunch-Time den Anschluss. Aachen holte sich den Durchgang mit 25:20 und glich aus. Beim Ballwechsel zum 20:24 verletzte sich Libera Rene Sain. Mit einem bandagierten Oberschenkel verfolgte sie die Partie an der Seitenlinie.
Lilly Bietau auf der Libera-Rolle – dritter Satz ernüchtern
Lilly Bietau übernahm die Libera-Rolle. Auch Satz drei verlief aus Wiesbadener Sicht ernüchternd. Die Ladies in Black dominierten nun klar, nutzten jede Unsauberkeit des VCW und setzten sich früh ab. Wiesbaden fand kaum Lösungen gegen den Aachener Block – 15:25.
Dramatischer vierter Satz – VCW verpasst Tiebreak hauchdünn
Der vierte Durchgang entwickelte sich zum spannendsten des Abends. Wiesbaden führte mit 13:8, Aachen hatte bereits beide Auszeiten beim Stand von 5:10 genommen. Das Team von Mareike Hindriksen zeigte Moral und holte den Rückstand wieder auf. In der Crunchtime blieb es bis zum Schluss spannend. Beim 23:23 war alles offen, doch erneut fehlte in den letzten Ballwechseln die Präzision. Aachen nutzte seinen zweiten Matchball zum 26:24 und machte den 3:1‑Auswärtssieg perfekt.
Aachens lettische Mittelblockerin Karmena Struka (12 Punkte; Angriffsquote 75%) wurde die goldene MVP-Medaille verliehen. Die MVP-Medaille erhielt die spanische Außenangreiferin Cayetana López Rey (16 Punkte).
Libera-Ausfall wiegt schwer
Der VC Wiesbaden hat den erhofften Heimsieg zum Start ins neue Jahr verpasst. Der Ausfall von Libera und Kapitänin zum Ende des zweiten Satzes wiegt schwer. Wiesbaden liegt mit 14 Punkten auf Rang 7. Am nächsten Wochenende spielt der VCW beim Aufsteiger Borken.
Zu viele Fehler gemacht um in den Tiebreak zu kommen
„Das war ein Spiel, das sehr weh tut. Wir haben einen grandiosen Start und auch einen durchaus guten zweiten Satz geliefert, der dann aber an Aachen ging. Der Einschnitt nach Rene Sains Ausfall war schon sehr groß, weil viel auf sie ausgerichtet ist. In so einem bitteren Fall muss man sich neu einstellen und wieder ins System finden. Ein 24:26 zeigt aber auch, dass die taktische Umstellung eigentlich funktioniert hat. Leider waren es dann einige Fehler zu viel. Schade, denn wir waren knapp dran, noch in den Tiebreak zu kommen. Ich bedanke mich aber ausdrücklich bei meinem Team. Jede Athletin hat alles gegeben. Und auch unserem tollen Publikum möchte ich danken, das war heute eine mega Stimmung in der Halle“, sagt VCW-Chefcoach Tigin Yağlioğlu nach dem Spiel.
Ruder aus der Hand gegeben
„Bei uns hat im ersten Satz lange alles super geklappt, was wir uns vorgenommen hatten. Zum Ende hin haben wir aber gespürt, dass Aachen sich fängt. Wir haben ihnen da bereits langsam das Ruder in die Hand gegeben. Wir wollten Druck durch unsere Aufschläge machen, was zumindest anfangs Wirkung gezeigt hat. Bei uns wurde dann die Annahme wackeliger, das hat sich auf die Angriffsqualität ausgewirkt. Der Gegner hatte zudem gute Antworten im Block auf unsere Highballs. Für uns wurde es sehr viel schwerer, als sich Rene Sain verletzt hat. Lilly Bietau hat es dann aber nicht schlecht gemacht, das war ja nicht einfach für sie. Aachen ist eine Mannschaft, die in engen Momenten und auch nach Rückständen ihre Chancen zum Mitspielen ergreift. Und das war auch heute wieder der Fall“, so Laura Broekstra.
Eine Fotostrecke mit 25 Bildern von Spiel gibt es hier:
VC Wiesbaden II ringt TV Holz in Fünf-Satz-Krimi nieder
Der VC Wiesbaden II startete konzentriert in die Partie und sicherte sich den ersten Satz mit 25:20. Doch schon früh gab es einen Schockmoment: Die Wiesbadener Libera mit der Nummer 10 verletzte sich im Auftaktsatz am Bein und nach einer Behandlungspause wieder mitspielen.
Im zweiten Durchgang übernahm Holz zunehmend die Kontrolle. Die Saarländerinnen agierten druckvoller im Aufschlag und entschieden den Satz klar mit 25:17 für sich. Wiesbaden antwortete jedoch stark: Mit viel Energie und mutigem Angriffsspiel holte sich das Team den dritten Satz mit 25:22 und ging erneut in Führung.
Der vierte Satz entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Holz zeigte sich nervenstark in den entscheidenden Momenten und erzwang mit 25:20 den Tiebreak. Dort blieb es bis zum Schluss spannend. Wiesbaden II behielt in der Crunchtime die besseren Nerven und verwandelte den entscheidenden Punkt zum 15:13‑Tiebreak-Sieg.
Der VCW II hat am Samstag, 17. Januar, erneut ein Heimspiel. In der Sporthalle am 2. Ring empfängt das Frank-Team den SV Karlsruhe-Beiertheim (6. der Liga), den man bei einem klaren Sieg in der Tabelle überholen könnte.
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InfoBox
VC Wiesbaden – Ladies in Black Aachen 1:3 (25:18, 20:25, 15:25, 24:26)
VC Wiesbaden: Zuspiel: Sanne Konijnenberg (Niederlande), Hanna Weinmann (1) – Außenangriff: Cayetana López Rey (Spanien; 16), Pleun van der Pijl (Niederlande; 8), Dagmar Boom (Niederlande; 2), Jovana Dordević (1) – Mittelblock: Laura Broekstra (6), Hannah Clayton (USA; 5), Marlene Rieger (2), Diagonal: Jimena Fernández Gayoso (Spanien; 9) – Libera: Rene Sain (Kroatien), Lilly Bietau.
Ladies in Black Aachen punkteten zweistellig: Celine Jebens (22), Tsvetelina Ilieva (14) und Karmena Struka (12).
Zuschauer: 1.661
VC Wiesbaden II – proWIN Volleys TV Holz 3:2 (25:20, 17:25, 25:22, 20:25, 15:13)
Zuschauer: 303
Nächste Termine
Sonntag, 18. Januar, 15:30 Uhr Skurios Volley Borken – VCW
Mittwoch, 21. Januar, 19:30 Uhr VCW – Dresdner SC
Freitag, 23. Januar, 18:00 Uhr Schwarz-Weiß Erfurt – VCW
Sonntag, 1. Februar, 15:00 Uhr Binder Blaubären TSV Flacht – VCW
Weiterer VCW-Doppelspieltag
Samstag, 14. Februar 17:15 Uhr VCW – VfB Suhl Lotto Thüringen, 20:15 Uhr: VCW 2 – SSC Freisen
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Der VC Wiesbaden hat am Samstag zwischen den Jahren den Hinrundenabschluss erfolgreich gestaltet und die ETV Hamburger […]


