Angebot
Stadtgeschichte und Luftbilder per Klick: Wiesbaden stellt Geodaten ab sofort kostenlos ins Netz
Zeitreise am Bildschirm und wertvoller Rohstoff für digitale Projekte: Die Landeshauptstadt Wiesbaden macht einen großen Schritt in Richtung digitaler Transparenz und stellt ab sofort einen umfangreichen Schatz an Geodaten kostenfrei ins Internet. Auf der städtischen Open-Data-Plattform können Bürgerinnen und Bürger, Forschende, Schulen und Unternehmen ab sofort auf hochauflösende aktuelle Luftbilder, Stadtpläne und historische Kartenwerke zugreifen.
Symbolfoto
Wie sah das eigene Wohnviertel vor 100 Jahren aus? Wo verliefen historische Straßenzüge, bevor moderne Quartiere entstanden, und wie hat sich das Stadtbild im Laufe der Jahrzehnte gewandelt? Auf solche Fragen liefert die Landeshauptstadt ab sofort faszinierende und vor allem frei zugängliche Antworten: Das Tiefbau- und Vermessungsamt hat auf dem städtischen Open-Data-Portal ein umfangreiches Paket an Geodaten freigeschaltet.
Das Angebot wird vom Sachgebiet Geoinformation der Stadtvermessung betreut und steht unter opendata.cloud.wiesbaden.de der gesamten Öffentlichkeit ohne Zugangsbeschränkungen oder Gebühren zur Verfügung.
Digitale Zeitreise – Historische Schätze treffen auf modernste Luftbilder
Besonders reizvoll für geschichts- und heimatinteressierte Wiesbadenerinnen und Wiesbadener ist der direkte Vergleich zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Über die Plattform lassen sich historische Kartenwerke und Stadtpläne detailgenau mit aktuellen Orthofotos (Luftbildern) und modernen Stadtgrundkarten überblenden.
So wird auf einen Klick sichtbar, wo im 19. und 20. Jahrhundert noch Felder lagen, wie sich Bachläufe veränderten oder welche Bauten dem städtischen Wandel weichen mussten. Die historischen Pläne dokumentieren die städtebauliche Transformation der Kurstadt hin zur modernen hessischen Landeshauptstadt auf anschauliche Weise.
Freie Nutzung für Wirtschaft, Wissenschaft und Hobbyprojekte
Die bereitgestellten Daten sind jedoch weit mehr als nur historisches Anschauungsmaterial: Sie richten sich gleichermaßen an Bildungseinrichtungen, Start-ups, Softwareentwickler, Ingenieurbüros und die wissenschaftliche Forschung. Ob als verlässliche Planungsgrundlage für räumliche Analysen, zur Integration in Navigations- und Umwelt-Apps oder für studentische Abschlussarbeiten – die Rohdaten lassen sich flexibel exportieren und verarbeiten.
„Geodaten machen unsere Stadt sichtbar – in der Gegenwart und in ihrer historischen Entwicklung“, erklärt Marc Dahlen, Wiesbadens Dezernent für Recht und Mobilität. „Mit der offenen Bereitstellung schaffen wir eine gute Grundlage dafür, dass Bürgerinnen und Bürger, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung diese Informationen für eigene Ideen, Anwendungen und Analysen nutzen können. Diesen Weg wollen wir weitergehen und das Angebot an offenen Geodaten aus Wiesbaden Schritt für Schritt ausbauen.“
Lizenz und Weiterverwendung
Die Nutzung der Daten ist unkompliziert geregelt und erfolgt unter der standardisierten Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0 (DL-DE BY 2.0).
Wer die Kartenwerke, Pläne oder Luftbilder in eigenen Veröffentlichungen, Webseiten oder kommerziellen Projekten einsetzt, muss lediglich den vorgeschriebenen Quellennachweis angeben: „© Landeshauptstadt Wiesbaden, Tiefbau- und Vermessungsamt, dl-de/by-2-0“.
Das Tiefbau- und Vermessungsamt betont, dass das Angebot stetig wachsen soll: Das Sachgebiet Geoinformation bereitet bereits weitere Datenbestände vor, um die Open-Data-Plattform sukzessive mit neuen Ebenen und Themenbereichen anzureichern.
Mehr aktuelle Meldungen und und Nachrichten für die Landeshauptstadt finden Sie täglich in unseren verschiedenen Rubrik auf Wiesbadenaktuell.de.
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von Wiesbadenaktuell.de und folgen Sie uns auch auf Instagram sowie auf Threads!


