Nahversorgung
Edeka übernimmt Tegut: Sechs Wiesbadener Märkte vor dem Neustart
Das Bundeskartellamt hat entschieden, und für sechs Tegut Filialen in Wiesbaden beginnt ein neues Kapitel. Die Stadt zeigt sich erfreut und formuliert eine klare Erwartung. Ob sie sich erfüllt, hängt von einigen Bedingungen ab. Welche Straßen betroffen sind und was sich die Verantwortlichen im Rathaus wünschen, erfahren Sie hier.
Fotos: Wiesbadenaktuell
Die Landeshauptstadt Wiesbaden reagiert positiv auf eine Entscheidung des Bundeskartellamtes: Die Edeka darf demnach 178 Lebensmittelmärkte der Kette Tegut übernehmen. Sechs dieser Filialen befinden sich in Wiesbaden.
Die Stadtspitze äußert sich erfreut. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) und Wirtschaftsdezernentin Daniela Georgi (CDU) erklären: „Die Entscheidung des Bundeskartellamtes eröffnet die Perspektive, dass die Wiesbadener Tegut-Märkte übernommen werden und Standorte erhalten bleiben. Das freut uns.“
Auswahl, Wettbewerb, Arbeitsplätze
Zur Begründung ihrer Zufriedenheit führen Mende und Georgi weiter aus: „Je mehr Einkaufsmöglichkeiten es vor Ort gibt, desto größer ist die Auswahl an Lebensmitteln, desto besser die wohnortnahe Versorgung und desto stärker der Wettbewerb. Darüber hinaus schafft jeder Markt Arbeitsplätze.“
Hoffnung auf langfristigen Erhalt
Mit Blick auf die Zukunft der betroffenen Filialen betonen der Oberbürgermeister und die Wirtschaftsdezernentin abschließend: „Wir hoffen deshalb, dass alle betroffenen Märkte in Wiesbaden tatsächlich langfristig erhalten bleiben.“
Rückzug und Übernahme
Hinter Tegut steht die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ). Sie hatte im März 2026 den Entschluss gefasst, sich aus dem deutschen Markt zurückzuziehen. Im Rahmen dieser Neuausrichtung schloss die GMZ mit der Edeka einen Vertrag, der die Übernahme eines Großteils der Tegut-Gruppe vorsieht.
Dem Vorhaben hat das Bundeskartellamt nun zugestimmt. Laut der Pressemitteilung knüpft die Behörde ihre Zustimmung allerdings an bestimmte Bedingungen.
Sechs Wiesbadener Standorte
Von der Übernahme betroffen sind in der Landeshauptstadt unter anderem diese sechs Märkte: die Filiale in der Dotzheimer Straße 82 im Rheingauviertel, der Markt in der Fondetter Straße 26 in Naurod sowie der Standort in der Frankfurter Straße 17 in Südost.
Hinzu kommen die Märkte in der Luisenstraße 23 in Mitte, in der Rheingaustraße 30 in Schierstein und in der Richard-Wagner-Straße 86 in Nordost. Auch diese Standorte darf die Edeka künftig übernehmen.
Prüfung aus zwei Blickwinkeln
Zusammenschlüsse und èbernahmen im Lebensmitteleinzelhandel wie jetzt bei den Supermärkten Edeka und Tegut untersucht das Kartellamt des Bundes unter zwei Gesichtspunkten. Zum einen betrachtet die Behörde, wie sich ein Zusammenschluss auf den Wettbewerb um die Kunden auswirkt. Zum anderen prüft sie die Folgen für Hersteller und Lieferanten.
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